Wie wird man Jazz-Star in New York, Timo Vollbrecht?

Shownotes

Timo Vollbrecht wollte als Teenager nur eines: in einer Band spielen. Heute steht er in New York auf den Bühnen, auf denen seine Helden Geschichte geschrieben haben. In dieser Folge erzählt der Jazz-Saxophonist und Professor an der Brown University, wie aus einem Spielzeugsaxophon in einer Kleinstadt bei Hannover eine internationale Karriere wurde – und warum Jazz für ihn bis heute vor allem eins ist: radikale Freiheit.

„Man kann es nicht wirklich beantworten“, sagt er über die Frage, was Jazz eigentlich ist – und verweist auf eine über hundertjährige Entwicklung zwischen afro-diasporischer Rhythmik und europäischer Harmonik. Der Einstieg in diese Welt war für ihn eine CD von Sonny Rollins, die ihn „hinten rüberfallen“ ließ. Was folgte, war ein Weg durch die deutsche Förderlandschaft bis hin nach New York – und in die ganze Welt. Bis zum akademischen Ritterschlag: heute ist Timo Jazz-Professor an der renommierten Brown University in Providence, Rhode Island, wo seit kurzem auch seine Familie lebt.

Improvisation ist für Timo weniger sein musikalisches Spezialgebiet, als eine tägliche Praxis: „Wir improvisieren gerade. Wir sprechen gerade.“Improvisation und Jazz-Standards ermöglicht Timo mit Musikern, denen er nie zuvor begegnet ist, innerhalb von Minuten zusammenzufinden – egal ob in New York, Kairo oder Phnom Penh. Jazz ist eine „Community Music“, sagt Timo.

Dem gegenüber steht die Ökonomie des Berufs an einem der teuersten Orte der Welt. „Jazzmusiker zu werden, um Geld zu verdienen, ist kompletter Wahnsinn“, sagt Vollbrecht. Er kennt den Glamour von Village Vanguard und Carnegie Hall – aber auch gnadenlose Gigs in Modeläden oder Spas ("in Kleidung!"),

Und dann sind da diese Momente, für die sich alles lohnt: wenn Timo plötzlich neben seinen Idolen steht und merkst, dass er Teil ihres Sounds geworden bist. „Ich darf mitmachen.“

🎷 Am 29. April tritt Timo Vollbrecht mit seiner Band im Seeds in Brooklyn auf. Weitere Termine der Tour zum aktuellen Album „Bremen New York“ gibt es hier👉 http://timo-vollbrecht.squarespace.com/tour-dates-2

Transkript anzeigen

00:00:04: Diese Freiheit vom Improvisieren fand ich geil.

00:00:06: und ich weiß auch noch, dass man meinen Vater damals gesagt hat bei diesen Platten die ich damals bei ihm gehört hatte.

00:00:11: Er hat mir erzählt das die improsieren und nicht nach Noten spielen und ich dachte so Alter wie geht das denn?

00:00:18: Das fand ich einfach unfassbar geil!

00:00:19: Und dann auch wirklich... Ich glaube es war die rhythmische der Groove und der Swing und dieses Microtiming was in der Musik ist was sich so geil fand.

00:00:27: also das Gefühl in einer Band zu spielen die richtig abgeht ist das geilste Gefühl auf der Welt.

00:00:39: Olli?

00:00:41: Felix, mein Freund!

00:00:43: Wie geht's dir?

00:00:45: Hey gut, gut du... Das ist ein sehr spezieller Podcast, den wir heute ankündigen.

00:00:50: Ich hab was gemacht, was ich eigentlich nicht machen sollte.

00:00:53: Ich habe mich so ein bisschen ran gewannst an unseren Gast und hab ihn gezwungen mit mir Musik zu machen.

00:00:58: Du weißt ja, ich bin amizinierte Amateur aber wir haben Vollprofi heute am Start, der gerade in der Carnegie Hall aufgetreten ist War vorher glaube ich gerade noch bei dir im Stadtgarten Köln.

00:01:09: Jetzt war es ja schon wieder in New York und ein paar Tagen spielt er in Brooklyn, also der ist auf Tour, er ist super erfolgreich als Jazz-Professor an der Brown University eine der besten Universitären des Landes Und ich habe ihn dazu gezwungen beim Wohnzimmertisch ein Liedchen zu spielen.

00:01:24: Ich weiß immer noch nicht wie ich es finden soll aber das ist jetzt im Podcast drin.

00:01:27: Also darauf könnt ihr euch freuen.

00:01:29: Und es ist wirklich jemand, den ich seit Jahren von der Seitenlinie aus bewundere.

00:01:34: Weil's gibt wenige deutsche Jazzmusiker die sich in die USA aufmachen und dann hier super erfolgreich sind.

00:01:39: aber er ist einer davon.

00:01:40: Timo Vollbrecht ist unser Gast heute.

00:01:43: Es tut mir ein bisschen leid Olli dass du ihn im Stadtgarten versäumt hast?

00:01:46: Ja!

00:01:46: Er hat ganz lieb, er hat mir einen Vivi geschrieben das er jetzt im Stadtgartens ist und wenn wir Lust haben können wir vorbeikommen.

00:01:53: Aber das ging nicht.

00:01:54: Wir haben keinen Babysitter so kurz was sie bekommen Aber ich hab ihn ja gesehen, und zwar auf unserem eigenen Event vor wenigen Monaten in New York.

00:02:04: Da hat er auch gespielt im Rahmen unseres Wunderbar-Together-Dinners.

00:02:09: Ich muss sagen ein wahnsinnig charismatischer, netter, besonderer Typ!

00:02:14: Also ich war ganz buff.

00:02:15: wie cool, wie locker... Und einfach so, komm spiel' ich ein bisschen und haut da einen raus.

00:02:20: Ja, ich freu mich wahnsinniger auf dem Podcast.

00:02:22: Ich habe den noch nicht gehört.

00:02:23: Heiner hat den super zusammengeschnitten.

00:02:26: Sehr gut.

00:02:27: Ja, was ich toll fand ist, dass er zum Dinner gekommen ist.

00:02:31: Er hat gespielt und einen Basisten mitgebracht.

00:02:33: Ich hab ihn dann auch gefragt wie kann es sein als Jazzmusiker auf der ganzen Welt?

00:02:37: Wenn die sich sehen, dass sie sofort miteinander spielen können.

00:02:39: Das hat er erklärt.

00:02:40: Er hatte seinen Saxophon dabei, hat das mal kurz zerlegt für uns ... Und er hat so viele spannende Dinge, die man vielleicht nicht weiß über Jazz in den Podcasts reingebracht.

00:02:51: Also ist für mich ein kleines persönliches Highlight!

00:02:55: Und wie gesagt, judgescht mich ruhig für das Ende.

00:02:58: Aber es ist passiert!

00:03:00: Hier ist Timo Vollbrecht.

00:03:02: Herr Pfann.

00:03:12: Herzlich willkommen bei Wunderbar Together.

00:03:14: Timo Volbrecht, schön dass du da bist.

00:03:15: Danke ja.

00:03:16: Es ist schön hier zu sein.

00:03:18: Hier ist heute Wohnzimmer Productions.

00:03:20: Du bist zu uns nach Hause gekommen mit deinem Saxophon...

00:03:27: Das habe ich immer

00:03:28: dabei.

00:03:31: Was genau hast du da im Koffer?

00:03:33: Ich sehe ja bisher nur den Koffe.

00:03:34: Ja, das ist ein altes Selber-Saxophon aus den dreißiger Jahren.

00:03:40: Ein Balanced Action heißt das Modell... Also es ist so, dass unter SaxophonistInnen oft so ist... Es gibt eine Tendenz zu Vintage-Hörnern.

00:03:48: Horn ist ein colloquial Term für Saxophonen.

00:03:53: Genau und ich weiß gar nicht genau warum das so ist, ob das damit zusammenhängt Früher, dass alles mit Hand erarbeitet wurde.

00:04:02: Oder ob es auch so ein Soundideal ist was sich dann durch die legendären Alben und Aufnahmen irgendwie so etabliert hat.

00:04:09: aber irgendwie sind alle hinter diesen Hörnern her Und diese mittlerweile auch in unfassbareren Preisregionen.

00:04:15: Ich habe das vor fast nicht zehn Jahren vielleicht gekauft.

00:04:18: Das war so ein typisches, weiß ich typisch nicht Aber so einen Closet Horn Dass jemand in einem Closets irgendwie stehen hatte und war halt eine Glücksgriff.

00:04:28: Was bedeutet unfassbarer Wert, wie viel ist dein Instrument wert?

00:04:32: Also ich habe das damals glaube für siebentausend Fünfhundert gekauft und mittlerweile würde es wahrscheinlich vierzehn kosten.

00:04:37: Das hast du einfach so in der U-Bahn mit dabei.

00:04:40: Ich meine dass jetzt nicht zu einer Geiger die irgendwie seventy tausend kostet oder so aber schon ein bisschen krass.

00:04:49: Hast Du dann auch wie viele Profimusiker zu Hause einen Raum wo dann wenn du da reingehst dann hängen da einfach Instrumente an der Wand und der ganze Raum ist voller Instrumentes, weil du sammelst eigentlich nicht.

00:05:01: Weil du ganz viele brauchst um dich rum?

00:05:03: Ich bin ein Spieler ich bin kein Sammler.

00:05:07: Es stimmt schon dass es gibt aber ich lebe hier auch in New York und nicht irgendwo Upstate mit dem fetten Haus.

00:05:13: Ist das sein Horn?

00:05:14: Nein

00:05:15: nein ich habe schon paar.

00:05:15: Ich glaube ich hab drei Teneure.

00:05:19: Eins ist Europa zwei sind hier Und ein Alto Und ein Sopran.

00:05:24: Also, ich hab schon paar.

00:05:25: Aber jetzt nicht so krass ... Ich war auch nie so'n Geert-Typ, der die ganze Zeit Hörner checkt und so weiter.

00:05:32: Aber transatlantischer Lifestyle, nimmst du das dann mit oder fliegst du ohne Horn?

00:05:38: Ohne Saxophon nach Europa?

00:05:39: Ja, ich fliege.

00:05:39: Und nimm's dort dein anderes in den Pferd.

00:05:41: Das

00:05:41: ist eine gute Frage!

00:05:42: Ich flieg ja meistens mit beim Saxophonen, dass es halt das was ich spiele.

00:05:47: Und das ist mein Sound natürlich, das fügt dazu bei... hab ich das schon immer mit.

00:05:54: Und es ist ja so, dass die auf dem Papier alle Maße... Also sie passen ja nicht in die Maße von Handgepäck weil zu hoch aber dafür auch nicht breit.

00:06:02: Ich habe mir extra dieses Case gekauft, weil es ein bisschen für Leinen aussieht wie eine Geige.

00:06:07: und wenn Leute denken Geige dann ist es immer cool, da nehmen die dich ins Flugzeug und wenn die Leute denken Gitarre, dann ist's immer so A-A.

00:06:13: Deswegen rutsche ich meistens durch.

00:06:15: Ich muss es nur einmal in meinem Leben aufgeben Von Australien nach Singapur und es war auch danach, muss ich's reparieren.

00:06:21: Aber bisher hab' ich's immer... Manchmal muss man debattieren aber bis jetzt ist alles gut gegangen.

00:06:27: Interessant!

00:06:29: Einmal aufgegeben und gleich kaputt.

00:06:32: Und man hört's ja schon.

00:06:34: also du bist auf der ganzen Welt unterwegs und es geht heute um dich und um das was du tust nämlich Jazz.

00:06:44: Wie würdest du Jazz eigentlich beschreiben?

00:06:49: Es ist witzig, weil ich unterrichte ja auch unter anderem.

00:06:52: Und das ist oft eine Frage, die ich meinen Studiesteller und man kann es nicht wirklich beantworten.

00:06:57: Das ist halt eine Kunstform, die über hundert Jahre alt ist halt unfassbar entwickelt hat.

00:07:04: Also es gibt natürlich so verschiedene Assoziationen, die viele Menschen haben mit Jazz also zum Beispiel Swing eine Rhythmusgruppe mit jetzt zum Beispiel Saxon oder Trompete.

00:07:14: Imposition ist ein großer Anteil der eigentlich fast allen Jazz-Steeln da ist.

00:07:19: das ist schon mit so.

00:07:19: das Hauptding.

00:07:21: aber im Endeffekt ist das glaube ich man muss wissen dass es einer Musikform ist der afrodiasporischen Kultur entstanden ist.

00:07:32: Also du hast halt die rhythmik, die afrikanische Rhythmik und das ist jetzt wirklich platt gesagt aber die afrikansche Rhythmic die sich quasi mit europäischer Harmonik irgendwie zusammengetan hat und daraus irgendwie dieses Konstrukt Jazz entstandes.

00:07:46: Aber es geht ja auch.

