Warum sind wir alle Sternenstaub, Anna Frebel?

Shownotes

Warum sind wir alle Sternenstaub? Wann verschluckt unsere Sonne die Erde? Gibt es Aliens? Was ist vor dem Urknall passiert? Gibt es eine zweite Erde – und falls ja, wie kommen wir dahin?

All das haben wir Anna Frebel, Astronomin und Professorin am MIT gefragt. Und sie hat so großartig geantwortet, dass wir diesen Podcast allen empfehlen, die gerne in den Nachthimmel gucken – auch ohne Teleskop.

Anna war bereits mit Mitte Zwanzig an der Entdeckung einer der ältesten bekannten Sterne beteiligt und ist heute eine der weltweit führenden Wissenschaftlerin auf dem Gebiet der stellaren Archäologie. Sie versucht herauszufinden, wie die ersten Sterne entstanden, woher die chemischen Elemente kommen, aus denen auch wir bestehen – und ob sich eines Tages der Heilige Gral ihres Fachs finden lässt: ein noch heute existierender Stern aus der allerersten Generation des Universums. Oder, wie sie es selbst formuliert: „Meine Arbeit besteht daraus, die Lotterie zu gewinnen.“

Dazu geht's auch um irdische Fragen: Wie forscht man am MIT, während die US-Regierungen die Wissenschaft attackiert und Gelder einfriert? Wie funktioniert das Leben als Mutter, wenn man nachts vom Wohnzimmertisch ein Teleskop in Chile steuert und morgens die Kinder zur Schule bringt? Und ist es Zufall, dass Annas Initialen ALF sind?

Hört rein – viel Freude bei der galaktischen 158. Folge von Wunderbar Together.

ANNA FREBEL Mehr über Annas Forschung, ihre Arbeit am MIT und ihre Bücher findet ihr auf ihrer Website. Wem dieser Podcast nicht reicht, der möge sich bitte die XXL-Folge mit Anna bei Lex Fridman anhören.

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SENNHEISER Ihr fragt euch, warum Felix und ich in diesem Podcast so gut klingen? Die Antwort ist ganz einfach: Wir nutzen ein ganz neues Sennheiser-Mikrofon. Trommelwirbel: Sennheiser ist unser neuer Partner, der uns dabei hilft, das nächste Level für Wunderbar Together zu erreichen. Vielleicht kennt ihr Sennheiser von Stadionkonzerten, Broadway-Shows oder den Oscars. Oder aus Hörsälen oder Meetings. Oder aus dem Auto (z.B. im ganz neuen smart). Sennheiser kommt aus Hannover und liefert heute in Amerika und rund um die Welt den Sound unseres Alltags. Wir sind sehr stolz, dass wir diesen Podcast nun mithilfe von Sennheiser-Produkten aufnehmen und produzieren können.

PAULANER SUNSET Ein bisschen Heimat für Anna Frebel in Boston: Natürlich bekommt auch Anna nach der Aufnahme ein Paket Paulaner Sunset nach Hause geschickt – die amerikanische Version der legendären Paulaner Spezi.

RADIO.DE Wunderbar Together gibt es auch bei radio.de – zum Streamen, Folgen und Weiterempfehlen.

SHARING IS CARING** Wenn euch die Folge gefällt, schickt sie an einen Menschen, der von Los Angeles träumt, selbst noch einen großen Sprung wagen möchte oder dringend eine gute Ben-Affleck-Kitchen-Story braucht. Folgt uns auf Spotify und Apple Podcasts – und verpasst in Zukunft keine Folge mehr. Vielen Dank!

MITARBEIT Redaktion: Felix Zeltner, Katalina Farkas und Olli Nermerich Visuals: Vivian Schmidt Schnitt: Heiner D’Alquen

Transkript anzeigen

00:00:03: Wenn man sich den Sternenhimmel anguckt, dann ... na ja.

00:00:06: Es ist wie so eine Pforte gewisserweise.

00:00:09: Eine Einladung, sich vorzustellen was es alles da draußen gibt und wie weit das vielleicht geht.

00:00:16: Viele können sich zumindest noch vorstellen dass okay diese kleinen Lichter im Himmel die haben nicht alle die gleiche Distanz zu uns.

00:00:22: Die sind verschiedenweit entfernt.

00:00:24: Und wenn man anfängt da ein bisschen drüber nachzudenken wird's von zwei D. Also dann irgendwie räumlich, drei D. Und ja ... Irgendwie haben mich meine Fantasie da immer noch weiter rausgetragen und wollte halt einfach mal wissen was ist denn eigentlich das mit den Sternen?

00:00:42: Es hat ja auch geklappt!

00:00:50: Hallo herzlich willkommen bei Wunderbar Together.

00:00:52: hier ist Felix und auf der Reise zu dem coolsten deutschen Amerika bitte ich euch jetzt mal kurz in den Himmel zu gucken.

00:00:59: vielleicht wenn es gerade geht seid ihr im Büro oder draußen in der Natur und ihr könnt mal kurz hochgucken.

00:01:06: Vielleicht ist es sogar Abend, hier sieht da was funkeln.

00:01:09: Darum geht's heute bei uns im Podcast!

00:01:12: Was ist das alles eigentlich da draußen?

00:01:15: Wie alt ist das?

00:01:16: Wo kommt das her?

00:01:17: Wo kommen wir hin?

00:01:20: Warum bestehen wir alle aus Sternenstaub?

00:01:22: Gibt es eigentlich Aliens da draußen, gibt es eine zweite Erde?

00:01:25: Einfache Fragen, Die alle haben wir gestellt, Olli und ich an unseren Gast heute.

00:01:30: Sie ist Astronomen, sie ist Professorin am MIT in Cambridge... ...und sie ist eine der weltweit führenden Expertinnen für die ältesten Sterne unseres Universums.

00:01:41: Crazy Job oder?

00:01:43: Wahnsinn!

00:01:43: Anna Frebel Ich bin so froh, dass ihr heute Anna hören könnt, denn so ein Podcast-Gast das kriegt man selten Mehr.

00:01:54: gleich dazwischen noch eine ganz kurze Werbeunterbrechung.

00:01:58: Denn wir sind so froh, dass wir gut klingen für solche wichtigen Gespräche!

00:02:03: Unser Podcast wird seit neuestem präsentiert von Senheiser.

00:02:07: Seit über achtzig Jahren der familiengeführte Pionier für professionellen Sound auf den größten Konzertbühnen in den besten Studios der Welt, in Konferenzräumen und seit neusten auch als Innovationspartner.

00:02:26: Wisst ihr, was das heißt?

00:02:27: Ihr hört wunderbar zusammen.

00:02:29: Immersiv mit Sennheiser!

00:02:32: Diese Folge wird auch präsentiert von Miles & More – US Residence können mit der Miles and More World Elite Mastercard aktuell bis zu siebzig tausend Malen als Weltkombonus einsammeln.

00:02:43: Siebzig Tausend Meilen.

00:02:44: Ich habe das mal umgerechnet ist ungefähr ein Viertel der Strecke von hier zum Mond.

