Wunderbar Together

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Christian Beedgen, was bedeutet Erfolg?

Christian Beedgen, was bedeutet Erfolg?

Christian Beedgen – oder Der Beedgen, wie er von Freunden und Familie liebevoll genannt wird – lebt den Traum vieler Unternehmer: er hat sein Silicon Valley Startup Sumologic nicht nur selbst mitgegründet, sondern auch erfolgreich an die Börse gebracht. Das Handelsblatt nennt ihn den „erfolgreichsten noch aktiven deutschen Gründer“ im Silicon Valley. Christians Firmenidee: großen Firmen helfen, ihre digitalen Systeme zu überwachen und am laufen zu halten, und das alles in der Cloud.

Eva Ries, wie wird man Mitglied des Wu-Tang Clans?

Eva ist aus Mannheim, recht neu im Musikgeschäft und liebt Rockmusik. Trotzdem nimmt sie den unmöglichsten Job an, den ihre Firma zu bieten hat: die internationale Vermarktung einer chaotischen Hip-Hop-Straßengang aus New York namens Wu-Tang Clan. Als sie das Debütalbum zum ersten Mal hört, ist sie auf Hochzeitsreise am Strand von Hawaii – und weint in ihren Walkman. “Ich dachte, ich hätte den größten Fehler meines Lebens gemacht.”

Doch der Clan wird ihr Lebensjob. Fast zwanzig Jahre lang verbringt sie mit der größten Hip-Hop-Band der Welt. Viele Welthits, ein Kidnapping und einige horrende Telefonrechnungen später - “der Zugang zu Telefonen war die einzige Chance, die Jungs zu überreden zu Radiosendern zu gehen” - ist Eva nicht nur immer noch mit dem Kopf des Clans, RZA, im Geschäft. Sie hat auch ein hinreissendes Buch geschrieben: "Wu-Tang is forever" ist ein raues Protokoll, mitverfasst von der Journalistin Annette Utermark, und liest wie eine Mischung aus Krimi, Memoir und Komödie.

Constantin Köhncke, warum machen die USA so gute Musik?

“Früher waren wir alle Nerds, Musik zu produzieren war kompliziert. Heute ist es viel leichter geworden, auch schon 11-Jährige sind mit ihrem Phone am Start”, sagt Con Köhncke. “Und wenn deine Beats fresh sind, ist es egal, ob du in Zürich sitzt oder in Los Angeles.”

Den meisten von uns, die Musik hören, bleiben die eigentlichen Macher im Kleingedruckten verborgen. Für Con sind sie seine Kunden und Freunde – er sitzt mit ihnen im Studio oder stellt ihnen neue Sounds vor. Als Mit-Geschäftsführer von Native Instruments, einer Musikfirma, die weltweit Instrumente synthetisiert und für Produzenten und DJs als Software und Hardware bereitstellt, operiert Con Köhncke im Maschinenraum der amerikanischen Musikindustrie. Seine Arbeit findet dort statt, wo aus einem Sound ein Track und aus einem Track ein Hit wird.

Konstantin Guericke, wie gründet man ein Social Network?

Konstantin Guericke sagt von sich selbst, er sei „retired“. Mit Rentner-Klischees hat das aber wenig zu tun, sondern: „ich kann tun, was ich will, wann immer ich will, mit wem ich will – ohne zwangsläufig Geld damit zu verdienen.“ Diese völlige Freiheit hat sich der 54-jährige als Unternehmer im Silicon Valley erarbeitet. Sein größter Erfolg: die Erfindung und Mitgründung der Plattform LinkedIn, die heute mit 810 Millionen Mitgliedern zu den größten sozialen Netzwerken der Welt zählt. Mit dem Verkauf der Plattform an Microsoft begründete er sein Vermögen. Die Plattform nutzt er heute nur sporadisch – und hält den Kreis seiner Kontakte klein: „Nicht über 150.“

Paul Ripke, was ist eigentlich dein Beruf?

Den kreativen Tausendsassa Paul Ripke zu interviewen ist ein Luxus, aber auch eine Herausforderung: Er moderiert selbst viel und gerne, ist leidenschaftlicher Geschichtenerzähler – und er hat immer viel mehr im Gepäck als in eine Podcast-Folge passen würde.

Wichtige Info: Wir haben die Podcast-Episode wenige Tage vor dem Start des schrecklichen Angriffskriegs durch Russland auf die Ukraine aufgenommen. Wir haben deswegen - und weil es auch nicht unser Kernthema ist - kaum über den Russlandkonflikt gesprochen.