00:07:47: also sind alle Richtungen bisher gegangen und es sind schwierig zu definieren

00:07:51: Und es ist glaube ich wie Hip-Hop eine Musikform hier auf dem Kontinent.

00:07:57: Genau Die kommt aus... Genau.

00:07:58: Es ist nur eine uramerikanische Musikform und das ist auch der Grund, warum ich hier bin.

00:08:05: Im Endeffekt?

00:08:05: Ja!

00:08:06: Klar, die Musik hat mich hierher gezogen und die Musik kommt halt hier her und es war nach wie vor so... Also ich bin ja in den Jahrzehnten von Berlin nach New York gezogen hatte nie den Plan, dass ich hier bleiben würde.

00:08:18: Sechzehn Jahre später.

00:08:22: Es war schon so, dass die Bands dich gehört haben.

00:08:24: Die Künstler, die ich cool fand waren halt vor mir und deshalb wollte ich auch mal hierhin.

00:08:30: Warum liebst du den Jazz?

00:08:34: Ich habe mich verliebt in der Musik als in meinen Teenagerjahren.

00:08:37: Also ich wollte schon immer Saxon spielen.

00:08:40: Also warum?

00:08:42: Genau!

00:08:42: Ich hatte einen Spielsack-Saxophon als Kind.

00:08:46: Ich zeig dir ein geiles Video, ich hab'n Video als ich sechs Jahre bin wie ich halt mit zum Spielzeug Saxophon zu den Jazzplatten meines Vaters jambe.

00:08:53: Und dann hatten meine Schulklassen also ne Grundschulfreunde hatten Musikunterricht und ich wollte auch Musikunterlicht nehmen.

00:09:00: und was war das naheliegendste?

00:09:02: Saxophonen!

00:09:02: Und da habe ich Saxophone gespielt und irgendwann dachte ich okay wenn der Saxophones ist.

00:09:07: jetzt muss ich mir auch eine Saxophons CD kaufen und bin in mein...ich komme aus einer kleinen Stadt.

00:09:10: ne, in der Nähe von Hannover hat's zwanzigtausend Einwohner oder so.

00:09:13: Wie

00:09:13: heißt sie?

00:09:14: Stadthagen im Landkreis Stadthagen.

00:09:16: In einem Wort?

00:09:18: Genau, nicht Hagen sondern Stadthaken in Schaumburg und bin in den lokalen CD-Shop gegangen.

00:09:25: Nimitz hieß der damals und hab halt komplett blind eine CD gekauft mit einem Typ mit dem Saxon in der Hand Und das war Sonny Rollins einer der legendärsten Saxonisten aller Zeiten und es war ein Glücksgriff und habe die CD angemacht bin übergefallen und dann war ich richtig Fan.

00:09:45: Und ich hab auch nur Sunny Rollins gehört, so wie andere Leute zu der Zeit vielleicht Britney Spears geil fand.

00:09:49: Ich fand halt Sunny Rollin's geil!

00:09:51: Da ging es halt los und dann habe ich ... richtig Blut geleckt.

00:09:55: Dann war ich ja ein Jahr in den US als Auster-Schüler.

00:09:59: In eurem Podcast gehört das ist eine sehr common Story.

00:10:02: Ich war allerdings in Wyoming und da war nix mit Jazz oder Musik und da hab' ich halt einen jahr aufgehört im Musik.

00:10:08: Und kam dann wieder und hab's dann wieder probiert.

00:10:10: Und bin direkt ins Landesjazzorchester Niedersachsen gekommen, und habe zum ersten Mal Leute getroffen die das studierten.

00:10:19: Ich dachte so, wait!

00:10:19: Das kannst du als Beruf machen?

00:10:21: Wie soll denn das

00:10:23: geben?!

00:10:23: Dann ging es los.

00:10:25: Warum ich geil fand?

00:10:26: Es war eine Mischung aus... Ich hatte auch Klavierunterricht auf Klavier angefangen und habe natürlich das klassische Programm.

00:10:34: Man muss halt immer das spielen was in den Noten stand.

00:10:37: Das war auch geil, aber ich weiß noch.

00:10:39: Ich war so fünfzehn oder so und hat dann mein erstes großes Konzert, das war halt so Musikschulabschlusskonzert.

00:10:43: Fünfmal Leute irgendwie im Konzertsaal... Und ich bin eingefroren!

00:10:47: Ich konnte nicht spielen.

00:10:48: Ich habe einfach richtig nervös.

00:10:50: Man machte es ja auch aus... Aus Memory?

00:10:55: Also außer nicht spielen?

00:10:57: Außer nicht

00:10:57: spielen?!

00:10:57: Ja.

00:10:58: Und es war ein ganz furchtbarer Experience.

00:11:02: Beim Jazz spielen posist du da und da hatte ich das Problem nicht.

00:11:05: Da ging das.

00:11:07: Diese Freiheit vom Improvisieren fand ich geil.

00:11:10: Und ich weiß auch noch, dass mein Vater damals gesagt hat bei diesen Platten, die ich damals bei ihm gehört hatte, er hat mir erzählt, das improsieren und nicht nach Noten spielen.

00:11:18: Ich dachte so Alter wie geht das denn?

00:11:24: Das kann man natürlich lernen aber es ist... ...das fand ich einfach unfassbar geil!

00:11:28: Und dann auch wirklich, ich glaube es war die rhythmische Der Gruf und der Swing.

00:11:32: Und dieses Microtiming, das an der Musik ist was ich so geil fand.

00:11:36: also das Gefühl in einer Band zu spielen die richtig abgeht ist das geilste Gefühl auf der Welt.

00:11:43: Wow!

00:11:45: Du hast gerade gesagt

00:11:47: dass

00:11:47: da aber schon auch Zuhause irgendwie Jazz lief bei euch?

00:11:51: Also deine Eltern sind musikalisch unterwegs gewesen.

00:11:56: oder wie kam es dass du mit Jazz sozusagen aufgewachsen bist?

00:11:59: Aufgewachsen

00:12:00: ist, glaube ich mir nicht so viel gesagt.

00:12:02: Aber es ist schon so dass mein Vater war ein bisschen so Audio-Feel unterwegs, er hat auch seine eigenen Boxen gebaut oder Speakers gebaut und meine Eltern sind beide oder waren beide Lehrer und als wir kein Berufsmusiker oder so.

00:12:16: aber es lief einfach Musik in unserem Haus und mein Vater hatte eine CD und Platten-Sammlung und da habe ich... Da war Jazz mit dabei!

00:12:23: Also das war jetzt nicht alles Jazz, sondern auch Pink Floyd und was weiß ich aber... Und meine Mutter hat halt unter anderem auch Tanz unterrichtet.

00:12:29: nach Schule Coole Musik im Haus, muss man einfach sagen.

00:12:32: Und das habe ich schon... Daher kamen das und dann war auch zum Glück auf einem Gymnasium was eine Big Band hatte.

00:12:37: Ich weiß noch diese Big Band, das war bevor ich sogar auf dem Gymnasiums war der Terrorist, der immer zum Solo aufgestanden ist.

00:12:44: Das fand ihr ja so geil!

00:12:45: Das wollte ich auch machen.

00:12:46: Okay, kurzer Share von mir dazu.

00:12:49: Ich spiele der Trompete und ich hab in der Schul-Big Band gespielt für mein Gymnasuum aber ich war nie so cool wie der Saxophonist.

00:12:55: Der Saxophonist sah besser aus.

00:12:57: Sein Instrument sah besser, es klang cooler und er konnte improvisieren.

00:13:02: Er war der Frauenschwarm.

00:13:04: Ich hab ihn immer irgendwie beneidet.

00:13:06: Das ist halt das Saxoforde!

00:13:08: Und das heißt ja auch Sexiphone?

00:13:11: Ahja, ja.

00:13:12: Siehst du mal...

00:13:13: Ist das so eigentlich?

00:13:14: Nein,

00:13:15: das sind natürlich Styrotypen.

00:13:16: Ich meine man muss auch sagen Trompete ist schon irgendwie King of Jazz also die großen, die richtig, ich meine Louis Armstrong Miles Davis, die wirklich mit, ich sage jetzt mal Kings of Jazz.

00:13:28: Das ist ein blibbescheulter Begriff aber das war schon Trumpeter!

00:13:31: Du hast ja dann auch wenn ich das richtig nachgelesen habe schnell Anschluss an die besten Jazzmusiker oder Jatzer sagt man ja glaube ich in Deutschland.

00:13:44: Im Land gefunden.

00:13:45: also du hast Wettbewerbe gewonnen Du warst im Bundesjugend Jazzorchester, heißt das glaube ich.

00:13:52: Das war für mich der damals in der Schulbahn gespielt hat, ein Everest, das war ganz weit weg.

00:13:57: Ja, für

00:13:57: mich da muss auch ja... Also du hast es

00:13:58: aber geschafft!

00:13:59: Du hast zu den besten... Ja, das Land gehört.

00:14:03: Es gibt so eine Förderstruktur in Deutschland

00:14:06: durch die ich

00:14:07: gegangen bin.

00:14:08: also ich bin auch... Warum ist jetzt so wahr?

00:14:12: Aber ich hatte Unterricht.

00:14:14: Ich bin in der nächsten größere Stadt, das war damals Hannover.

00:14:17: Da hatte ich Unterricht im Jazz-Club, da hatte ich einen Lehrer und habe Improvisieren gelernt.

00:14:21: Und dann ... Ja, ich war wohl gut genug um die Aufnahmeprüfung alle geschafft.

00:14:27: Ich hab mich an mehreren Musikhochschulen beworben und hatte bei allen einen Platz oder fast allen.

00:14:33: Und konnte es mir so ein bisschen aussuchen.

00:14:35: Das war so ... Ich muss dazu sagen, wie gesagt, ich hab ja gerade gesagt, Klub ist eine Kleinstadt.

00:14:39: Ich hatte jetzt wenig Kontakt zu Berufsmusikern.

00:14:44: Mir war das so ein bisschen... Also ich glaube meine Eltern, denen war es ziemlich mulmig im Bauch.

00:14:49: Dass ich das so geil fand und dass er dann wirklich auch studieren wollte.

00:14:52: Und es hat mir natürlich auch Angst gemacht!

00:14:53: Ich hatte...ich war schon unsicher damals.

00:14:55: Aber es war so ein bißchen Karma.

00:14:57: Ich weiß nicht, in jede Musikhochschule reingekommen.

00:15:00: Ich habe damals den Jugend-Jazz-Wettbewerb gewonnen und halt dann ins Boyazo reingegkommen, Bundesjazzorchester.

00:15:08: Und da dachte ich so, ey, ich glaub' ich muss das

00:15:10: probieren.".

00:15:12: Ich hab mir zwei Jahre ausprobiert und guck, was passiert.

00:15:15: Dann ging's los!

00:15:19: Achtung – kurze Werbeunterbrechung.

00:15:21: Das macht eure Milder mehr Welt, sogar mehr wertvoll.

00:15:27: Apply heute und fliege weg mit einem attraktiven Willkommensbonus.

00:15:49: starten von ca.

00:15:49: eineinhalb Kilometer nach Qualifying-Akkountaktivität.

00:15:53: Von ungewöhnlichen Gehörungen bis zu intercontinental Journals regieren diese Milders für Flächen und Upgrades durch die Lufttanzergruppe und Star Alliance Netzwerke.

00:16:02: Befügt jemand mit euch, als du ein Kompagnant-Ticket bekommst, nach jeder Anwärtsversorgung.

00:16:13: Schau dein Karton an und seht

00:16:15: das Welt!

00:16:17: Wann wusstest du, jetzt kann ich dahin wo Sonny Rollins herkommt?

00:16:22: Jetzt kann ich nach Amerika gehen.

00:16:25: Für mich war... Ich bin zum ersten Mal noch in New York gekommen, im Jahr two thousand six glaube ich zu Besuch und für mich war das eine Stadt und es klingt ein Paradox weil hier natürlich über acht Millionen Menschen fest leben.

00:16:37: Der Mount Everest war für mich New York, das geht nicht.

00:16:42: Man kann auch in New York nicht wohnen und es ist unmöglich.

00:16:47: Für mich waren diese Förderstrukturen sehr hilfreich.

00:16:51: Ich habe andere Musiker gesehen, die nach New York gegangen sind.

00:16:56: Die deutschen Musiker, die aus New York zurück kamen, das waren ein bisschen die Helden.

00:17:02: Es gab Stipendien mit denen man nicht studieren konnte.

00:17:04: Ich dachte, das ist eine Avenue, da kann ich das mal probieren.

00:17:08: Ich habe auch eine Zeit lang in Spanien gewohnt und bin dann zurück nach Berlin.

00:17:11: Und genau, hat dann so ein Full-Bytes-Dependium bekommen und bin damit an die New York University gekommen um den Master zu machen.