00:02:50: Nicht schlecht

00:02:51: oder?!

00:02:52: Dazu gibt's zwei Lufthansa Business Launchgutscheine, ein jährliches Companenticket und auch vieles anderes bei anderen Airlines.

00:03:00: Also schaut mal rein mehr unter milesandmore.com slash credit cards

00:03:06: term supply.

00:03:08: Jetzt aber ab ins Weltall.

00:03:10: schnallt euch an.

00:03:11: Viel Spaß!

00:03:12: Und vielleicht geht es euch wie mir?

00:03:14: Und ihr guckt nach diesem Podcast anders in die Sterne als vorher Herzlich willkommen weil wunderbar Together Anna Frebel, Anna so schön dass du den Weg zu uns in den Podcast gefunden hast.

00:03:36: aus den Sternen sag ich mal.

00:03:40: Ja ich freu mich auch.

00:03:43: Anna es ist bei uns in Deutschland heute abends.

00:03:48: also wir haben jetzt hier so diesen Sommer Nacht Himmel.

00:03:52: schaust Du auch gerade in der Nacht himmel oder wo bist Du?

00:03:55: Noch nicht ganz, das kommt erst in ein paar Stunden.

00:03:58: Ich bin hier in Cambridge und Massachusetts an der Ostküste in den USA.

00:04:04: Ich wohne hier und bei uns ist jetzt Nachmittags.

00:04:08: Ich glaube ich ... In ein paar Tagen gehen wir campen.

00:04:12: Da werde ich meine Jungs auch mal auf den Strand mitnehmen und dann gucken wir auch mal!

00:04:16: wieder in den Himmel.

00:04:18: Denn hier in der Stadt ist es natürlich viel zu hell nachts, da sind die Wolken und der Himmel eher

00:04:24: orange.".

00:04:46: Astronomen, Mama mit denen?

00:04:50: Wir machen ganz normale Sachen.

00:04:51: Ich bin ja auch zuerst Mensch und dann Astronomin.

00:04:56: Wir gehen irgendwie hin oder kaufen Bubble Tea oder Eis oder sowas.

00:05:01: hier kann man eigentlich nicht so viel in den Himmel schauen.

00:05:04: ab und zu sieht man natürlich den Mond.

00:05:06: das ist ganz nett.

00:05:10: Das sehen sie dann auch und zeigen da auch mal drauf und sagen Mama, da ist der Mond.

00:05:16: Zum Glück haben wir in meiner Gegend ziemlich viele Bäume.

00:05:20: Das ist schön grün, aber dadurch ist die Sicht natürlich auch verringert ... Aber zumindest für einen guten Zweck!

00:05:27: Ich hab mir jetzt natürlich romantisch vorgestellt, dass beim Campen ihr liegt draußen vom Zelt auf der Wiese und dann erklärst du den Himmel?

00:05:39: Ja also ich hoffe das war dieses Mal dazu kommen.

00:05:42: Wie gesagt, es muss natürlich ... wollten los sein.

00:05:45: Der Campingspot, wo wir da hingehen ist auch zum Glück voller Bäume, sonst würde es etwas heiß werden.

00:05:51: aber wir werden wahrscheinlich abends mal irgendwo hinfahren, wo es weniger Bäume hat um genau das zu machen.

00:05:57: Ich habe gerade einen neuen Schlafsack bestellt,

00:05:59: d.h.,

00:05:59: können wir auch mitnehmen, wenigstens zum drauflegen, um genau dass zu machen!

00:06:05: Das muss man schon jeden Sommer gemacht haben.

00:06:06: ich hab das früher als Teenager selber gemacht im Sommer Und ich hab auch gerade darüber geschrieben, ich arbeite an einem neuen Buch.

00:06:14: Das ist in der Anfang von einem der Kapitel ... wie ich da liege und die Sterne angucke.

00:06:21: Wenn man's ein bisschen länger als für fünf Minuten macht, dann merkt man gleich, oh, die sind ja doch nicht alle gleich!

00:06:28: Manche sind blauisch, manche sind rötlich... Da gibt es einiges zu gucken, wenn man sich drauf einlässt.

00:06:35: Du hast mal gesagt, die meisten Sterne sehen ziemlich langweilig aus?

00:06:40: Sagst du das auch deinen Kindern?

00:06:44: Ja, also hab ich bestimmt schon.

00:06:49: Da gibt's nicht viel zu verheimlichen.

00:06:51: Aber irgendwann musst dich das doch gepackt haben.

00:06:53: Kannste dich noch an den Moment erinnern und dann den Reason why ... Auch wenn die langweilig aussehen, irgendwas muss sich ja mal in der Kindheit gepacktt haben daran.

00:07:04: Das Langweilige sein hat ein bisschen anderen Heatergrund.

00:07:10: Wenn man sich den Sternenhimmel anguckt, dann ... na ja.

00:07:13: Es ist wie so eine Pforte gewisserweise.

00:07:16: Eine Einladung, sich vorzustellen was es alles da draußen gibt und wie weit das vielleicht geht.

00:07:25: Viele können sich mindestens noch vorstellen, dass diese kleinen Lichter im Himmel nicht alle die gleiche Distanz zu uns sind.

00:07:30: Die sind verschiedenweit entfernt.

00:07:32: Und wenn man anfängt darüber nachzudenken, wird's von two to three.

00:07:38: Also dann irgendwie räumlich, drei D. Und ja, irgendwie haben mich meine Fantasie da immer noch weiter rausgetragen und dann wollte ich halt einfach mal wissen was ist denn eigentlich das mit den Sternen?

00:07:51: Es hat ja auch geklappt!

00:07:53: Die meisten Kinder wollen irgendwie Doktor oder Polizist oder irgendwas werden und es klappt meistens nicht.

00:07:59: in meinem Fall halt irgendwie hingehauen.

00:08:03: Obwohl ich wollte auch mal Astronautin werden, aber das ist okay.

00:08:06: Dass es nicht geklappt

00:08:07: hat.

00:08:08: Das wäre ja noch naheliegender, weil wenn du sagst, ich wollte da hin... Ich wollte irgendwie da näher hin zu diesen funkelnden Dingern ... Astronautin eigentlich das naheliegend.

00:08:20: Hast du das versucht?

00:08:21: Nee, weil ich mich auch dann irgendwann als Teenager mal so eine Doku-Serie von dem Star City da in Kasastan gesehen hab und da haben sie die Leute also die Astronauten in den Zentrifuge gepackt.

00:08:32: Da wurde mir ziemlich schnell klar... Ich mag nicht mehr auf die Kirmes dagehen.

00:08:39: Also Zentrifug wird bei mir nicht viel.

00:08:43: Da habe ich das sehr schnell abgegeben.

00:08:45: Aber es ist natürlich ja auch so ... Einer von unseren Doktoranten hier am MIT in meiner Abteilung, der ist gerade auf der International Space Station als Astronaut für acht Monate gewesen.

00:08:58: Gestern haben wir das Post-Mission-Interview mit bei NASA auf YouTube geschaut.