Zur Erinnerung: Paul war einer der allerersten Gäste bei Wunderbar Together – damals noch auf Englisch. "What are we doing here? Three potatoes talking Denglish?" hat er damals gefragt und damit eine Diskussion ausgelöst, die Olli und Felix schließlich dazu gebracht hat, die Sprache zu wechseln.

Paul ist spätestens eine Berühmtheit, seit er 2014 die Deutsche Nationalmannschaft zum Weltmeistertitel begleitete und im Moment des Triumphs vor den Augen der Welt mitfeierte und -knipste. In Wahrheit ist der Junge aus Heidelberg aber seit Jahrzehnten ein hartgesottener Menschenkenner und -begleiter mit Kamera, der in der Hip-Hop-Szene groß wurde und über den Fußball in die Formel 1 fand. Birkenstocks, kurze Hose und T-Shirt behielt er auch als Edelfotograf der Rennfahrer stets an – und wurde so hinter der Kamera selbst zur Marke.

Christian Byza, wie geht Krypto?

Neues aus der Garage im Silicon Valley: Christian Byza, der sich im Anbau an sein Haus in San Francisco digitale Produkte für LinkedIn ausdenkt oder an seiner hochmodernen Werkbank schraubt, ist als allererster Gast zum zweiten Mal bei uns im Podcast. Warum? Er macht jetzt Krypto. Christian hat neben seinem Vollzeitjob eine neue Plattform ins Leben gerufen: Cryptohunt heißt das Startup und soll ein Eingangstor für die Krypto-Währungen wie Bitcoin oder Ethereum werden, mit Ranglisten, Bewertungen, einem 1-Minuten-Podcast und allem, was Einsteiger das neue Hype-Thema sonst brauchen.

Marco Sturm, wie überlebt man die NHL?

Pünktlich zu den olympischen Winterspielen in Peking gibt’s eine Spezialausgabe von Wunderbar Together! Mit Marco Sturm, Eishockey-Vollprofi, sprechen wir über das Überleben in einer der härtesten Sportarten der Welt.

Marco kommt aus dem bayerischen Dingolfing. Bereits als Kind fährt er auf dem Eis allen davon, und mit 19(!) steht er zum ersten Mal auf dem Eis in der NHL. Von dort stürmt er in Teams auf dem gesamten Kontinent, von Vancouver bis Florida, absolviert über 1.000 Spiele und wird NHL All-Star.

Alexander Demling, wie schreibt man über das Silicon Valley?

Das Silicon Valley ist ein verrückter Ort: eine Ansammlung kleiner Städtchen nördlich von San Francisco, die dank Chip-Herstellern und Internetboom zum Wallfahrtsort für Unternehmer wurden. "Als Ort eigentlich nicht sehr spannend", sagt SPIEGEL-Korrespondent Alexander Demling, der für das größte deutsche Nachrichtenmagazin aus dem Silicon Valley berichtet. "Aber die Menschen sind irre."

Im Gespräch mit dem gebürtigen Franken, der seit gut zwei Jahren mit Partnerin und Kind in San Francisco lebt, wird schnell klar: Dem Hype um das Silicon Valley ist er ebensowenig erlegen wie dem Sarkasmus, der manchmal mitschwingt, wenn Journalist*innen über die globalen Fantasien kalifornischer Gründer schreiben.

Richard Socher, wie wird man zum Wunderkind der Künstlichen Intelligenz?

Unser heutiger Gast bei Wunderbar Together ist im Silicon Valley zuhause und einer der bekanntesten Forscher zur Künstlichen Intelligenz auf der ganzen Welt – und das mit gerade mal 38 Jahren: Richard Socher.

Über ein Jahr sind wir Richard nachgejagt, um ihn ans Mikrofon zu bekommen. Bei ihm war viel los: er hat seinen Job als globaler Chefwissenschaftler bei der Silicon Valley-Firma Salesforce gekündigt, über Monate mit seiner Verlobten im Wohnmobil gelebt und ist kreuz und quer durch die amerikanische Wildnis gefahren, und er hat gerade eine neuartige Suchmaschine gegründet: you.com.

Der Werber: Michael Fassnacht

Michael Fassnacht ist der erste Chief Marketing Officer der Stadt Chicago in der Geschichte der Millionenstadt. In der 38. Episode des Wunderbar Together Podcasts spricht er mit uns aus seinem Büro im Rathaus, kurz nachdem er den Weihnachtsmarkt der Stadt eröffnet hat – ein kleiner Wink an die große deutsche Gemeinde dort – darüber, wie er in diesen ungewöhnlichen Job kam, und wie er Chicago zu einer neuen Marke verhelfen will.