00:17:17: Ich hab gesagt ich mache das in Jahren geht wieder zurück.

00:17:19: Ich hatte ja auch meine Band schon losging mit meinen ersten Turnieren gespielt in Europa.

00:17:24: Das wollte ich zu dem Zeitpunkt gar nicht aufgeben und dachte aber ich will diese New York Experience haben.

00:17:31: Dann war ich hier und an der NYU habe ich einen kleinen Unterrichtsjob bekommen als so Adjunct Faculty ziemlich schnell.

00:17:38: Und es war so ein bisschen eine Möglichkeit, um dann noch etwas zuzuverdehnen und woher ich hier noch ein zweites Jahr bin.

00:17:45: Dann bin ich hiergeblieben irgendwie schon primär wegen der Musik... Ja?

00:17:51: Und

00:17:52: heute bist du der Held der Deutsche Dämonat.

00:17:55: Ich würde nicht sagen, dass er

00:17:56: das Professor ist!

00:17:58: Also Held ist glaube ich ein bisschen zu viel gesagt aber ja also ich schätze mich total glücklich.

00:18:06: Also wenn ich, auf dem Weg hierher hab' ich nochmal so ein bisschen auch Revue passieren lassen und ich weiß noch als ich jetzt so, ich sag es mal, sechzehn und siebzehn war mein großer Wunsch war es in einer Band zu spielen.

00:18:17: Das war mein absoluter Wunscht!

00:18:19: Das war... das war mein Endziel.

00:18:21: Ich wollte nur an der Band spielen Und wenn ich so jetzt zurückkomme was passiert ist und dass ich halt dieses geschafft habe mit meiner absoluten Passion davonzuleben also da meinen Leben Inhalt zu füllen.

00:18:36: Das ist schon geil, muss ich sagen und da bin ich wirklich darüber.

00:18:42: Was heißt eigentlich Jazz-Professor?

00:18:45: Du bist ja inzwischen nicht mehr an der NYU, sondern an einer anderen Uni, der

00:18:50: Brown University.

00:18:52: Die ist in Providence,

00:18:54: Rhode Island.

00:18:54: Ist auch dein zweites Zuhause.

00:18:58: Ich pendle zwischen New York und Providence.

00:18:59: Providence ist Auto drei Stunden von hier ungefähr.

00:19:04: Wie kommt jemand dem von wo aus?

00:19:05: Aus der City man losfährt.

00:19:07: Aber ja, zwischen drei und vier Stunden... Wahnsinn!

00:19:09: Das wäre ein ganz ins Pendlerleben was du da hast.

00:19:12: Ja Und du bist hier in New York weiterhin weil du hier auftrittst Unterrichtist.

00:19:15: Also meine Musik musikalische Aktivitäten sind in New york.

00:19:19: die Professorin die ich habe ist an der Brown University also ich leite da die Jazz Abteilung.

00:19:24: Was heißt das eigentlich?

00:19:25: Jazz-Professor sein?

00:19:26: Ja

00:19:27: das heißt In meinem Fall dass also die Brown University ist eine einer der ältesten Universität NOSA Und einer dieser Ivy League-Universitäten, also eine Universität mit vielen Ressourcen.

00:19:39: Das ist halt super!

00:19:39: Ich habe kein Ultra viel gestalten dort.

00:19:41: Also ich hab halt einfach Funding um bestimmte Sachen zu machen und andere Leute einzuladen und Projekte zu machen.

00:19:46: Ultra spannender Job.

00:19:48: Wir haben halt ein Musikdepartment und in diesem Musikdepartement gibt es jetzt Professoren für Kompositionen, Musikwissenschafts... Und eine Stelle für Jazz.

00:20:02: und was wir halt anbieten, also eine feste Stelle für jazz.

00:20:06: dann haben wir noch Adjunct Professors.

00:20:09: Was wir halt bieten ist... Also vielleicht die Big Band zum Beispiel?

00:20:12: Dann haben wir ein Ensemble-Programm von acht Ensembles, ich jetzt nicht Unterrichter aber die werden heute unterrichtet und ich mache halt Aufnahmeprüfung am Anfang des Jahres und dann teile ich, schedule ich diese Ensembls und dann auch bietet der Kurse an.

00:20:27: Also ich habe jetzt zum Beispiel dieses Semester nach leitigem Jazz-Kompositionsseminar, nächstes Semestern im Improvisationsseminar.

00:20:35: also solche Sachen mache ich.

00:20:36: Ein ganz kurzer Hinweis von mir!

00:20:40: Wir sind mit wunderbar together jetzt auf Radio.de verfügbar.

00:20:45: Radio.De ist eine kleine feine App um Podcast zu hören, Radiosender zu hören.

00:20:51: Ja, wir nutzen das selbst auch Felix, Katalina und ich.

00:20:53: Wir würden uns natürlich freuen wenn ihr mal rein hört und unseren Gas weiter empfiehlt.

00:20:58: Viel Spaß damit!

00:20:59: Radio.de.

00:21:02: Wie geht eigentlich improvisieren?

00:21:04: Also wenn man sich mit dir beschäftigt dann stößt man schnell auf deine Selbstbeschreibung in der das Wort Improvisation eine riesige Rolle spielt.

00:21:11: Ich hatte gerade die große Ehre den Luxus des Vergnügen dich spielen zu erleben.

00:21:18: Wir haben hier in New York einen Dinner gehostet von unserem Podcast-Gestel, du bist gekommen mit einem Kollegen Noa Bassisten und ihr habt wahnsinniges Musik gemacht.

00:21:25: also die Leute sind in diesen Raum reinkommen.

00:21:27: ich habe bei manchen erlebt was mit denen passiert ist.

00:21:30: kamen dich die Tür vor diesem Loft und dann waren sie in eurem Sound und das gesehen die Augen und die Gehirne gingen so auf und waren so wow!

00:21:39: Das ist etwas du schaffst mit deinem Instrument und Du hast wahnsinnig viel auch an dem Abend improvisiert.

00:21:47: Du hattest keinen Notensteller, gar nix.

00:21:48: Ihr habt einfach ... Ja also aus meiner Sicht drauf losgespielt!

00:21:51: Aber was ist das eigentlich improvisieren?

00:21:53: Und es ist auch so.

00:21:55: für mich ist das sowas von nicht-deutsch... Also ich hab immer ... Was mir Deutschland verbindet, ist Organisation, Koordination, Logistik, Planung, was passiert heute?

00:22:06: okay, was passieren nächste Monat und so weiter.

00:22:09: Jazz und alles was mit improvisierend zu tun hat, ist für mich eher ... Das Gegenteil.

00:22:13: aber vielleicht stimmt

00:22:13: das ... Ja, also pass mal auf.

00:22:14: Also das erste Mal Wir U-Pros sind alle.

00:22:17: Wir übrigen gerade, wir sprechen gerade und haben ein freies Gespräch miteinander.

00:22:21: Das ist Opposition, jeder improvisiert!

00:22:24: Und es ist ein bisschen ähnlich eigentlich.

00:22:25: Also wir haben einen Vokabular unserer Sprache, wir wissen wie man Sätze konstruiert und wir haben eine Conversation, eine Unterhaltung.

00:22:35: Allein das ist Improvisation.

00:22:36: also alle Menschen auf der Erde improvisieren.

00:22:39: Jede kreative Lösung hat oder viele kreativen Lösungen haben irgendeine Art und Weise von dem Improsationsprozess inne.

00:22:46: auf die Musik jetzt geguckt, du hast schon recht.

00:22:48: Also wenn du jetzt so das deutsche Kultur gut dir anguckst und die große klassische Musik da, die Kunstmusik... Da wurde auch lange imposiert aber es hat sich ein Werkkonzept durchgesetzt wo halt die Kompositionen vorgefertigt wurden also wo die musikalischen Entscheidungen im Vorfeld vom Spielen getroffen werden oder zumindest der Großteil, also welchen Notmann spielt zum Beispiel?

00:23:14: Welche Formen folgt uns auf.

00:23:16: Da hast du schon recht!

00:23:17: Das ist das was man vielleicht auch mit Deutschland verbindet und es ja auch eine große Errung schafft.

00:23:20: Also die Musik, die da entstanden ist wenn du jetzt von Bach bis Beethoven und Stockhausen denkst oder so.

00:23:26: Was wir hier zum Beispiel bei diesem Event gemacht haben... Es gibt eine Common...

00:23:33: Ein

00:23:36: gemeinsames Rapporteur unter Jazzmusikern Wenn du zum Beispiel Jazz lernst oder wenn du dir Jazzplatten anhörst, der klassische Jazz in Anführungsstrichen hat so genannte Standards.

00:23:53: Das sind witzigerweise Broadway-Tunes aus den vierziger Jahren auch früher Filmmusik weil das damals die Pop Songs waren und die afroamerikanische Jazz Musiker genommen haben kreativ weiterentwickelt haben.

00:24:07: Und es ist witzigerweise, paradoxerweise eigentlich immer noch so dass diese Songs zu diesem Standardreporter gehören.

00:24:13: Das heißt als ich damit know ankam und ich gesagt habe mir gesagt was wird zu spielen?

00:24:17: Skylark?

00:24:18: okay cool!

00:24:18: Lass uns Skylarks spielen all the things you are.

00:24:20: Okay lass uns das spielen.

00:24:21: Das sind alte Songs über die über ihre Struktur wir dann improvisieren.

00:24:25: Und das improvisieren... Ich hab eben schon gesagt auch eine Sache die man lernen kann.

00:24:30: Es ist so ein bisschen wie mit einem Sprachschatz Du baust den Sprach-Schatz auf Aus dem du Bausteine nehmen kannst.

00:24:37: Heißt aber auch, wenn du mit deinem Sex von irgendwo auf der Welt in eine Jazz-Kneipe reingehst ist die Wahrscheinlichkeit dass ihr zusammen was machen könnt bei hundert Prozent?

00:24:47: Ja zum Beispiel ich war vor zwei drei Monaten war ich in Cairo auf dem Jazz Festival hab ne After All Jam Session mit ägyptischen Musikern gespielt und haben sofort Musik gemacht.

00:24:54: Ich habe...ich war in Kambodscha, hab ein Projekt gemacht, sofort zusammengespielt.

00:24:59: Und das ist das geil bei improvisieren.

00:25:01: Du brauchst halt, du kannst dich ziemlich schnell irgendwo draufsetzen.

00:25:04: Es gibt halt so'n So ein Basisding.

00:25:06: Und die eine Sache, die vielleicht auch wichtig ist zu erwähnen... Also Jazzmusiker sein?

00:25:12: Ist ne Praxis!

00:25:15: Es gibt ne Szene und es ist halt dann echtes Community-Ding.

00:25:18: Das ist ne Sache, das ich wirklich vor allem hier gelernt habe in New York.

00:25:21: Also es gibt ne Community-Sache.

00:25:23: Wir treffen uns oft hinter verschlossenen Türen um halt zu spielen, um diese Praxis zu pflegen.

00:25:29: wir kommen zusammen.

00:25:31: Ihr habt ja auch Kinder Ich auch zwei Ihr Bobos habt ihr wahrscheinlich auch wie eure Kinder spielen.

00:25:38: Es ist eigentlich die Fortsetzung vom kindlichen Spielen, also wir treffen uns für Playdates und wir spielen!

00:25:47: Und das ist... und Kinder lernen dabei und lernen ja auch ihre Vorstellungskraft, ihre Imagination zu schärfen und zu entwickeln.

00:25:55: Das ist quasi die Adult Version davon.

00:25:59: Wow aber wie geht es dann?

00:26:02: Also sagt jemand eine Akkordfolge oder...?

00:26:05: Genau, also... Habt

00:26:05: man da Noten dabei?

00:26:06: Zum Spielen?

00:26:07: Sowohl

00:26:07: als auch.

00:26:08: Also wenn ich jetzt zum Beispiel meine eigenen Kumpel sitze... Das spielt nicht!

00:26:10: Genau, es ist oft so das... Ziemlich oft lassen wir uns mal mit einem Standard beginnen um uns irgendwie alle kennenzulernen oder erstmal reinzufinden und dann spielen wir eine dieser Türens die ich gerade genannt habe.

00:26:24: Und dann ist ganz oft so hey hat jemand Musik mitgebracht?

00:26:27: ja hier ich hab was mitgebracht daran arbeite ich grade wollte dir das ausprobieren Das könnte irgendwie gerade cool klingen.

00:26:33: und dann kriegst du einen Noten.

00:26:38: Eine Sache, die ziemlich typisch ist, das nennt man Leadsheet.

00:26:41: Du hast halt eine Melodie, da steht da irgendeine Art von Grufbezeichnungen, also kannst du zum Beispiel sagen Medium Swing oder was es sich fängt, Grufe oder was sie sich und Akkorde dazu.

00:26:53: Und die Akkord, das ist ja im Endeffekt ne Short.