00:09:04: Da hat er natürlich erzählt wie man die Erde gesehen hat und sich jeden Tag bewussten paar Minuten genommen habe einfach nur von außen auf die Erde zu starren um das wirklich ins Gehirn zu brennen.

00:09:15: Und das ist natürlich eine ganz wahnsinnige Erfahrung.

00:09:18: Die würde ich auch super gerne machen, aber von den anderen Sternen kriegst du dann nichts mit.

00:09:25: Die sind immer noch super weit weg quasi genauso weit weg wie wenn du auf der Erde wärst und viel näher an einen Stern dran zu kommen als wo wir jetzt sind.

00:09:35: Auf der Umlaufbahn der Erde ist wahrscheinlich nicht im Sehenswert, weil Wurzeln ziemlich schnell heiß werden.

00:09:41: Also dass Astronauten sein hat natürlich auf jeden Fall was ist, aber auch in meinem Fall eher so ein Wunschtraum gewesen.

00:09:49: Eigentlich wäre ich lieber Captain Picard gewesen ... der mit dem Raumschiff durch die gesamte Galaxis düst und wirklich etwas zu sehen kriegt.

00:09:58: Aber davon sind wir ja nur noch ein bisschen entfernt.

00:10:04: Und sag mal, was ist denn eigentlich dein Selbstverständnis von dir?

00:10:10: Also wenn man dich jetzt in einer Bar fragt, was machst du da eigentlich?

00:10:15: Das weiß ich auch manchmal nicht so genau.

00:10:17: Ich würde gerne mal ausprobieren zu sagen, ich bin Kindergärtnerin und gucken was passiert ...

00:10:23: Ja, bist du auch?

00:10:24: Ja, manchmal bin ich das auch.

00:10:25: ja, das stimmt!

00:10:26: Ich gehe manchmal in die Schule von meinen Kindern und erzähle da über Astronomie oder über Penguido und die Antarktes und alles Mögliche.

00:10:35: Die mehrere Kinder bezeichnen mich jetzt als The Lady with the Blue Eyes weil ich mal blaues Eis mitgebracht habe um denen zu erklären, wie ein Gletscher funktioniert.

00:10:45: Mit dem Salzwasser und dem Süßwasser und so.

00:10:49: Ja sehr cool!

00:10:49: Ich dachte jetzt Kindergärtnerin vor neun Uhr nach acht Uhr?

00:10:52: Das ist das natürlich auch.

00:10:55: Im Wirtöln Studio... Das teilen wir ja alle, dass wir irgendwie versuchen auch noch Kinder groß zu ziehen neben der Arbeit.

00:11:02: Und du machst das mit Bravour und schon seit mehreren Jahren, du hast zwei Jungs die bald mit dir campen gehen dürfen, das finde ich großartig!

00:11:10: Und deine Jobbezeichnung?

00:11:11: Ich habe wirklich ernsthaft gefragt weil es gäbe so viele Möglichkeiten.

00:11:15: man könnte sagen Anna die Astronomen, Anna die Professorin für Sterne, Anna Weiß ich nicht, alte Planeten sucht.

00:11:25: Wie beschreibst du dich denn selber?

00:11:27: Planeten surre ich noch nicht!

00:11:28: Aber Sterne suche ich... Ja das kommt ein bisschen auf den Kontext drauf an ist aber letztendlich für mich auch gar nicht so wichtig.

00:11:37: Ein Titel haben ist quasi eine Sache, ein wirkliches Gespräch über was zu haben.

00:11:44: Wo sich zwei Leute mit Interesse irgendwie gemeinsam die Welt ein bisschen erkunden, ist ja etwas völlig anderes und oft ist es so wenn man quasi... Also wenn ich sage, ich bin Astronomin dann die meisten Leute sagen das ist toll!

00:11:57: Ich wollte das auch mal werden hat aber nicht geklappt.

00:12:01: Das ist so eine Standardantwort.

00:12:03: Da weiß ich dann immer gar nicht mehr, was soll ich denn jetzt dazu sagen?

00:12:06: Tut mir leid, dass es nicht geklappt hat.

00:12:08: oder hast du keine Mathe studiert und nicht genug gelernt in der Schule.

00:12:12: Also irgendwie kommt da für mich gar nicht viel Gutes frei rum.

00:12:16: Und es schließt das Tor etwas um eigentlich ne Unterhaltung über die Sache zu haben.

00:12:24: Das ist ja viel interessanter!

00:12:28: Nur schlimmer, wenn ich sage, Physikprofessorin, dann redet eigentlich gar keiner mehr mit mir.

00:12:32: Weil sie gar nicht mal wissen, was sie sagen sollen!

00:12:35: Also das ist auch nicht hilfreich.

00:12:38: Eigentlich fange ich immer erst mal mit wie man ... ja, ich bin Wissenschaftlerin.

00:12:42: Das ist so total neutral und da wissen auch viele nicht, was die sagen sollen.

00:12:48: Aber wenn Sie ein bisschen Mut haben können, Sie haben dieses Fragen um, was denn für ein Feld?

00:12:52: Und dann geht es eher um die Sache anstatt, was bei mir an der Büro-Tür steht.

00:12:59: Und dann sagst du?

00:13:00: Ja.

00:13:02: Entweder ich bin Astronomin oder ich arbeite im Bereich, dem Gebiet der Astronomie und ich suche nach den ältesten Sternen und dann kommt man langsam ins Gespräch.

00:13:15: Dann kann man das machen!

00:13:17: Es gibt

00:13:17: auch manche Leute die nenn dich Stellararchäologien.

00:13:22: Stellare Archäologin

00:13:26: Steller heißt ja auch super.

00:13:28: Ja, genau!

00:13:29: Ich habe mal so eine Live-Radioshow vor vielen Jahren gemacht und da wurde das Publikum gefragt... Es gab so ein riesige Leinwand und es stand nur stillare Archäologie.

00:13:41: Und dann musste das Publikum rausfinden was das eigentlich bedeutet.

00:13:48: Das war ganz lustig und genau da kam halt alle möglichen Witze über irgendwas gigantisches aus Stillar sein.

00:13:57: Wir geben so viel Liebe, soviel Herzblut in diesem Podcast und unsere Zuhörer.

00:14:07: Die das merken die das spüren.

00:14:09: Die haben die ganz einfache Möglichkeit diesen Podcast zu abonnieren Und dann kriegen sie noch mehr Episoden von uns ausgespielt.

00:14:18: also der große...die große Bitte die wir heute haben ist

00:14:22: drückt

00:14:23: auf folgen bei Spotify oder diese Glocke bei Spotify.

00:14:28: Bei Apple könnt ihr uns folgen.

00:14:29: Ihr könnt uns auch herzen bei radio.de, bei der App

00:14:33: und

00:14:34: damit könnt ihr sicherstellen dass ihr keine Folge verpasst das sie euch immer angezeigt wird

00:14:40: Und

00:14:41: wenn ihr sogar noch ein bisschen übermütig seid dann könnt ihr es sogar bewerten.

00:14:45: die Podcasten bei Spotify und Apple.

