Was wird aus der Informatik, Julian Windeck?

Shownotes

„Es ist eine wilde Mischung aus Sprint und Marathon gleichzeitig“, sagt Julian Windeck, wenn man ihn nach seinem Alltag als Gründer von Attention Engineering fragt. Zwischen Athen und dem Silicon Valley führt der 26-Jährige sein AI-Startup, das personalisierte AI-Agenten entwickelt – und für das er kürzlich 1,2 Millionen Dollar eingesammelt hat. Sein Produkt soll Nutzerinnen und Nutzern helfen, produktiver zu sein – und sie unter anderem davon abhalten, sich dem Doomscrolling hinzugeben oder im nächsten X-Rabbit-Hole zu verschwinden.

Wir haben Julian auf der DLD in München getroffen und mit ihm über sein Start-up gesprochen – und darüber, ob es an Größenwahn grenzt, es mit Giganten wie Apple oder Meta aufzunehmen. Seine Antwort ist eindeutig: Nein. Ein Beispiel dafür sei Apple Intelligence: „Niemand benutzt es, es hat kaum Features. Siri fühlt sich an, als hätte sie sich seit zehn Jahren nicht weiterentwickelt. Die großen Unternehmen haben Schwierigkeiten, mit dem Tempo der aktuellen Entwicklungen Schritt zu halten und die passenden Talente an Bord zu holen.“

Auch er selbst bekommt regelmäßig Angebote von anderen Firmen. Trotzdem sei für ihn nach der Gründung immer klar gewesen: „Ich möchte im Start-up bleiben.“ Dass allerdings überhaupt gegründet hat, verdankt er einem Aufenthalt am MIT, dem Massachusetts Institute of Technology: „Ich hätte mir in Deutschland nie vorstellen können, direkt nach der Uni zu gründen.“ Dort aber sieht er, dass es möglich ist – und kaum einer Angst davor hat, zu scheitern: „Die, bei denen es nicht geklappt hat, sind dann halt einfach wieder an die Uni gegangen. Das wäre in Deutschland überhaupt nicht möglich gewesen."

Wir haben mit Julian darüber gesprochen, was er beim Couchsurfing im Silicon Valley gelernt hat, über Informatiker-Klischees (und ob Informatiker in den USA wirklich cooler sind als in Deutschland). Was er von seinem Oura Ring gelernt hat und warum AI nur erfahrenen Programmiererinnen und Programmierern hilft – all das erzählt Julian Windeck in unserem Wunderbar Together goes DLD Special (Folge 146)!

P.S.: Big Shoutout geht an Steffi Czerny und das DLD-Team - danke, dass ihr uns wieder eingeladen hat, von der DLD zu podcasten und viele unserer Gäste wiederzusehen.

P.S.S.: Übrigens, die berühmte Studie "Attention is all you need", von dem Julian im Podcast erzählt, könnt ihr hier downloaden. https://papers.neurips.cc/paper/7181-attention-is-all-you-need.pdf.

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