00:26:56: Hand, für eine harmonische Information und jeder der das jetzt gelernt hat oder sich angeeignet hat weiß dann dass bei einem G-Sieben Akkord zum Beispiel diese bestimmte Noten in den bestimmten Kontext.

00:27:10: Der Kontext ist auch mal wichtig da drin sind und weiß halt die Option.

00:27:14: Und dann muss man natürlich sein Gehör über die Jahre so gut entwickeln, dass man auch spontan mitbekommt wenn halt jemand was ändert und darauf zu regieren.

00:27:23: Also das ist ja ne Sache.

00:27:25: Ja, man

00:27:27: muss gut zuhören.

00:27:30: Das ist das Outlaw.

00:27:31: Also Jazz nochmal auf deine Anfangsbeschreibung zurück Ist auch eine weltweit gesprochene Sprache.

00:27:39: Es ist ein Spiel Ein Erwachsensspiel Und es ist ein Active Listening also ein aktives Zuhören aufeinander hören Dass es dann wahrscheinlich erst richtig gut macht Die Bands, die man glaube ich als zuhörender Mensch besonders toll findet sind ja die, die immer gemeinsam auf was landen.

00:28:03: Aber dann auch wieder total abheben und...

00:28:06: Genau!

00:28:06: Also ohne das Ohr geht gar nichts.

00:28:09: Das ist wirklich... Und das war auch für jemand der jetzt also.. Ich habe ja auch in Deutschland angefangen mit Unterricht und ich hatte als allererstes einen zweitlichen Klarnetisten-Lehrer und ich bin dem Senk sehr dankbar.

00:28:23: Ich hab da sehr viel gelernt.

00:28:24: aber vor allem Also ich bin ein sehr guter Leser, würde ich mal so sagen.

00:28:28: Ich kann ziemlich schnell sehr gut vom Blatt lesen aber das Gehör war... Das habe ich erst später angefangen zu schulen und da war ich lange echt hinterher und es war eine Riesenakt!

00:28:40: Und weil in die europäische Musik aufs Notenlesen fixiert ist, also zum Beispiel... Es ist wie du lernst vorlesen aus einem Buch und bist so riech... dich gut beim Vorlesen.

00:28:56: Und dann kommst du nach New York und triffst Cats, die in der Black Baptist Church groß geworden ... Die teilweise gar nicht so gut Not lesen können?

00:29:05: Obwohl das ist ein Stil, das stimmt auch nicht unbedingt.

00:29:08: Aber es ist halt so... Die angefangen haben über's Gehör zu lernen.

00:29:11: Es ist eine komplett andere Geschichte.

00:29:13: Da denkst du, da muss ich schon warm anziehen wenn du mit solchen Cats auf der Bühne stehst.

00:29:17: Mit Cats meinst du jetzt...?

00:29:18: Ah sorry!

00:29:18: Das ist ein Slankturm, den wir benutzen also.

00:29:20: Slanktturm

00:29:21: für Chess

00:29:23: Krasse Jazz Katze.

00:29:26: Bist du auch eine Jazz Katz?

00:29:30: Ich arbeite dran, ich hoffe mittlerweile ein Cat zu sein!

00:29:33: Aber das ist ja genau das was wenn ich jetzt als sozusagen Amateur darauf gucke zwischen Deutschland und Amerika... Jazz sich anguckt oder überhaupt Musik generell, wie ich sie hier erlebe und in Deutschland lebe.

00:29:47: Und auch als gelernt habe in Deutschland mit einem Instrument unglaublich in Deutschland auf das Notenblatt die Struktur lernen und lesen.

00:29:57: Dann gehst du hier irgendwo hin und siehst hey!

00:30:00: Die haben das alles gar nicht, die brauchen es gar nicht.

00:30:02: Die haben den völlig anders gelernt und es klingt aber irgendwie besser.

00:30:06: Und vor allem hab' ich oft das Gefühl... Das macht denen ein bisschen mehr Spaß Als immer nur zu sagen, okay.

00:30:13: Wann muss ich rumblättern?

00:30:14: Wo ist die nächste Pause?

00:30:17: Ich hab das immer als was wahnsinnig Strenges erlebt in Deutschland Musikzumachen mit meinen Lehrern oder Lehrern auch.

00:30:23: Das war immer super ernst und es war sehr akademisch Und es gab diese Regeln.

00:30:28: und hier habe ich das eher als was kennengelernt Was total frei ist und virtuos und Spaß macht und irgendwie aus dem Bauch kommt.

00:30:35: und ich habe nie verstanden

00:30:37: ob das

00:30:39: Also welche Seite sozusagen Recht hat, will ich mir vielleicht zu sagen?

00:30:44: Er ist eine unterschiedliche Tradition und erst mal muss ich sagen es gibt beides in beiden Ländern.

00:30:48: Es gibt ja auch ne große klassische Musikkultur hier in USA.

00:30:51: Das sind ja unfassbare Orchester- und unfassbarer Solisten die auch diese Art von europäischstämmiger Musiktradition gelernt haben.

00:30:59: Und du hast auch in Deutschland seine eigene Jazzgeschichte Also vor allem ab den so sechziger, siebziger Jahren gehen.

00:31:09: Das ist wirklich los mit einer eigenen Evolution im Jazz?

00:31:14: Du hast natürlich... du gibt es auch in Deutschland aber du hast schon ein bisschen Recht!

00:31:18: Es ist eine andere, es ist anders in der Kultur hier verankert und ich meine, es kommt dir her.

00:31:25: Und das Niveau in New York ist schon... das muss ich wirklich sagen, dass gibt's auch nur hier irgendwie.

00:31:35: Ja, also

00:31:36: mir ist das auch begegnet als ich hierhergezogen bin vor inzwischen meine Güte.

00:31:40: Dreizehn plus Jahren.

00:31:43: Ich hatte meine Trompete mit dabei schon als ich rüber gezogen bin weil ich gehofft habe ich könnte hier vielleicht irgendwie was tun damit.

00:31:49: und dann bin ich in einen Instrumentenladen gegangen hier in Manhattan und hab gesagt hey ich spiele Trompette und so habt ihr vielleicht Tipps wo ich irgendwie Anschluss finden kann?

00:32:01: Und dann haben die gesagt ja klar Da gehst du in so einen Club, der heißt Smalls.

00:32:06: Der

00:32:06: ist unten im Keller und dann gehst Du zur Zeit Traupete mit

00:32:11: um halb zwei Uhr morgens.

00:32:12: Mach's

00:32:12: einfach mit!

00:32:14: Und dann bin ich da hingegangen.

00:32:15: Ich hab Gott sei Dank meinen Instrumenten nicht mitgenommen weil hätte ich mich glaube ich noch mehr... ...ich wäre glaube ich auch noch mehr im Boden versunken.

00:32:22: Und ich kam darunter und habe diese Leute gesehen auf der Bühne und dachte nur ja das sind ja Götter.

00:32:31: Das hat mir dem was ich mache

00:32:33: nichts

00:32:33: zu tun.

00:32:34: Und ich habe mich dann hinsetzen zugehört und war so völlig in Ord, und jetzt habe ich mir irgendwie fast geschämt dafür dass sich die Idee hatte damit zu spielen.

00:32:42: In dem Moment als ich darüber nachdenke steht jemand neben mir auf, wie ich nie vergessen, hat sein Instrument in der Hand und fängt an gegen den auf der Bühne zu improvisieren.

00:32:53: Ich glaube es waren auch zwei Saxophonisten.

00:32:54: also einer stand auf der bühne gespielt, der andere stand neben mir rein gespielt war noch besser und hat den anderen quasi von der Büne runtergespielt, so habe ich zumindest das hören erlebt.

00:33:04: Ich saß wirklich nur da und dachte wie in aller Welt soll ich jemals?

00:33:08: Und wie konnte dieser Menschen diesen Musikladen denken dass sich so virtuos wäre?

00:33:12: und ja du hast schon gelacht als ich den Namen des Clubs gesagt hab also wo bin ich da rein geraten ist

00:33:18: schon das ist einer der legendären Clubs hier oder diese Sessiones berühmt.

00:33:21: also Du hast halt es gibt öffentliche Jam Sessions und nicht öffentliche und ich habe früher auch viele dieser öffentlichen gespielt.

00:33:28: Das stresst mich auch, also ich bin da jetzt nicht so gerne muss ich sagen.

00:33:32: Ich treffe mich gerne mit meinen Freunden und auch gerne mit neuen Leuten irgendwie zu Hause und das ist...das was du gerade beschrieben hast, dass es eine sogenannte Battle hat ja auch ne Tradition.

00:33:44: Also gar früher wirklich diese tenor saxophone Battles zwischen Lester Young und Komen Hawkins zum Beispiel oder berühmten Leuten und das war wirklich auch so ein Cutting-Edging und das sieht aus amerikanisch dieser Individualismus und dieser Exceptionalism schon amerikanisch auf eine Art und Weise.

00:34:01: Es ist natürlich auch, also ich bin jetzt gegeneinander Musik zu machen, mich kein Fan vorhanden und ich mache lieber miteinander Musik.

00:34:09: Und das ist schon... Also da muss man sich hinstellen und dann kann man echt ganz schön was lernen.

00:34:15: aber es ist auch... Da kann man ganz schön abkacken!

00:34:20: Ich bin auch schon ein paar mal ganz schön abgekackt.

00:34:22: Weißt du was?

00:34:23: Naja

00:34:23: irgendwie dass man das Gefühl hat okay ich habe gerade richtig Scheiße gespielt oder ich hab's so wenig hingekriegt.

00:34:27: das ist dann so ein bisschen Lerngeld, was man irgendwie zahlen muss.

00:34:29: Das gibt es aber bei dieser G-Jab Station gibt es in Berlin zum Beispiel auch, ne?

00:34:33: Okay!

00:34:35: Und sind die genau... Sind sie von der Qualität her würdest du sagen?

00:34:38: Ah,

00:34:38: schon anders als zum Beispiel Smalls.

00:34:39: Ich meine im Smalls da gibt's ja natürlich alles also jetzt nicht jeder Geil, der da spielt irgendwie.

00:34:45: Das ist ja logisch.

00:34:47: ich habe hier die provokante Frage an dich mitgebracht Können die Deutschen überhaupt CS?

00:34:52: Doch können Sie schon?

00:34:53: Also ich glaube dass ich gib mittlerweile überall auf der Welt Und nicht nur in Europa und in USA auch auf anderen Orten gibt es einfach wirklich lokale Szenen, wo es super Musiker gibt.

00:35:04: Das ist keine Frage.

00:35:05: Ja das würde ich schon sagen aber es gibt schon so kulturelle Eigenarten oder so Ideosyncrasies.

00:35:13: also es gibt ja schon so lokale Szene glaube ich wo verschiedene Sachen irgendwie wertgeschätzt werden und Deutschland hat schon... Ich finde schon dass es irgendwie sondern Es gab immer eine Verbindung zu dieser Art von Kunstmusik.

00:35:28: Also ich habe so wie ich aufgewachsen bin, hab' ich gelernt es gibt Kunstmusik und es gibt Unterhaltungsmusik.

00:35:34: Und Jazz hat es geschafft den zweiten Rang muss man sagen neben der klassischen Musik diesen Kunstmusikkarakter zu oder diese Siegel zu bekommen.

00:35:43: das ist aber übrigens das war eine amerikanische, ein amerikanischer Push.

00:35:47: also auch das hatte ja damit zu tun dass Afroamerikanische Musik einen anderen niedrigeren Stellenwert hatte als klassische Musik und es hat sich das hart erkämpft, hier zum Beispiel in die Academy aufgenommen zu werden.

00:36:02: Dass man überhaupt Jazz unterrichten kann oder Jazz lernen kann an der Uni – das war ein langer Kampf!

00:36:07: Und es ist ja erst auch sehr neu dass zum Beispiel Hip-Hop man, dass man Hip Hop lernen kann.

00:36:12: Das waren ähnlicher Battle irgendwie ne?

00:36:14: Aber ich habe schon gelernt, vor allem durch meine Zeit hier in New York Dieses Bild der Kunstmusik ist zum Teil Bullshit, weil das ist einfach... Ich finde es eine Community-Music.

00:36:27: Und ich finde dass das halt wichtig.

00:36:29: und je mehr die Länge ich das mache will ich weg von diesen irgendwie Serial Constructions über Musik sondern ich will das... Das kommt aus einer Community irgendwie und kann auch gerne funktional sein.

00:36:44: also dieses so Art for Art's Sakes cool und hat da auch seine Berechtigung wo nicht die einzige Art über Musik und Kunst nachzudenken.

00:36:55: Wenn du auf der Bühne stehst als Teil von einer Kombo, gibt es ja so eine Art Standard-Besetzung oder?

00:37:02: Ja, kann man

00:37:03: sagen.