00:14:50: Das führt dazu dass wir nochmal ausgespielt werden Im Algorithmus und würde uns sehr sehr freuen weil wir geben tatsächlich sehr viel Mühe und sehr, sehr viel Liebe in diesem Podcast.

00:15:03: Und wir werden ab sofort auch Ratings hier vorlesen zum Beispiel wie das von Helga Love Every Episode hat Helga geschrieben und zwar im amerikanischen App Store denn wir sind ja nicht nur Im deutschen App Store oder im deutschen Spotify sondern wir sind überall und ihr könnt uns Oli ist gerade in Portugal auch ein portugiesischem App Store bewerten.

00:15:22: macht doch mal Olli da geht noch was.

00:15:25: oder im Portugiesischen App store.

00:15:26: also wenn ihr Egal auf der Welt, wo ihr uns zuhört.

00:15:30: Wir haben Hörerinnen und Hörern zwischen auf allen Kontinenten.

00:15:34: Schaut doch mal vorbei und lasst uns eine Bewertung da!

00:15:37: Wir freuen uns und wir werden das in Zukunft auch vorlesen – laut!

00:15:41: Und mehr Leute werden uns zuhören.

00:15:43: Also ein Stern, der dein Name direkt Last für den Stern war.

00:15:54: Was ich gelernt habe ist dass du Astreines Hochdeutsch sprichst, zumindest behauptest Astreiness Hochdeutsch zu sprechen als jemand, der aus Niedersachsen stammt.

00:16:05: Aber du lebst ja und forscht ja nun schon seit mehreren Jahren sehr erfolgreich in den USA.

00:16:11: Wie ist es eigentlich dazu gekommen?

00:16:13: Warum bist du in den US gelandet?

00:16:16: Wie bist du da gelandelt?

00:16:17: Und warum ist das vielleicht auch genau der richtige Ort für was du tust?

00:16:22: Alte Sternejagen

00:16:23: ... Ja, das ist eine relativ lange Reise inzwischen.

00:16:27: Ich wohne jetzt länger außerhalb von Deutschland als Innerhalb.

00:16:33: Die Kretze habe ich jetzt schon seit einiger Zeit überschritten, ich bin damals nach dem Studium nach Australien gegangen und ich brauchte einen Tapetenwechsel und wollte also wirkliches Englisch lernen.

00:16:45: Und dann über Ecken und Kanten bin ich in Australien gelandet und hab dort meine Doktorarbeit gemacht.

00:16:51: Das war super!

00:16:52: Da musste ich natürlich den Aussie-Accent Erst mal lernen und verstehen, das war was.

00:16:58: Aber es war eine total coole Zeit!

00:17:01: Und dann habe ich also meine Doktorbeiter fertig gemacht und dann hab' ich mich für Fellowships, Postdoctoral-Fellowships, also Postdoktoranden Jobs in den USA beworben und hab' dann auch etwas bekommen.

00:17:14: Naja, man braucht ja einen Job.

00:17:18: Ich hab mich nicht in Deutschland oder in Europa beworben sondern dort weil halt gesagt würde okay die besten Stellen gibt's in den USA versuchst doch und dann habe ich auch tatsächlich was gekriegt.

00:17:28: Dann war ich erst in Texas in Austin Und das war auch total schön.

00:17:33: Also Austin ist ein bisschen anders als der Rest von Texas Nicht so wie man sich Texas vorstellt.

00:17:39: Total liberal offen also wirklich spaßig lustig Total heiß, was mir auch gut gefallen hat.

00:17:47: Ich mag den Winter nicht so sehr zweieinhalb Jahre ungefähr und dann habe ich das gleiche Spielchen halt nochmal gespielt mich wieder auf verschiedene Jobs Fellowships beworben und hab dann etwas bei Harvard bekommen.

00:18:00: Und so bin ich hier in Massachusetts gelandet Drei Jahre.

00:18:07: Und dann wollte ... Schon vorher wollte MIT, dass ich mich bei Ideen bewerbe.

00:18:12: Aber es ist halt hier ein Physikdepartment und kein Astronomie-Departement.

00:18:16: Dann hab ich den erst mal geschrieben, nee eigentlich will ich gar nicht zu euch kommen, weil ihr sein Physik-DEPARTMENT.

00:18:21: lasst mir in Ruhe!

00:18:23: Aber wie das Leben so spielt?

00:18:27: Es war ein bisschen blauäugig.

00:18:30: Weil irgendwie hatte ich's nicht auf dem Schirm.

00:18:32: Ich weiß immer noch nicht genau warum.

00:18:36: Hier am MIT gibt es Zugang zu dem margillaren Teleskop in Chile.

00:18:41: Das gleiche Teleskop, zu dem hatte ich auch schon Zugangen bei Harvard – das kannte ich also und das ist eines der besten für meine Art von Arbeit!

00:18:50: Irgendwann klackerte es dann irgendwie bei mir und meinte, oh man, MIT hat ein Teleskop.

00:18:56: vielleicht hätte ich mich da doch bewerben sollen oder den zumindest nicht sagen sollen, dass sie mich in Ruhe lassen sollen?

00:19:05: Naja, neun Monate später waren dann irgendwie die nächste Bewerbungsfrist.

00:19:10: Und da habe ich meinen Namen mal in den Hut geschmissen und mein Bewerbunggespräch, also da muss man ja immer so einen Vortrag geben, fing eigentlich nur damit an ein riesiges Bild von dem Teleskop mit mir davor unter einem Sternennibbel.

00:19:29: Ich möchte gern das Teleskop benutzen, damit es mal klar ist.

00:19:33: Und ich erzähle euch jetzt in der nächsten Stunde was ich da mit machen will und ich glaube das ist das Einzige an was sich alle erinnern.

00:19:40: und ich glaub dass es auch der Grund warum's dann geklappt hat oder einst

00:19:43: die Gründe... Was hast du denn dann gesagt?

00:19:46: Was hast du denn, wie hast Du die dann heiß gemacht?

00:19:48: Ja genau.

00:19:50: Also es ist immer so dass die Universität hat natürlich Zugang zu verschiedenen Apparaturen und Geräten und sonst was und die wollen immer jemanden haben der das dann auch wirklich benutzt.

00:19:59: ne weil wenn das nur rum steht und verstaubt hat keiner was davon.

00:20:02: also muss man ist hilmer hilfreich wirklich da ein bisschen reinzubottern Und da ich das Teleskop schon kannte hat das halt geklappt.

00:20:14: Der Clue ist alt.

00:20:15: Da gibt es einen Spektrografen, der ist besonders gut und ich bin eine Spektroskopikerin.

00:20:21: also wir machen quasi... Also wir nehmen das Sternlicht auf und schwalten das auf in den Regenbogen quasi.

00:20:30: jetzt muss sich kurz ein bisschen ausholen.

00:20:32: Ein Regenburger hat ja alle Farben aber dass was wir messen sind die Farben in Schwarz-Weiß gekoded.

00:20:40: aber es fehlen halt eigentlich verschiedene Farben Und jede Farbe ist ja letztendlich eine Wellenlänge, beziehungsweise eine Energie.