00:37:05: Und dann bist du da, Saxophonist und dann gibts vielleicht noch Sänger pro Saune.

00:37:10: Genau, kommt auch an.

00:37:11: Also gibt es verschiedene... So ein typisches Quartettwert zum Beispiel genau.

00:37:15: Als Saxophonyst wäre Saxophonen, Schlagzeug, Bassgitarre Klavier, also ein Alkordinstrument.

00:37:22: Klavier oder Gitarre oder im Moment auch viel synthesizer Spieler und dann einen oder zwei Hörner.

00:37:30: Also jetzt zum Beispiel Saxophon und Trobete.

00:37:33: Was davon ist eigentlich am wichtigsten?

00:37:35: Alle!

00:37:39: Stimmt alle sind wichtig.

00:37:40: Du kannst nicht... Das ist ja so ein Beispiel wo du denkst der Bassstopp ist da.

00:37:46: Weil die Bassisten stehen halt auf dem Vordergrund Aber es ist schon so, dass der oder die Bassistin... Also man würde es merken wenn ihr nicht mehr da seid.

00:37:56: In dem jetzt spezifischen Ensemble.

00:37:58: Das ist genauso wichtig!

00:38:00: Du hast ja gerade über dein Leben in New York gesprochen und als ich dich zum ersten Mal getroffen habe wir kennen uns hier schon ein paar Jahre und ich bin so froh das dieser Podcast endlich zustande kommt weil ich das so krass finde als Musiker- oder Musikerin in New york zu überleben.

00:38:16: also ich find' das einfach bis heute in Rätsel wie und warum das so viele schaffen.

00:38:22: Klar, einen Grund sieht man dann wenn man im Jazzclub geht.

00:38:26: die Leute die es schaffen sind wahnsinnig gut gehören zu den besten an den Orten wo sie herkommen sowie du.

00:38:30: aber es muss ja auch... Es muss ja trotzdem irgendwie die Miete bezahlt werden und diese Gigs müssen reinkommen.

00:38:37: gibt es

00:38:39: Auftritte hier New York auf die du besonders stolz bist?

00:38:43: Wo du sagst das war... Das waren so Momente da denke ich jetzt ... noch gerne zurück, auch wenn es schon lange her ist.

00:38:50: Und gibt's aber auch, wo du sagst... Boah Alter!

00:38:52: Also, wenn ich nicht mal eine Miete hätte zahlen müssen auf gar keinen Fall hätt' ich das gemacht.

00:38:58: Aber ich musste.

00:38:59: Ja also die Konzerte, auf die ich am stolzesten bin sind nicht die Konzerte, wo ich am meisten Geld verdiene habe.

00:39:07: Es ist schon so, du hast komplett recht natürlich.

00:39:08: Es is ne harte Stadt.

00:39:11: Ist einer der teuersten Städte der Welt glaube ich.

00:39:14: Zumindest fühlt sichs mir so an.

00:39:17: sehr schwierig als Künstler hier zu überleben.

00:39:22: Aber jeder, der hier ist oder die meisten, die herkommen, als Musiker innen sind, kommt mit einer Mission.

00:39:29: Also merkt ihr schon es wird halt... Die meinen Serious Business und dieser Drive ist was auch anstecken, warum alle hier hinkommen und dann teilweise auch wieder gehen.

00:39:42: Man kriegt einen Arschtritt.

00:39:43: das ist einfach so.

00:39:45: aber weißt du Das, was wir machen ist eigentlich in der Essenz komplett losgelöst vom Ökonomischen.

00:39:54: Also du machst mit... In den allerwenigsten Fällen, mit dem genau was du machst als künstlerische Visionen, was du am oft kein Geld oder wenig Geld oder musst sogar Geld reinstecken und das wird halt kombiniert mit irgendeiner Art, das möglich zu machen und es kann musikalisch sein.

00:40:11: also es gibt Leute die Wedding-Bands spielen oder die viel Events.

00:40:16: Was ist das?

00:40:16: Ich spiele die Unterrichten so wie in meinem Falle.

00:40:19: Also ich habe ja einen Unterrichtsjob zum Beispiel und also diese, es ist ganz normal für eine Musiker oder eine Musikerin so eine Art Day Job zu haben und das kann... Und es ist halt auch

00:40:34: z.B.,

00:40:34: in Deutschland ist es so.

00:40:35: In Deutschland ist das teilweise auch so, also gibt viele die unterrichten aber es gibt halt eine andere Förderstruktur und auch ein bisschen so'n ... Ich sage das jetzt auch mal Man ist nicht richtig künstler, wenn man nicht damit auch sein Geld verdient.

00:40:49: Wo man auch gleichzeitig sagen muss ja ich spiele die ganze Zeit in Clubs, die halt irgendwie staatlich gefördert werden.

00:40:54: Also es ist nicht so dass ihr Tickets verkauft und das ist ja auch richtig aber es ist irgendwie... Ich weiß noch als ich fertig war mit meinem Studium habe ich für eine zeitlang einen Job angenommen.

00:41:05: Ich hab in einem Musikindustrie-Startup gearbeitet was übrigens rückblickend auch voll coole Erfahrung war.

00:41:12: Aber ich weiß noch, ich bin irgendwann in Deutschland und hatte es sich rumgesprochen.

00:41:15: So ey Timo sag mal!

00:41:16: Ich hab gehört du arbeitest im Callcenter so ein bisschen stille postmäßig was komplett anders bei rausgekommen.

00:41:22: aber das war halt so ein bissel so... Timo hat einen Dayjob der hat's nicht geschafft Und das ist natürlich totaler Bullshit Dass du halt irgendwie natürlich musst.

00:41:32: Wenn halt deine Miete zweitausend zweihundert Dollar am Montag ist, dann kannst du halt nicht von hundert Dollar Geeks abends überleben um die Miete zu zahlen.

00:41:39: Du musst halt irgendwas machen.

00:41:40: und es gibt dann Leute, die haben irgendwie einen Videographer Business nebenbei aufgezogen oder haben irgendwie neben Spotify Playlists auf.

00:41:49: Teilweise auch unter anderem Namen habe ich einige Freunde jetzt machen.

00:41:52: Ah so, so elevator Music?

00:41:56: Genau,

00:41:56: Easy Listening Music wird ja sicherlich bald Ersetzt werden durch AI oder ist teilweise auch schon.

00:42:02: Dann unter anderem Namen, weil du willst nicht dass dein kostbares

00:42:05: Jazz-Brand

00:42:09: mit Fahrstuhl-Doodlei geht?

00:42:10: Genau.

00:42:12: Und ja also die ich sage jetzt mal so die finanzielle Realität in New York ist eine sehr harsche und sehr harte.

00:42:20: Eine harte Realität und die muss man natürlich irgendwie hinkriegen.

00:42:24: Und ob das jetzt mit deiner Musik ist oder irgendwie irgendwie verbunden ist damit.

00:42:31: Also viele meiner Freunde und KollegInnen haben ganz verschiedene Lösungen dafür gefunden, die, die ich kenne, irgendwie schaffen es alle.

00:42:42: Aber man muss jetzt Jazzmusiker oder Jazz-Musikerin so werden.

00:42:47: aus einem finanziellen Grund ist also wenn man sagt Ich will damit Geld verdienen das natürlich kompletter Wahnsinn!

00:42:53: Da muss man schon wissen

00:42:56: Noch mal zu deinen Auftritten zurück.

00:42:58: Also, Auftritte wo du gedacht hast wow that's why I'm doing this.

00:43:05: what's in a lifetime?

00:43:06: Genau also da gibt es ein paar.

00:43:07: ich habe zum Beispiel einmal mit Branford Marcellus im Village Vanguard gespielt.

00:43:11: Village Vanguard ist der legendärste Jazzklub hier in das City und ich hab den auf einem Festival, ich hab in high E.T.

00:43:17: auf dem Jazzfestival gespielt.

00:43:18: Ich hatte zwar eine Tour Panama Jazzfestivals Dominika Rannisch-Ropolik und High E. Und da hatte ich eine Double Bill, also wir haben zwei Bands in einem Abend mit dem Brentford-Mercellus Quartet und danach hingen wir so zwei Abende zusammen an der Bar.

00:43:33: Und dann hat er mich ... man nennt das ein Sit In als Set In on his set...in HIT schon?

00:43:39: Dann hat er irgendwie ein paar Monate später im Vanguard gespielt und ich hatte ihn glaube ich geschrieben weil ich hatte so ein bisschen gehofft dass es mir eine Freikarte gibt und dann hat der gesagt ja willst du einen Set mitspielen?

00:43:48: und habe ich halt mit meinen heroes absoluten Heroes gespielt Und so was kam ein paar Mal.

00:43:53: Also ich habe einen Blue-Nord gespielt mit ein paar Heroes, Kenny Warner Ich spiele nächsten Monat in Carnegie Hall.

00:44:00: Das ist natürlich auch so ein bisschen.

00:44:01: ein Milestone ist Ein Duke Ellington Konzert.

00:44:05: Ja also es gibt schon so und ganz oft sind's halt auch so Kombinationen mit irgendwie Musiker oder Musikerin die ich halt super toll finde und mit denen mal dann zu spielen.

00:44:15: Oder wenn man eine Musiker spielt der auf einer meiner Lieblingsplatten war das ist dann schon so ein Highlight.

00:44:20: Das ist wirklich...das sind Sachen die hier passieren.

00:44:23: Das erinnert mich gerade an Franz Wagner, NBA-Spieler der gesagt hat.

00:44:26: Wenn du einmal mit Libron James auf dem Platz bist das ist eine völlig andere Erfahrung als wenn der in deinem Team ist.

00:44:34: also alles was du an Basketball vorher erlebt hast weil du merkst wie jemand der einer der besten der Welt spielt und wieder Spiel liest und wieder einfach auch besser ist als alle anderen und wieder den Platz beherrscht.

00:44:46: Wie ist es wenn du Mit einem deiner heroes spielen?

00:44:51: Was ist da anders?

00:44:53: Was war da für dich anders an dem Abend?

00:44:55: Vielleicht kannst du auch noch kurz erzählen, warum Bradford Marshalls für dich der Hero ist oder

00:45:00: was.

00:45:00: Ja das ist einfach eine ... Das ist schon Musiker der Musikgeschichte geschrieben hat, der einfach einen ganz eigenen... Also es ist im Jazz her so, dass das Endziel ist irgendwie deine eigene Stimme zu entwickeln und deine eigene Voice zu formen als Musiker.

00:45:16: Und es ist jemand halt, der so eine ganz eigene Stimmung entwickelt hat.

00:45:19: Ein anderes Beispiel ich hab Auch teilweise in meiner Band hatte ich Jerome Harris.

00:45:24: Das ist der Bassist, der ganz lange mit Sonny Rollins halt meinem Hero gespielt hat und dann halt mit so... Du bist halt so ein Link entfernt von den absoluten Mega-Heroes und dann zu fragen hey wie war das damals on the road?

00:45:38: Und dann halt so Stories zu hören!

00:45:40: Und natürlich auch einfach der Sound und wie die halt spielen.

00:45:43: Ich kann das irgendwie nicht so richtig in Worte fassen muss ich sagen aber das Gefühl, wir jagen hinter dem Gefühl hinterher so ein bisschen.

00:45:50: Das is schon geil.

00:45:51: Gestern Abend habe ich gespielt mit Brad Chapek.

00:45:53: Brad Chapeck hat lange in der Promotion Bank gespielt.

00:45:55: Promotions sind ein anderer Mega-Hero of mine, weißt du?

00:45:58: Und ... Ich kenne den Sound halt von dem Plattenmann!

00:46:00: Das ist halt total geil!

00:46:01: Ein

00:46:02: bisschen bist du Teil davon.

00:46:03: Ja

00:46:03: und auf einmal bist Du halt mit dabei und hast... Man hat natürlich auch jetzt einer kleinen Ebene, ich bin ja kein Megastar oder so.

00:46:11: was es halt einfach da irgendwie teilhaben zu dürfen ist halt geil.

00:46:16: Dann, ich darf mitmachen das ist ein bisschen das Ding.

00:46:20: Ja, es ist auch toll wie du da uns gerade beim Zuhören mitnimmst auf die Bühne.

00:46:25: Weil das ist ja was, was den meisten Menschen im Leben nicht erleben.

00:46:30: Die stehen nie hier auf einer Bühnen und sind Teil von einem Klangkörper.

00:46:33: Das ist ja etwas, was nur wenigen erlaubt ist.

00:46:38: Und du hast es geschafft!

00:46:39: Du bist Teil des Klangs, den du als Teenager auf der ersten

00:46:44: CD

00:46:45: gehört hast.

00:46:48: Also wie gesagt, mein Ziel war es damals in der Band zu spielen.

00:46:51: Und jetzt spiele ich halt... In vielen Bands!