00:20:49: Das ist alles mehr oder weniger das Gleiche.

00:20:51: also man kann es alles umrechnen eins zu eins da so verschiedene Energien und Wellen Längen fehlen.

00:20:57: Und das ist genau ein Zeichen dafür was für welche Atome sich in der außen äußeren Hülle des Sterns befinden und die absorbieren also das Licht.

00:21:07: sprich diese Fressen diese bestimmten Farben halt auf, dann ist weniger übrig.

00:21:13: Und bei uns kommt dann halt weniger an und genau diese Art von Spektroskopie mache ich halt.

00:21:19: mit den Spektrografen klappt das sehr gut.

00:21:24: Ich hatte halt Erfahrung damit und konnte dann wirklich genau sagen, ich will genau das machen.

00:21:30: Sprich, ich möchte damit Kandidaten für alte Sterne beobachten, und zwar viele Kandidate um dann einige der ältesten Sterne da aus dem galaktischen Heuhaufen zu fischen.

00:21:43: Und das fanden die irgendwie ganz gut!

00:21:46: Ja, das glaube ich... Du hast ihn ja auch gefunden oder?

00:21:52: Ich habe einiges gefunden inzwischen.

00:21:56: Ein ganz kurzer Hinweis von mir Wir sind mit wunderbar together jetzt auf RadioD verfügbar.

00:22:03: RadioD ist eine kleine feine App Podcast zu hören, Radiosender zu hören.

00:22:09: Ja wir nutzen das selbst auch Felix, Katalina und ich Und wir würden uns natürlich freuen wenn ihr mal rein hört und unseren Podcast weiter empfiehlt.

00:22:15: und ja viel Spaß damit.

00:22:18: Radio.de.

00:22:20: Erzähl'n's doch erstmal was sind alte Sterne?

00:22:22: Was bedeutet es überhaupt?

00:22:24: Also das Universum hat Dreizehn Komma Acht Milliarden Jahre mit dem Urknall angefangen Das ist unsere unsere Benchmark quasi und dann hat ein paar hundert Milliarden jahre gedauert sorry, ein paar Hundert Millionen Jahre bis die Eier aus den Sternen sich gebildet haben und dann wahrscheinlich noch mal paar hundert Millionen Jahren bis dann die nächste Generation von Sternen hat.

00:22:50: Und das Interessante an der Geschichte ist quasi genau wie bei uns Menschen wir geben unsere DNA in unsere Kinder weiter und sie gehen wieder in ihre Kinder weiter.

00:23:01: genauso ist es mit den Elementen im Universum also Wasserstoff und Helium.

00:23:07: Das Universum ist hauptsächlich aus Wasserstoff- und Heliom, aber das Salz in der Suppe macht es schmackhaft.

00:23:15: Ich bin interessiert an den Elementen, die schwerer als Wasserstoff oder Helium sind.

00:23:20: Eisen, Kohlenstoff, Magnesium, Calcium ... Aber auch Exoten wie Strontium, Barium, Europium und auch Thorium und Uran.

00:23:29: Da können wir auch noch drüber sprechen, wie wir radioaktives Materialhand haben!

00:23:38: Ich arbeite regelmäßig mit Uran, aber es strahlt nicht.

00:23:43: Es ist nur in meinem Spektrum zu finden und wir messen wie viel übrig ist und können dann so halb ruck schließen, wie alter Stern eventuell ist.

00:23:55: Das ist relativ ungefährlich.

00:23:57: Und das wollte ich ja gerade von dir wissen?

00:23:59: Genau!

00:24:01: Die ältesten Sterne, die wir suchen können, fehlt noch ein Bauteil in der Geschichte.

00:24:06: Ein keileines Kapitel und zwar die dicken Sterne.

00:24:09: Die sagen wir mal acht oder zehnmal so massreich sind wie die Sonne.

00:24:14: Sie explodieren als Supernovae und je kleiner ein Stern ist, desto länger ist seine Lebenszeit.

00:24:22: Die Sonne hat eine Lebenszeit von zehn Milliarden Jahren.

00:24:25: Das solltet ihr heute Abend euren Kindern erzählen.

00:24:28: beim ... beim Abendessen oder morgen.

00:24:32: Morgen beim Frühstück, ja?

00:24:33: Zehn

00:24:33: Milliarden Jahre – das ist wirklich eine gute einfache Zeit zum Merken!

00:24:37: Und Sterne die weniger massereich sind als die Sonne haben dann eine längere Lebenszeit.

00:24:43: Das heißt wenn wir uns jetzt überlegen ... Sterne mit ungefähr Nullkommar sechs bis Nullkommer acht Sonnenmassen haben eine Lebenszeit von fünfzehn bis zwanzig Milliarden Jahren.

00:24:54: Das heisst wenn ihr so ein Stern nimmst und sagt okay Wenn ich den jetzt in der Frühzeit des Universums backen kann, dann überlebt er bis heute und noch länger.

00:25:08: Und das ist genau das was wir machen!

00:25:10: Die allererste Generation von Stern war total dick und fett und puffy wie so ein Creampuff, weil das Gas war ja nur Wasserstoff in Helium und das klumpt einfach schlecht.

00:25:23: Da kannst du nichts Kleines draus machen also Groß- und Puffy.

00:25:26: aber diese ersten Sterne haben halt Zwecksenergieerzeugung in ihrem Innern.

00:25:33: alle Elemente bis Eisen zusammengeköchelt sind dann relativ schnell innerhalb von paar Millionen Jahre explodiert und haben dann diese schweren Elemente also verstreut überall in das lokale Gas.

00:25:45: Das heißt, die Gasphysik hat sich verändert.

00:25:47: Jetzt konnte man was klumpen und kleine Sterne machen.

00:25:52: Die haben dann diese lange Lebensdauer.

00:25:54: Das sind die alten Sterne, die heute noch da sind!

00:25:59: Ich werde oft gefragt, sind sie nicht total weit weg?

00:26:03: Ich habe von diesen Galaxien gelesen mit dem James Webb Space Telescope

00:26:08: usw.,

00:26:09: ja das stimmt schon alles ist aber ein total komplementärer Ansatz.

00:26:14: Es gibt natürlich diese hochrot verschiebenen Galaxien, wo das Licht Milliarden von Jahren gebraucht hat um uns herzukommen.

00:26:23: Dann sehen wir die Galaxie heute so wie sie damals aussah.

00:26:27: Das Bild ist quasi gereist zu uns und die Galaxis sind wirklich weit weg.

00:26:34: Das ist völlig anders.

00:26:36: also unsere Sterne sind heute da.

00:26:40: Ich sag immer, es ist das Gleiche wie wenn du deinen Ur-Opa oder deine Ur-Ohma interviewen würdest und das kannst du mir mal aus deiner Kindheit erzählen.

00:26:47: Wie war das denn damals?

00:26:48: Nö... ...Ninzehnhundert, Achtzehn-Hundert oder was auch immer in unserem Fall.

00:26:52: Ich frage dich halt, wie war das dann vor dreizehn Komma fünf Milliarden

00:26:56: Jahren?!

00:26:57: Und das ist auch genau die Antwort, die ich dann kriege!

00:27:00: Weil das ist das letzte kleine Kapitel in der Geschichte.

00:27:05: Diese kleinen Sterne sind unheimlich effizient.

00:27:08: Die verbrennen also immer noch Wasserstoff zu Helium, alle Sterne machen das für neunzig Prozent ihres Lebens und die Sonne auch fleißig.

00:27:17: Das heißt, die Häufigkeit des gesamten Sterns ist nach wie vor genau die gleiche wie die Gaswolke aus der sie sich gebildet haben.

00:27:29: Das heisst dieses.

00:27:30: Wie war das denn damals?

00:27:32: Wir beantworten die einfach direkt, weil jeder Stern genau die Zusammensetzung dieser Geburtsgaswolke widerspiegelt.

00:27:40: Also wir haben den direkte Kanal in die Vergangenheit, wenn wir diese alten Sterne finden und analysieren.

00:27:49: Das ist alt!

00:27:51: Ich hoffe es ist alt genug.

00:27:53: Du hast jetzt ... Darf ich eine Klammer mal aufmachen?

00:27:57: Du hast gesagt... also wir wissen, die Sonne ist ein Stern.

00:28:02: Jetzt muss ich fragen, ist es ein kleiner Stern?

00:28:04: Weil du sagst er lebt noch.

00:28:06: Wir wissen das der zehn Milliarden

00:28:08: Jahre lebt.

00:28:09: Der ist klein!

00:28:10: Ist nicht super klein aber klein genug

00:28:13: und dann verpufft er auch oder dehnt sich aus und explodiert irgendwann?

00:28:17: Ja

00:28:17: ja ja das eine coole Klammer.

00:28:19: also alle Sterne puffen sich auf und werden groß und roten Riesen zu rotem Riesen.

00:28:26: Aber nicht alle Sterner explodieren nur die großen Masse reichen explodieren.

00:28:33: Die Sonne gehört nicht dazu, bei Weitem nicht.

00:28:35: Sie wird aber trotzdem ein roter Riese werden und irgendwann so groß werden wie die Umlaufbahn von Mars.

00:28:42: das heißt der Erde würde sowieso irgendwann gefressen dauert aber noch ein paar Milliarden Jahre keine Eile Und dann wird sich einfach die äußere Gas.

00:28:52: danach wird sich dann die äussere Schicht quasi ablösen und das ganze wird in einem planetarischer Nebel.

00:28:58: also die Sonne geht durch diese planetarische Nebelphase, stößt alle äußeren Schichten ab.

00:29:05: Die werden dann ganz wunderbar schön leuchtend in verschiedenen Farben, weil da auch diese Elemente ... die paar Elemente, die die Sonne zusammenköcheln kann, kommen richtig zum Vorschein.

00:29:15: sofort wörtlich und irgendwann ist nur noch der heißen Kern mit Helium- und Kohlenstoff übrig.

00:29:23: Und er wird dann einfach nur noch irgendwann abkühlen im Universum rum.

00:29:28: rumfloten.

00:29:30: Für immer!

00:29:32: Felix, die Anna erzählt das so locker flockig.

00:29:34: war dir das klar?

00:29:35: Dass irgendwann unsere Erde nicht mehr so existiert wie sie mal existieren wird?

00:29:41: Wie war das nicht klar?

00:29:42: Es ist ein...

00:29:44: Ja ich sag mal so.

00:29:46: Ich denke jetzt nicht an jeden Mittwochabend darüber nach.

00:29:50: was mir aber eingefallen ist.

00:29:52: Die erste Person, die in der Hinsicht etwas zu mir gesagt hat, was mir glaube ich nie mehr aus dem Kopf gehen wird Michelle Thaler, die hat ganz lange als Kommunikatorin bei der NASA gearbeitet und war für mich eine absolute Trauminterview-Partnerin.

00:30:06: Weil ich immer fand, dass sie alles was man im Kopf hatte irgendwie aufgelöst und neu zusammengesetzt hat.

00:30:11: Und jetzt habe ich das zum ersten Mal gehört, jetzt mir gesagt Felix du bist Sternenstaub eigentlich und alle die gerade zuhören und Ich und mein Hund so... Das ist natürlich im erster Moment so ein Satz den muss man erst mal weil eigene Forschungsvermögen irgendwie übersteigt.

00:30:30: Ist das was, was du auch sagst?

00:30:32: Ist es auch ein Satz den du benutzt?

00:30:34: Ja ja, regelmäßig!

00:30:36: Also ich suche ja eigentlich oder meine Arbeit dreht sich um die Ursprünge der chemischen Elemente wie und wann und wo das also alles genau klappt weil wir tatsächlich immer noch nicht genau wissen wie alle Elemente des Periodensystems tatsächlich genau entstehen und wo Und in welchen Mengen?

00:30:54: Also da gibt es noch einige Fragezeichen.

00:31:00: Die Antworten darauf sind halt das, was es interessant macht ist... Schwere alles zu erklären!

00:31:12: Aber mit dem Aufkommen der ersten Sterne oder den ersten Sternegeneration im Universum hat ja die sogenannte chemische Entwicklung des Universums begonnen.

00:31:24: Also jeder Stern und jede Generation produziert, also für bestimmte Elemente und in bestimmten Häufigkeiten.

00:31:34: nicht jeder Stern macht genau das Gleiche aber alle zusammen produzieren halt alle Elemente, die wir kennen und die es gibt Und mit der Zeit wird er seit immer mehr und mehr.

00:31:47: Und mit meinen alten Sternen versuche ich rauszufinden, wie das alles angefangen hat und wie es im Einzelnen läuft.

00:31:55: Wie wird Strontium produziert?

00:31:58: Wo ist das mit dem Eisen?

00:32:01: Und wie oft klappt das alles um dann letztendlich diese chemische Entwicklung nachzuvollziehen?

00:32:07: Das Coole daran ist halt wenn man sich die biologische Entwicklung auf der Erde anguckt zu der wir ja auch gehören.

00:32:17: Das ist alles nur möglich, weil die chemische Entwicklung dafür gesorgt hat, dass überhaupt genug Elementenzeugs überhaupt existiert.

00:32:25: Erst im Universum dünn verstreut in den Gaswolken dann irgendwann etwas verdichtet in diesem präsolare Nebel aus dem sich die Sonne und das Sonnensystem gebildet hat... Und dann irgendwie – das wissen wir auch nicht so genau!

00:32:41: Das ist das Zeug kristallisiert oder zusammengebacken und dann in die verschiedenen Planeten gegangen.

00:32:47: Und heute haben wir die Erde, wir sitzen hier und sprechen aufgrund dieser chemischen Entwicklung plus diverse andere Prozesse natürlich was genau den Kohlenstoff bereitgestellt hat um überhaupt Leben irgendwann zu kreieren.

00:33:05: also dass es schon Ein ziemlich spannendes Gedankenspielchen, was man da treiben kann.

00:33:14: Veranschaulicht aber halt wirklich ... Wir sind Sternenstaub zusammengebacken in die Erde und dann quasi wieder auferstanden.