00:46:55: Wie viele Bands eigentlich?

00:46:56: Keine Ahnung.

00:46:57: Es sind ganz viele verschiedene Konstellationen.

00:47:02: Ich habe ja lange meine Band unter meinem Namen.

00:47:04: Ich hab sie Fly Magic genannt und das ist so mein längstes Projekt.

00:47:08: Kann ich ein bisschen Musik zeigen?

00:47:09: gleich.

00:47:10: Fly Magic, dass ist so meinen Baby eigentlich.

00:47:13: Und dann spiel ich seit mehreren Jahren mit einem Einmal in anderen Heroes zusammen, Theo Blackman.

00:47:20: Das ist einer deutscher übrigens auch der Ende der achtziger Jahre nach New York gezogen ist und eine wahnsinns Karriere und vor allem ein ganz eigenes Ding irgendwie entwickelt hat.

00:47:33: mit dem spiel ich viel und wir gehen jetzt auf Tour.

00:47:36: diesen Monat sind wir in Italien Amsterdam Deutschland unterwegs.

00:47:42: dann spiele ich mit dem Thema Wollisch.

00:47:44: das habe ich gestern gespielt Das ist der Band-Leder, das sind wir jetzt dann im Mai in Asien unterwegs.

00:47:52: Ja, verschiedene Ensembles...

00:47:55: Mir ist gerade zu dem Thema eingefallen Til Brunner natürlich als trumpetenspielender Mensch.

00:48:02: Er war ja im weißen Haus als er erste deutsche Jazzmusiker, als Obama Präsident war und ist dort aufgetreten.

00:48:10: Es war auch so ein Moment wo ich dachte, war krass

00:48:13: geschafft.

00:48:14: Hat sich die Wunderung auch eine krasse Karriere?

00:48:17: Ich wollte noch mal zu den Auftritten zurück, die du über die du vielleicht nicht so gerne sprichst.

00:48:21: Weil sie zu dir im Gehirn in New York was man meiner Naas sagt ja alter Miete weißt du?

00:48:27: Wollen wir uns

00:48:28: mal mit.

00:48:29: wo hast du überall gespielt wo du heute sagen würdest...

00:48:31: Pass auf nie wieder!

00:48:33: Ich glaube das schlimmste Gegner des Lebens war in einem Desigual Clothing Store wo die die Musik nicht ausmachen konnten und wir wurden in Kleidung bezahlt.

00:48:43: Da war ich ganz frisch auf dem Boot.

00:48:47: Moment!

00:48:49: Also Clomontenladen desiguals, das ist eine Kette ne?

00:48:52: So eine spanische Kette.

00:48:54: Und du bist in einem Laden mit deinem Instrument und spielst da für die Kunden oder was?

00:48:58: Habt ihr für

00:48:58: die Kundenspiel, das war irgendein Event aber die konnten nicht... Was wäre ein großer Store?

00:49:03: Das war irgendwo näher vom Empire State Building, weiß ich noch.

00:49:08: Das ist wirklich lange her.

00:49:08: Aber dann waren wir jetzt in so einer kleine Band Also in so einer Ecke, aber wir haben natürlich nicht den ganzen Laden beschallt und die wollten aber hinten nicht die Musik ausmachen.

00:49:18: Da haben sie halt einfach angelassen.

00:49:21: Also da war es so ...

00:49:23: Kaufhaus oder hier vorne?

00:49:27: Ja also das war wirklich hart!

00:49:29: Dann habe ich eine Zeit lang in einem Spa in Tribeca gespielt mit so einem Flamenco-Gitaristen Die wollten, das fanden irgendwie jeden Freitag oder was auch immer.

00:49:41: Das war nicht mein Steady-Gig!

00:49:42: Das waren vom Kumpel von mir ein Steady Gigg und ich glaube er hatte einen Klarinettisten oder so.

00:49:47: Und wenn der nicht konnte, hat er mich angerufen.

00:49:48: dann kam ich mit einem Sopran saxophon oder Klarinet und habe halt so Backgroundmusik gespielt für die Rich people, die sich da sauniert haben.

00:49:59: Da stelle ich mir ja auch nicht so leicht vor weil es wird ja auch warm.

00:50:03: Ja, ich meine das hat auch... Das war jetzt nicht so, dass es keinen Spaß gemacht habe.

00:50:06: Aber das war schon natürlich jetzt eine Sache.

00:50:08: Es war jetzt kein Konzert oder?

00:50:09: Natürlich!

00:50:09: Das war halt dann rein funktionale Geschichte wo man halt ein paycheck sich abgeholt hat.

00:50:14: Auch ne Erfahrung die man wahrscheinlich nur hier macht, oder?

00:50:17: Also könnte ich mir

00:50:19: jetzt... Schädigigs gibt's überall.

00:50:21: also Ich muss mal überlegen, ich hab bestimmt noch ein paar andere krasse Stories aber..

00:50:25: Ich kann mir irgendwie nicht vorstellen, dass im Stadthagen im Saunaklub Flamenco-Kitarist

00:50:30: Ich glaube, du findest auch kein Flamenco-Guitarist nicht dran.

00:50:34: Aber Shitty Gigs gibt es überall.

00:50:35: Das ist natürlich auch eine interessante Metaphe aufs Leben als Musiker.

00:50:42: Ja, aber hey!

00:50:42: Ist alles cool!

00:50:48: Man hat ja die Situation mal wo man jetzt Backgroundmusik spielt... Freunden da bin.

00:50:55: Ich kann auch gerne für mich spielen oder dann die Funktion bedienen im Abend und das macht mir auch Spaß.

00:51:01: trotzdem, also es ist jetzt... ich liebe es Musik zu machen, ich liebe es mit anderen Leuten Musik zu tun.

00:51:05: und ja

00:51:08: eine Sache, die ich an New York besonders finde, das ist natürlich in jeder Stadt ein bisschen so aber ich finde es hier ganz extrem, es gibt hier einen Day New York und Night New York Und ich finde das Night New York ist noch ein ganz andere Stadt.

00:51:19: eigentlich den anderen Vibes sind auch andere Berufe, andere Szenen, andere Menschen.

00:51:25: Die Leute machen unglaubliches.

00:51:28: Du kannst irgendwie die ganze Welt erleben bei Nacht in New York und mir ist es ein bisschen abhandengekommen dieses nächtliche New York als wir angefangen haben eine Familie zu

00:51:39: sein.

00:51:40: Und jetzt bist du ja als Jazz-Professor bisher irgendwie beides.

00:51:44: Du bist ja im Day ... und im Nightlife unterwegs, aber du hast inzwischen auch Kinder.

00:51:50: Wie machst du das?

00:51:51: Das Klischee-Chassmusik ist ja vor zwei Uhr morgens nicht feierabend

00:51:55: oder was?

00:51:55: Genau!

00:51:56: Also es wird immer schwieriger muss ich wirklich sagen... Und auch Essays ist eine alter Sache da.

00:52:00: Als ich zwanzig war kein Problem irgendwie um vier Uhr aus dem Club rauszukommen und dann um neun Jahr aufzustehen für irgendeine Geschichte.

00:52:09: Das hat sich schon krass verändert.

00:52:12: Ich zähre natürlich auch von meinen von den Anfangsjahren, wo ich das gemacht habe.

00:52:15: Ich hab natürlich viel eine Network aufgebaut und viele Leute, die sich durch dann auch berufliche Relationships entwickelt haben... Und es ist jetzt mal kein zwanzigjähriger Musiker mehr zu sein, ist auch anders!

00:52:36: Aber es ist schon so ... Und das merke ich halt, sobald du nicht mehr rührst.

00:52:40: Sobald Du nicht am Start bist und auf Konzerte gehst und so schläft es sofort ein.

00:52:45: Du musst aktiv sein damit Sachen passieren.

00:52:47: Deshalb bin ich auch.

00:52:49: Ich bin ja deshalb pendelig die ganze Zeit auch.

00:52:51: Meine Familie wohnt jetzt seit kurzem in Providence.

00:52:53: Ich habe sie die ganzezeit anders rumgemacht als wir hier waren.

00:52:56: Ich nach Providence zurück.

00:52:57: Jetzt mache ich es andersrum mit dem Vorteil dass wenn ich New York bin keine Kids habe gerade Und dann kann ich halt auch ein bisschen länger unterwegs sein, aber es ist schon so.

00:53:06: Du musst aktiv sein!

00:53:09: Also die eine Sache, die ich nie werden will, ist jetzt wie du sagst Jazz-Professor den nur unterrichtet.

00:53:15: Ich will im Feld sein, ich will praktizierender Musiker sein und ich will auch mal auf der Bühne fehlen weil wenn ich das nicht tue was soll ich den anderen Leuten beibringen?

00:53:25: Aber wie machst du das denn ganz praktisch gesehen?

00:53:27: Bist du dann am Wochenende in New York und unter der Woche in Rhode Island oder...

00:53:30: Genau, im Moment ist es so dass ich halt für Geeks- und auch Projekte hierher komme.

00:53:35: Weil wir haben unsere Wohnung noch die wir mit vermieten und wo wir den Zimmer halten und fahren zurück.

00:53:40: Ich habe natürlich eine sehr unterstützende Partnerin bei der Geschichte.

00:53:46: Dass wir uns natürlich auch passen.

00:53:47: Sieht

00:53:47: keine Chairs Musikerin.

00:53:48: Nee.

00:53:49: Zum Glück nicht!

00:53:49: Das sage

00:53:51: ich gerne mal bei Christina ja sie ist die mit dem richtigen Job.

00:53:54: Ja genau

00:53:55: So war

00:53:56: das auch bei uns immer.

00:53:57: Natürlich ... Genau, das ist natürlich praktisch.

00:54:02: Viele Sachen gehen einfach nicht mehr, muss man sagen.

00:54:05: Und es ist okay!

00:54:06: Es ist ein anderer Lebensabschnitt jetzt und es ist trotzdem so... Also ich gehe zum Beispiel... Vor der Pandemie war ich sehr viel weg.

00:54:17: Da hatte ich Monate, wo ich jeden Monat in Europa war.

00:54:20: Das hat sich allein schon durch die Pandemie.

00:54:24: Also ich bin nicht mehr so oft auf Tour, ich mach's ausgewählter.

00:54:27: Ich bin jetzt vielleicht zweimal im Halbjahr auch auf Tour und fokussiere das ein bisschen und es ist okay.

00:54:36: Und deine Kinder sind inzwischen wie jung?

00:54:40: Vier-und-eins.

00:54:41: Wow!

00:54:43: Mein Kleiner hat einen Toysaxel vorne, also mal gucken was passiert.

00:54:46: Ja?!

00:54:49: Im Planting the Seat.

00:54:50: End of tough church.

00:54:52: Nein...

00:54:55: Spielst du den vor zu Hause

00:54:57: Weißt du, nicht so viel.

00:54:58: Ich muss das unbedingt mehr machen und wir haben halt auch ... Wir wohnen in einer kleinen Wohnung und ich hab halt ein Office an der Uni.

00:55:06: da steht alles.

00:55:07: Natürlich hat er mich schon spielen sehen aber es ist keine Daily Occurrence und das ist eine Sache die ich eigentlich ein bisschen ändern will.

00:55:12: Ich find das schon cool wenn du damit aufwächst.

00:55:15: Meinst du eigentlich dass du das Sex von diesem Podcast noch rausholen wirst aus dem Koffer?

00:55:19: Klar!

00:55:20: Soll ich mal machen?

00:55:21: Ja mach mal.

00:55:24: Und vor allem hilft den Menschen die zuhören verstehen was du eigentlich da in der Hand hast.

00:55:31: Weil ich finde immer, das Zweite wenn man Sachs von sieht ist erinnert mich immer ein bisschen an Hochhaus.

00:55:36: Es hat irgendwie so eine Fassade mit vielen Streben und Fensterchen und Klappen aber versteht eigentlich nicht so richtig was dahinter steckt.

00:55:47: Ja also ich spiel Tenorsachs von Primär.

00:55:51: Also ne?

00:55:51: Das ist aus der Sachs Von Familie.

00:55:53: das was im Tenorregister angesiedelt ist Find' ich vor allem gut weil das...

00:55:58: ...das ist ja so ein geschwungenes

00:56:01: Das sind die meisten.

00:56:02: Es ist ein geschwungenes Instrument, wo du jetzt gerade ein muntchtronisches Instrument draufgesetzt hast.

00:56:06: Genau!

00:56:07: Es hat einen Blatt und Holzblatt.

00:56:09: Deswegen ist es auch ein Holzplatzinstrument.

00:56:10: komischerweise, obwohl das eigentlich der Großteil aus Messing besteht?

00:56:15: Ich finde mich erinnert das immer so ein bisschen das Chrysler-Building.

00:56:19: Die Mechanik ist halt so aus dem...

00:56:24: Ähnliche Zeit auch.