00:33:25: Ist ganz cool!

00:33:29: Und

00:33:30: irgendwann gehen wir auch wieder zum Universum zurück?

00:33:33: Alles nur ein Haufen Atoma.

00:33:35: Darf ich diese Klammer einmal kurz schließen und fragen, weil du das so eben so ganz beiläufig gesagt hast.

00:33:41: Das ist aber schon sicher.

00:33:50: Du hast es so gesagt als ob das safe ist.

00:33:52: Aber das ist klar...

00:33:55: Was jetzt?

00:33:55: Dass die Sonne sich ausdehnt oder...?

00:33:57: Ja, genau.

00:33:58: Dass die Sonne ausseht und dann ... Wie hast du das schön formuliert?

00:34:01: Die Erde ist eher eine Geschichte oder ist eh platt?

00:34:04: Ja, ja, das ist total sicher!

00:34:06: Das ist unvermeidlich.

00:34:07: Okay...

00:34:09: Wie lange noch?

00:34:10: Also ich ... Die Sonne ist ja vier Komma sechs Milliarden Jahre alt also fast die Hälfte der Lebenszeit.

00:34:20: Dann die letzten zehn Prozent also ungefähr Vier-Einhalb fünf Milliarden Jahre fängt es da an zu zu rummeln.

00:34:31: Wenn wir da jetzt noch ins Detail gehen wollen, schon lange bevor wir aufgefressen werden wird es unangenehm warm werden.

00:34:38: Also die Sonne hat ja relativ viel dynamische Prozesse an der Oberfläche, sondern diese Protuberanzen und Ausstöße

00:34:44: usw.,

00:34:45: sieht man ja manchmal echt super auf Fotos.

00:34:48: Die sind Kilometer hoch usw.. Das beeinflusst unser Klima jetzt noch nicht direkt, aber es beeinflußt den Sonnenwind natürlich und dementsprechend auch die Typulanlichter.

00:34:59: Also das ist nicht so dass wir's gar nicht merken würden, aber das Klimaan für sich kommt ja hauptsächlich von der, sagt man... Dass unsere Achse halt etwas gekippt ist.

00:35:11: Da kommen ja die Jahreszeiten her und natürlich dann den ganzen Krams, denen wir Menschen dazu beitragen.

00:35:18: Aber wenn sich jetzt in der Sonne ein klein bisschen nur was ändern würde, also ein bisschen größer oder einen riesigen Ausstoß.

00:35:27: Die Sonne ist nicht so weit weg von uns!

00:35:30: Das würden wir schon merken und deswegen können wir eigentlich froh sein dass die Sonne so klein und langweilig ist und nichts tut weil es würde uns nicht so gut bekommen.

00:35:45: Ich versuche mal... Also das ist für mich eine absolut spannende Erkenntnis, mit der ich jetzt versuche nochmal...

00:35:52: Schlaf gut heute Abend!

00:35:54: Und

00:35:56: Olli?

00:35:57: Olli ist so ein braver Rheinländer.

00:35:58: Weißt du, er ist katholisch und da denkt man ne komm das ist doch ewig.

00:36:05: Aber ich bleib trotzdem bei der Sternenkunde.

00:36:07: Ich versuch dennoch das Thema einmal zu wechseln weil was total spannend ist.. Du hast ja einen der ältesten, bekanntesten Sterne entdeckt.

00:36:20: Und wir würden gerne mal wissen wie war das in dem Moment?

00:36:24: War dir klar in dem moment und vielleicht bekannst du die Situation beschreiben dass du irgendwie auf was ganz besonderes gestoßen bist.

00:36:30: also ist ja fast schon so wie heiliger grahl hast du glaube ich auch mal erzählt

00:36:35: Ja... Das ist eigentlich nie so ein Ping-Moment sondern eigentlich eher so eine ganze Serie von Sachen.

00:36:45: Weil wir suchen ja, ich sage immer I'm in the business of winning the lottery!

00:36:51: Meine Arbeit besteht daraus die Lotterie zu gewinnen und wenn man dann denkt oh Mann vielleicht habe ich es da muss man natürlich alles Mögliche erstmal absichern um die Einbildung der Bildung zu trennen sonst ist es schlecht.

00:37:07: So war das bei allen meinen Entdeckungen gewesen.

00:37:11: Man hat Kandidaten, die bringt man zum Teleskop und dann guckt man sich die Daten an.

00:37:15: Und da sagt man oh okay cool das könnte was sein.

00:37:19: aber man musste natürlich erst mal ein bisschen so grob analysieren um zu gucken.

00:37:25: sind die Zahlen auch so wie das was ich mir gerade in meinem Gehirn dazusammengesponnen habe.

00:37:31: Wenn ich jetzt mehr so einen Spektrum von einem Stern angucke kann ich natürlich relativ gut Ohne irgendwelche Zahlen sagen, ja das ist was oder das ist nix.

00:37:40: Auch damals schon relativ viele Spektren gesehen aber letztendlich müssen die Zahlen entscheiden was geht.

00:37:47: und dann ist es oft so und das war im Jahr zwei tausend vier haben wir den Stern beobachtet.

00:37:53: Zwei Tausend fünf wurde es dann publiziert.

00:37:57: Wir hatten einen Spektrum und das sah gut aus aber da war völlig klar also war sofort völlig klar dass das is irgendwas cooles.

00:38:06: Aber wir brauchen mehr Daten, um das wirklich zu beweisen.

00:38:10: Und wir hatten Glück damals weil der Kollege von dem japanischen Teleskop, der hatte uns also da ein Spektrum besorgt.

00:38:18: Der war gerade an dem Teleskop.

00:38:20: Das war auch ein totaler Zufall.

00:38:21: aber so geht es halt manchmal und dann hatte er irgendwie zwei Wochen später auch noch mal Teleskopzeit.

00:38:28: Und wenn wir also den Stern jetzt erst in diesen zweiten Run da gefunden hätten, hätte man denn ja warten müssen.

00:38:34: In dem Fall musste man nur zwei Wochen warten.

00:38:36: Also das war ein super Zufall und dann haben wir natürlich dann... Also erst haben wir die Daten benutzt, die wir hatten um vorläufige Zahlen zu kriegen und dann habe bessere Daten gekriegt und dann hat sich das alles bestätigt.

00:38:51: Das ist auch immer gut weil halt der Welt was großartiges Neues mitteilen will, muss man natürlich dementsprechend auch wirklich die Beweise alle Dinge fest haben.

00:39:03: Und das ist immer so dieser Prozess.

00:39:05: aber es ist sehr aufregend natürlich und weil man nie so genau weiß... Wenn ich jetzt den Stern noch mal beobachte, kommt dann wieder das Gleiche raus.

00:39:15: Oder wenn mein Kollege das analysiert ohne meine Ergebnisse zu wissen, kommt da das Gleichebahraus?

00:39:21: Es gibt ja die Lösung nicht hinten im Buch, sondern man muss halt alle möglichen Tests machen um festzuzuhren irgendwie damit alles hinhaut und damit an die Öffentlichkeit gehen kann.