00:56:26: Ja,

00:56:26: ähnliche zeit irgendwie so.

00:56:27: das ist halt so noch eine ganz alte Mechanik irgendwie.

00:56:29: Ich weiß nicht, ich habe gerade vergessen wie die Architektur

00:56:32: heißt.

00:56:32: Wie die Bogen oben diese Bögen auf dem Crescent Building, diese...

00:56:37: Genau einfach so.

00:56:38: diese müssen wir mal nachkommen.

00:56:40: Klippst dich ein weil das Ding was wiegt?

00:56:46: Man kann das nicht in der Hand halten und dann frei die Finger spielen.

00:56:49: man braucht einen Gurt und es hat einen Trichter, einen Becher Auf englisch heißt es Bell und dann so den Korpus hier.

00:56:58: Und danach hast du halt eine Neck- und das Mundstück.

00:57:00: Das müssen wir wahrscheinlich noch einstellen, dass

00:57:02: du sagst, Tim... Ja, mach mal!

00:57:03: Ich weiß nicht, das musst du wahrscheinlich machen.

00:57:04: Spiel einfach mal.

00:57:57: Timo Vollbrecht live bei.

00:57:59: Wunderbar zu Gärta.

00:57:59: Vielen Dank, Timo!

00:58:00: Dein neues Album ist gerade rausgekommen heißt Bremen New York.

00:58:06: also passt perfekt eigentlich zu uns hier.

00:58:09: warum heißt das Bremen new york?

00:58:10: Ja weil es in Bremen aufgenommen wurde.

00:58:13: ich bin bei dem Bremer label battled records und da war so bin ich geseint Und auch schon lange.

00:58:18: Das ist eine lange Relationship, die ich habe mit denen und das war eine Co-Produktion von Bad Hold Records im Radio Bremen in Bremer Sendeseil einer meiner absoluten Lieblingssäle.

00:58:29: Venues in Europa, ein paar legendäre Alpen dort aufgenommen worden und das ist ehrlich gesagt schon mein erstes Livealbum.

00:58:36: und ich wurde halt gefragt da dieses Projekt zu machen diese Produktion Weil ich halt auch in den vergangenen Jahren vor allem so elektroakustisch unterwegs habe, viel mit so auch Elektronik.

00:58:46: So mich verschmolzen als Sachsfondest also mit auch Gitarre zum Beispiel viel gespielt und so weiter.

00:58:52: Der Saal ist vor allem für einen akustisches Projekt sehr gut weil es einfach super klingt Und das war jetzt ein rein Akustisches Jazz.

00:59:00: Also wirklich ist echtes Jazz Album eigentlich.

00:59:04: Das spiegelt gleichzeitig dieses transatlantische Identität wieder, die ich auch einfach habe.

00:59:10: Weil ich auf beiden Seiten des Atlantiks unterwegs bin und zugegen bin.

00:59:13: Und deswegen heißt es Bremen New York.

00:59:16: Das bist du eigentlich so?

00:59:18: Genau!

00:59:20: Wenn ich dich frage wunderbar together genau das was du gerade gesagt hast diese Zusammensein fällt dir da musikalisch etwas dazu ein.

00:59:29: gibt's für dich eine Song oder eine Tonfolge oder einen Vibe der dieses Gefühl ... rüberbringt für dich?

00:59:40: Ja, also ich würde mal... Es ist eine Tonfolge, das ist ein bisschen schwierig zu sagen.

00:59:44: Aber ich würde einfach sagen es so enkapsuliert so einfach die... Das Band spielt natürlich auch wenn du jeder weißt wir kommen zusammen machen miteinander Musik jeder seine eigene Stimme und aus einer individuelle Ausdrucksweise.

01:00:01: aber im Endeffekt ziehen wir alle an einem Strang und bei aller Individualität ... machen wir einen Gruppensound daraus.

01:00:09: Kann ich gerade schlecht nachmachen, weil hier alleine sitze?

01:00:12: Oder du holst eine Trompete raus!

01:00:15: Ich weiß nicht ob ich mich das traue... Ich habe vor und kurz darüber nachgedacht aber der... Weißt Du, dass es so... Das ist wie wenn Du als Amateurboxer mit Joe Lewis in den Ring gießen sagst Lass mal zusammen, was wir machen.

01:00:31: Gute Nacht!

01:00:31: Das ist

01:00:32: in Intimidating und ich finde auch deinen Sound so besonders... Ich habe mich gerade auch gefragt kann, sagst du vorhin eigentlich überhaupt nicht nett oder cool-rauchig klingen?

01:00:42: Geht das

01:00:42: überhaupt?

01:00:43: Ja klar, man kann ganz verschiedene Sounds... Also gibt es verschiedene Leute mit verschiedenen Sounds.

01:00:51: Es

01:00:51: kann auch bedrohlich klingen oder unschön.

01:00:57: Also ich hab jetzt zwei Alben, die ich vielleicht noch wovon ich der Kurs erzählen kann.

01:01:01: Einen Alben ist.

01:01:02: mein Vorletztes heißt Givers and Takers und das hat so ein bisschen auch dieses ... wo du sagst wunderbar together.

01:01:09: Das hat das als Konzept zur Grunde, dass wir halt irgendwie geben und nehmen und einfach im Endeffekt, dass es die Musik eine Community-Musicer ist und wie ihr halt ... ja Gott!

01:01:23: Wie sagen wir's auf Deutsch?

01:01:23: Aber wir fuelen quasi.

01:01:25: also wir geben Ideen ins Kollektiv und bekommen dadurch wieder was.

01:01:31: Und das ist im Endeffekt...

01:01:32: Füllen, fueln

01:01:33: oder so?

01:01:34: Genau, füllen ja!

01:01:35: Und davor habe ich ein Album rausgebracht, das heißt Faces in Places.

01:01:38: und da hab' ich weil ich so viel auf Tour war auch in ganz verschiedenen Ländern.

01:01:42: also wir waren unterwegs mit meiner Band zum Beispiel in China Vietnam, Cambodia Thailand Malaysia Australien Singapur, Südamerika, Chile und so weiter.

01:01:54: Ich hab halt überall so coole Leute kennengelernt, habe für ganz verschiedene Leute ein Stück geschrieben.

01:02:00: Und das heißt Faces in Places.

01:02:04: Viele der Stücke spielen ... Das wurde zum Programm, die wir immer noch spielen, Malas World

01:02:07: z.B.,

01:02:08: ist ein Stück, was wir immer als Openerspielen.

01:02:11: Vielleicht können wir das auch im Podcast spielen?

01:02:14: Würdest du es erlauben?

01:02:15: Ja.

01:02:15: Habt ihr halt technisch?

01:02:17: Gehört ja dir oder?

01:02:18: Ja,

01:02:19: mit meinem Label, aber das passt schon.

01:02:22: Dann gehen wir mal rein.

01:04:00: Ich frag dich zum Schluss noch, ich habe mehrere Jahre als Musikjournalist gearbeitet auf der ganzen Welt und es war ein absoluter Traum.

01:04:10: Und was mir immer wieder aufgefallen ist, wenn du mit Menschen zu tun hast die Musik machen bist so sehr schnell am Puls schlag der Gesellschaft und das was die menschen in dem land oder in der stadt wirklich bewegt.

01:04:30: Deswegen hat es mir auch immer große Freude gemacht, dann auf diese Menschen zu interviewen und nicht nur mit ihnen über Musik zu sprechen.

01:04:39: Wenn ich dich jetzt frage wie du gerade den Puls schlag fühlst hier was würdest du da sagen?

01:04:45: denn du fühlste ihn ja auch über die musik über die menschen denen du begegnest mit denen du zusammen Musik machst.

01:04:54: Was passiert hier?

01:04:55: grade Schwierig.

01:05:00: Wir leben schon in einer zeit die echt herausfordernd ist.

01:05:07: Politisch, sozial, überall brennende Kriege auf der Welt.

01:05:14: Ich weiß nicht, ich finde so als Musiker ... Ich weiß das immer die Kunst wird ja auch oft zu proklamieren hat den Anspruch eine Gesellschaft zu kommentieren oder auch zu dokumentieren und es ist ein Grund warum in ganz vielen operasiven Regimen die Kunst sofort erstes mitgedeckelt wird.

01:05:35: Gleichzeitig denke ich auch, was soll ich machen mit meinem Sachs von einer Hand?

01:05:39: Also auf die Musik hier spezifisch gesagt.

01:05:41: Ich glaube einfach dass wir das was wir machen können ist das was ich weiß.

01:05:47: ich wiederhole mich wie eine Platte aber es ist halt so hey zusammen Leute zusammenzubringen.

01:05:53: ja wir spielen und leben im Präsens in Aber es ist klar Es sind schon harte Zeiten.

01:06:01: gerade muss man sagen

01:06:03: Und spürst du das auch direkt hier in New York?

01:06:05: Also ist hier sozusagen... Ist hier was in Gefahr, wird hier etwas weniger?

01:06:11: Ja ja ich kann dir mal sagen zum Beispiel.

01:06:13: Ich kann es vor allem von der Uni sagen!

01:06:15: Ich bin an einer der Universitäten die ganz direkt von der Regierung weitergeht wurden.

01:06:19: Wir haben Funding-Kürzungen, wir haben bestimmte Sachen die wir irgendwie Concessions machen mussten und so weiter und sofort

01:06:28: Habt ihr so ein Deal gemacht?

01:06:31: Ja, die Brown University hat schon was unterschrieben und bekam eine neue Forderung.

01:06:36: Die dann abgelehnt wurden von der Faculty.

01:06:39: Wir sind so alle in Abwartelhaltungen Schwierig

01:06:45: Und spielst du es auch hier in der Stadt?

01:06:48: Ja oder nein?

01:06:49: Also ich würde sagen schon ist natürlich einfach auch ein Gesprächsthema sowas auf der Welt und im Land passiert und gleichzeitig trotzdem geht das Leben weiter Positiv weiterhin auch positive Erfahrungen und in deiner im Samen lokalen Leben schon auch irgendwie.

01:07:08: natürlich geht es auch so, dass der Alltag weiter ist jetzt.

01:07:12: Der Alltag ist ja auch schwieriger du hast das einmal kurz angesprochen mit Technologie also weil vieles von deinem Beruf wird gerade sozusagen angeknabbert... ...von Automatismen also das was früher vielleicht eine Studio Session dann war oder ein Corporate Gig oder man hat für irgendeine Firma vielleicht was aufnehmen können oder man hat da was unter anderem Namen veröffentlicht, wie du vorhin gesagt hast.

01:07:35: Wird wahrscheinlich für jüngere Kolleginnen und Kollegen von dir in Zukunft schwieriger werden?

01:07:40: Also... Oder wie siehst du das?

01:07:41: Ja ich glaube die Essenz von dem was wir machen, da habe ich jetzt nicht so eine Angst also die.. Ich weiß ja auch viel über AI gemacht im neuen Podcast und es ist schon so dass das Erlebnis jetzt in den Club zu sehen ein Liveband zu erleben dass jetzt durch Automatisierung irgendwie, ich weiß nicht wie das gemacht werden soll.

01:08:01: Da habe ich ja nicht so die Angst, also die eigene künstlerische Stimme zu entwickeln ist es fast anders herum.

01:08:11: Jede Technologie hat auch neue Toys, sag ich mal, die irgendwie geschaffen werden oder durch die Aussicht auf die Praxis in coolen Richtungen verändern kann.

01:08:19: Es wurde immer gemacht, dass Künstler die neuesten technologischen... Entwicklungen mit mitgenommen haben und dann dadurch neue Musik gemacht haben.

01:08:29: also zum Beispiel wenn du an der Sampling im Hip Hop Denks wo ja bevor copyright lawsuits begann da wurde das war ja voll geil als einfach so hier rechts und links Sachen zusammen getan wurden.

01:08:39: es war ja eine unfassbare zeit.

01:08:40: anfangen endet in den achtziger Anfang der neunziger dass ich glaube die das potenzial besteht.

01:08:44: erstmal das ist schon mal cool natürlich.

01:08:46: gleichzeitig werden werden sachen Werden Jobs wegfallen, jetzt sozusagen die Spotify-Playlist-Recording Sessions wird es sicherlich bald nicht mehr geben.

01:08:57: Aber das ist auch nicht neu!

01:08:59: Es gibt ja schon DJs.

01:09:00: Also früher, wenn du in den Neunsterdreißig Musik hören wolltest, brauchtest du eine Band?

01:09:07: Die Zeit sind schon lange vorbei.

01:09:09: Ich würde hoffentlich neue Opportunities geben... ich bin jetzt nicht so ultra negativ eingestellt muss ich sagen.

01:09:16: Das geht doch gut, du hast eine tolle... Karriere hinter dir und auch vor dir.

01:09:20: Du hast

01:09:21: was,

01:09:21: was man tenure nennt also wo du dann auch ein...

01:09:24: Also ich bin nicht in der tenured line

01:09:26: lang Professor sein kann

01:09:27: aber es ist schon eine feste stelle die ich jetzt irgendwie glaube ich jetzt nicht so schiess Ja

01:09:33: großartig.

01:09:35: Ich habe eine sache noch zum Schluss die ich dich fragen wollte.

01:09:38: Zwar hab ich gelesen dass du einen Opa hast hattest.

01:09:45: Hast du noch?

01:09:45: Der Conditor, seit seines Lebens war.

01:09:49: Und das fand ich wirklich großartig!

01:09:52: Er hat gesagt, wenn der Teemo in der Welt unterwegs ist eine Sache soll ihn nicht verlassen und es sind meine Conditor waren... ...und er hat dir dann Sachen zugeschickt.

01:10:01: Was ist denn das gelesen?

01:10:02: Das ist ja

01:10:03: in einem Porträt über dich.

01:10:06: Ja also er ist ein neunzig und er kann nicht mehr backen leider aber ich habe ganz lange.

01:10:11: auch die hatten ja einen Geschäft über weit über hundert Jahre Bäckereinkonditorei Vollbrecht in Osteroda am Harz.

01:10:21: Und mein Vater, also weil natürlich mein Vater und unsere Eltern sind die Generationen, die nicht automatisch mehr die Berufe der Eltern übernommen haben.

01:10:29: Damit ist es dann irgendwann in den Neunzigern, wo das geschlossen wurde.

01:10:31: aber er hat mir ganz lange noch Pralinen gebacken und ich hatte immer so gerade vor allem im Winter wenn's kühler war kam immer Pralin und die habe ich auch mal mitgenommen Und es gibt ein Stück übrigens auf meiner ersten Platte, das heißt Truffles.

01:10:46: Das ist ihm gewidmet und den Pralinen.

01:10:48: Ja.

01:10:49: Pralienen?

01:10:49: Also was mit Füllung oder wie?

01:10:52: Nougat

01:10:53: rum... Wow!

01:10:55: Auf außer Konitorei vollbrecht.

01:10:57: Genau.

01:10:58: Und die hast du dann mit zum Gig gebracht.

01:10:59: Du hast gesagt...

01:11:00: Oder als bedanke mich für Mentoren, Lehrer usw.

01:11:04: Die Konitorye ist jetzt...

01:11:06: Gibt's nicht mehr leider.

01:11:08: Aber den Geschmack hast du noch.

01:11:09: Ja, das ist im Kopf!

01:11:11: Es gibt so eine Bäckerei witzigerweise Improvidence.

01:11:13: Das sind so unsere europäische Bäckerei... Also ein Kaffee mit Backwaren.

01:11:18: Wenn ich da reinkomme, habe ich so dieser butterige Teiggeruch.

01:11:22: Das ist halt so ein Flasch der mich zurückbringt in meine Kindheit wenn ich in die Backstube kam bei einer Großeltern.

01:11:28: So dieses... Ah ja, ist geil.

01:11:35: Ich weiß jetzt auch wieder wo ich das her hab.

01:11:37: Christina, meine Partnerin Christina hat

01:11:40: vor

01:11:42: zehn Jahren oder mehr dich kennengelernt und ich interviewt.

01:11:46: Und in dem Text...

01:11:48: Ja das war noch die Zeit wo ich noch Pralinen habe.

01:11:51: Da hast du die Praline noch aktiv, da hast sie noch zu Hause gehabt.

01:11:54: Großartig!

01:11:55: Timur, ich bin so dankbar dass du heute da bist.

01:11:58: Ich weiß nicht genau wie wir den Podcast aufhören können.

01:12:01: Eine Sache an die ich natürlich denke selber als jemand, der hier von mir hat ist.

01:12:05: Hast du wenn du an die Zukunft denkst ne Tendenz zieht sich er zurück in... Die deutsche Jazz Szene wo du mal aufgewachsen bist siehst so eure Zukunft eher hier auf der Seite?

01:12:17: Ja das

01:12:17: ist eine gute Frage.

01:12:17: also wir haben viel mit Europa geflirtet.

01:12:20: wir sind auch eben während der Pandemie ganz kurz davor gewesen nach Europa zu ziehen.

01:12:25: Also es war wirklich so hätte echt passieren können und jetzt haben wir uns beide ja hier einfach ne auch existenz aufgebaut die man jetzt ein bisschen schlecht verlassen kann.

01:12:36: Aber hey, also die Lust irgendwann mal wieder in Europa zu leben und das muss gar nicht Deutschland sein übrigens aber die ist nach wie vor da.

01:12:45: Irgendwann, das kann ich weiß nicht, kann mich schon vorstellen irgendwann noch mal in Europazuleben und nochmal was anderes zu machen und wie weiß ich nicht?

01:12:53: Also Moment jetzt in diesem Jahr oder wir auch in den nächsten Jahren würde es erstmal nicht passieren glaube ich.

01:12:58: aber mal gucken bis bei dir

01:13:03: Es ist immer wieder ein großes Fragezeichen, was an allen unseren Leben hier hängt.

01:13:08: Die werden Luxus haben dahin zurückgehen zu können wo wir herkommen.

01:13:12: viele Menschen kommen ja hierher und können das nicht sondern die bringen gleich.

01:13:15: dann in den Jahren wenn sie erst mal einen Fuß gefasst haben hat die ganzen verwandten auch mit rüber und dann wird hier gelebt.

01:13:22: und dann ist es auch dass was klappen muss und wir haben natürlich die Chance im Lufthansa Flieger zu steigen und

01:13:28: mal

01:13:28: zurück Wow, guter Plug.

01:13:33: Insofern ist das natürlich ein riesen Riesen-Rieseluxus und wir versuchen ja auch ganz häufig zu Hause im anderen Zuhause zu sein und den Anschluss die Freundschaft in Familie dort nicht zu verlieren sondern eigentlich zu... zu ernähren und diese Liebe auch zu spüren, die es da auf der anderen Seite des Atlantiks irgendwie gibt.

01:13:55: Das ist natürlich etwas ganz Tolles und das will ich auch nie verlieren und kann mir gut vorstellen dass wir irgendwann wieder zurückgehen geht ja nicht aber wieder dahin.

01:14:07: Es hat euch mit Kindern noch mal so eine Sache also du... Also ich glaube das ist kein Geheimnis, es ist schon hammerhard Kinder zu haben in den USA gerade in New York oder Es ist finanziell auch eine andere Geschichte natürlich.

01:14:23: Ich weiß nicht, wie du das siehst aber es ist schon so dass ich bin ja nicht Kind gewesen im USA und meine Partnerin ja die ist ja Amerikanerin Die ist durch dieses Schulsystem gegangen Und es ist ja sowas von Alien to me.

01:14:40: Also es ist sehr anders als in Deutschland hier groß zu werden.

01:14:44: Das ist schon eine Leistungsgesellschaft, die noch mal ne andere Dimension hat als Deutschland finde ich.

01:14:51: Und das ist halt irgendwie... Ich lerne die USA gerade nochmal ganz neu kennen muss ich sagen und hab auch echt so meine Schwierigkeiten mit bestimmten Sachen, die jetzt mir entgegen kommen wo ich denk, wow Alter, das musst du erst mal lernen oder wieso?

01:15:05: So macht man das

01:15:05: zum Beispiel.

01:15:08: Ja keine Ahnung.

01:15:08: also wir haben ja einen Vierjährigen und da gibt es jetzt irgendwie schon in dem Alter quasi standardisierte Lernen.

01:15:16: Ich meine, der kommt nach Hause und hat über Planeten gelernt.

01:15:18: Und weiß dass die Erde um die Sonne rotiert.

01:15:22: What?

01:15:23: I mean are you kidding me?

01:15:25: Die kennen schon die Letters and Numbers.

01:15:27: Das hab ich damals mit vier nicht gekonnt ne?

01:15:32: Ja auch natürlich so Public School System ist halt ganz anders.

01:15:36: And anyway das sind solche Sachen finde

01:15:39: ich ja.

01:15:40: Du bist im Elite-Unisystem.

01:15:41: Ist ja auch nochmal ganz anders wo Menschen Vermögen bezahlen

01:15:44: eben

01:15:45: Um eine Ausbildung, aber auch ein Netzwerk.

01:15:47: Eben.

01:15:49: Und das ist halt auch... Das kenne ich jetzt schon etwas länger?

01:15:52: Aber es ist nach wie vor schon weird muss ich sagen.

01:15:58: Du bist in einer privilegierten Situation, aber du hast diese privilegierte Studierenden vor dir die natürlich auch Kunden sind!

01:16:06: Das ist ja das andere als an so einer staatlich geförderten Uni wie in Deutschland.

01:16:11: Die erwarten auch was.

01:16:13: Ich meine nicht, dass die das in Deutschland nicht erwarten aber du hast ja auch... Du hast so ein bisschen manchmal so einen Kundenverhältnis zu denen.

01:16:18: Das ist halt echt etwas anderes.

01:16:19: und gleichzeitig bist du halt auch... ich bin ja mit...

01:16:23: ich

01:16:24: füge diesen... also ich kontribute zu diesem System.

01:16:27: Also man muss mal auch ein bisschen dober nachdenken.

01:16:30: Wir wissen hier nichts Schlechtes.

01:16:32: gegen Warn-Oni sagen Ist es eine tolle Uni?

01:16:35: Also ich hab gerade hier bei Timon Michael zum Beispiel der Dirigent des MET

01:16:42: Opera

01:16:43: Chorus hier in New York, der auch Deutscher ist.

01:16:45: Vorhin Frankfurt war ein preisgegründer Chor geleitet hat.

01:16:48: Der auf dessen Stelle hat einen Namen, einen Formel, einen Nachgaben von den Menschen, der seinen Jahresgehalt bezahlt und diesen Menschen, den gibt's auch und den trifft er auch.

01:16:59: Und wenn er dem die Handschuld dann weiß er von dem hängt es ab dass ich hier bin um meine Familie hier ernähren kann.

01:17:07: das gibt es so in Deutschland nicht Und das ist ja bei dir nicht anders, die Studenten, die vor dir sitzen.

01:17:13: Zumindest die davon, die keine Stipendien haben bezahlen dich in einer gewissen Weise.

01:17:19: Also es ist völlig anders und in der Musik ist es auch völlig anders in Deutschland.

01:17:24: wie du vorher gesagt hast Du kannst in Deutschland über Subventionen und sozusagen Steuergelder wahrscheinlich ganz gut

01:17:31: Überleben?

01:17:32: Ja, ist auch hart.

01:17:32: Also das ganz gut Leben ist relativ und es auch nicht so einfach.

01:17:37: also da gibt's auch viel, da gibt es auch ultra krasse Kürzungen in den letzten Jahren und es ist nicht einfach.

01:17:43: Aber du hast von dem System ja auch schon viel profitiert.

01:17:45: Du hast gesagt du wirst gefördert und bist ja mit Goethe-Institut auch auf Tour gegangen Und die

01:17:52: ermöglichen einfach Sachen die wirklich schwer zu machen sind.

01:17:56: um jetzt eine Goethenetz-Vektur mal zu nennen dass wir halt irgendwie unsere Musik präsentieren durften in anderen Ländern und dann natürlich auch da ein Input, also ich habe ja gerade gesagt, das komplette Platter ist daraus entstanden.

01:18:07: Das ist ja eine absolute Luxusituation die es hier nicht so gibt in USA.

01:18:14: Du musst es selbst finanzieren den ganzen Scheld.

01:18:17: Ich hab natürlich überlegt ob wir irgendwie mit Musik aus dem Podcast rausgehen können.

01:18:21: Es gibt jetzt zwei Möglichkeiten.

01:18:23: Die eine ist Wir spielen was von einer Platte.

01:18:27: Die zweite Möglichkeit wäre, du spielst was.

01:18:28: Die dritte Möglichkeit wäre ich hole doch mal Trompete und ich kann vielleicht ein Grundhöhne spielen auf den du dann improvisierst.

01:18:35: Wie du

01:18:35: magst?

01:18:36: What

01:18:37: do you

01:18:38: think it's so good?

01:18:42: Okay, komm, ich hol mal das Instrument.

01:18:43: Grundhöne, lange Töne halten, kann ich schiefgehen!

01:18:47: Also es ist jetzt ein Experiment...

01:18:48: Kannst du... Hast du einen Song interessiert?

01:18:50: ...eine Spiels?

01:18:51: Achso!

01:18:52: Kannst Du um ein Song spielen?

01:18:55: Ich könnte natürlich...

01:18:57: what a wonderful world.

01:20:13: Danke dir!

01:20:14: Das hat auch eine positive Note zum Schluss.

01:20:17: Vielen Dank Timo Vollbericht, große Ehre.

01:20:20: Vielen dank für's Zuhören.

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