00:39:36: Sehr viel Adrenalin, schlaflose Nächte, Kaffee und Spaß auch.

00:39:42: Die Namen von deinem ersten Fund haben eigene Wikipedia-Einträge,

00:39:49: diese

00:39:50: Sterne?

00:39:52: Hast du die dann am Unterarm tätowiert oder wie ...

00:39:56: Nee, aber das ist ja eine Idee nicht für mich!

00:40:01: Die Sternennamen kamen von der Durchmusterung, wo die rausgefischt wurden.

00:40:07: In dem Fall ist es

00:40:08: H.E.,

00:40:09: Hamburg-Esu Survey ... Das war eigentlich mal ein Quasarensurvey.

00:40:13: Weit entfernte Galaxien sollten damit aufgenommen werden.

00:40:17: Letztendlich wurde diese Durchmesterung dann bekannter für die metallarmen Sterne, die halt einfach in den Daten dazwischen saßen zwischen den Galaxieren und klappt auch!

00:40:29: Ja, also hii.

00:40:33: Ich bin einer der wenigen die den Namen auswendig kann.

00:40:38: Ist okay.

00:40:38: Lässig!

00:40:38: Da gibt es auch noch andere

00:40:41: Namen über Auswendigkeit.

00:40:42: Mein anderes Baby von der Zeit von zwei tausend sieben ist Hii-Fünfzehn, Dreiundzwanzig, Minus Null, Neun, Null Eins.

00:40:49: Das war eigentlich immer noch der Stern mit der besten Urlandediktion.

00:40:54: Also das war schon ziemlich cool.

00:40:58: Lässig, wenn man das einfach so sagen kann.

00:41:00: Ich hab gesehen der erste ... Dieser erste, den du gerade erwähnt hast ist im System Wasserschlange.

00:41:08: Im Sternbild Wasserschlange?

00:41:09: Das kannte ich noch nicht mal!

00:41:11: Also ist es was... Du auch nicht okay.

00:41:14: Das ist also jetzt nichts, wo du beim Camping bist mit deinen Söhnen, wo ihr sagen kannst guck mal hier oben Da ist irgendwo der Stern.

00:41:21: Leider nicht, weil nämlich diese beiden Sterne haben den Minuszeichen in ihrem Namen und dass ... Diese Sternen sind eine verkürzte Form von Koordinaten.

00:41:32: Und das Minus in der Mitte bedeutet, dass es in der südlichen Hemisphäre ist.

00:41:38: Die ersten vier Zahlen sagen, wann es im Jahr beobachtbar ist.

00:41:42: Um dreizehn ist ... im Mai und im Juni auf so einer ... Vierundzwanzigstunden-Skala quasi.

00:41:50: Also man kann's im Mai in der südlichen Hemisphäre beobachten.

00:41:54: Und der andere Stern ist ähnlich, der ist Fünfzehn, fünfzehnt, dreinzwanzig und dann minus Null, neun, neuneins ... Ist auch in der Südlichen-Hemisphere.

00:42:04: Deswegen ist das ja beim Camping hier in Nordamerika leider nicht sichtbar.

00:42:11: Aber wenn ihr jetzt, sagen wir mal, ihr werdet irgendwie ein Ecuador oder so in den Anden?

00:42:17: Da könnte es schon sein... Dass du dann Hochzeichen

00:42:21: findest?

00:42:21: Nein, also der erste Stern ist jetzt für unsere Verhältnisse schwach aber nicht mit bloßem Auge sichtbar.

00:42:32: Der andere Stern, der mit den Muranen, der fifteen, dreinzwanzig, der ist relativ hell... Also der ist noch mal heller und ein Amateur Astrophotograf hat mir auch vor vielen Jahren mal ein Bild davon geschickt, was er gemacht hat.

00:42:49: Also mit einem kleineren Teleskop kann man dadurch aus den Sehen aber ich kann es gar nicht empfehlen die anzugucken weil alle Sterne abgesehen von der Farbe sehen doch einfach wie ein ganz normaler Rundepunkt aus, und es sind überhaupt nicht spannend.

00:43:11: Es steht kein Label dran interessant oder langweilig oder irgendwas anderes.

00:43:18: Dafür braucht's halt die Spektroskopie.

00:43:20: Man muss sich die Zusammensetzung angucken weil sie erklärt und erzählt einem dann halt wo ist der Stern hergekommen?

00:43:29: Wo ist er vielleicht entstanden?

00:43:31: Was ist da alles vorher passiert?

00:43:35: Könntest du den finden am Himmel, wenn wir jetzt zur richtigen Zeit an der richtigen Stelle?

00:43:40: Nee.

00:43:40: Weil wie gesagt mit plusen Auge ist nichts zu sehen und beim Teleskop musst du die Koordinaten dann eingeben.

00:43:49: Und ja es ist also in die Richtung des Sternbildes Wasserschlange was im südlichen Hemisphäre ist.

00:43:55: Wenn man in der nördlichen Hämisfere aufgewachsen ist sind einem die meisten südliche Sternbilder eher fremd.

00:43:59: Also mir auch ich hab's mir irgendwann mal angeguckt aber Weiß ich auch nicht mehr zu.

00:44:07: Gibt es soweit was ... Oder gibt es einen Fund, nach dem du suchst oder trachtest?

00:44:14: Oder wo du dann sagen würdest... Ach, okay!

00:44:17: Das muss ich noch finden in meiner Lebenszeit.

00:44:20: So etwas wie den Heiligen Graal.

00:44:23: Ja, das gibt's schon.

00:44:25: Was ist das denn?

00:44:26: Und das wäre natürlich um nochmal auf diese allerersten Sterne zurückzukommen.

00:44:32: Die Theorie besagt dass Man von Wasserstoff und Heliumgas nur dicke, große aufgepuffte Sterne machen kann.

00:44:41: Also wie so Popcorn quasi!

00:44:44: Aber wer weiß was passiert?

00:44:46: Wie gesagt ich bin ja dabei die Lotterie zu gewinnen oder zumindest Versuchung... Es gibt ein paar Simulationen, die zeigen vielleicht könnte sich im Zuge der Bildung eines dieser Riesensterne auch irgendwie so eine kleinere Gasmasse abspalten.

00:45:10: Und dann einen kleinen Stern machen.

00:45:13: Ein kleiner Stern, der keine schweren Elemente enthält und der hätte natürlich aufgrund der Masse und der Ergiebigkeit die Chance bis heute zu überleben.

00:45:24: also... der heilige Graal dieses Feldes, es wäre tatsächlich einen solchen Stern zu finden was deren Existenz nachweisen würde.

00:45:33: Und wir wissen halt nicht existieren sie oder nicht?

00:45:36: bisher ist uns nichts untergekommen aber das ist immer so dass wo wir noch nach suchen

00:45:43: Was würde das denn erklären und zeigen?

00:45:45: Also ein Stern der volle Masse hat oder viele Elemente in sich trägt und kleines

00:45:52: Ich hab's auch nicht ganz geschickt.

00:45:53: Nee, nee, der hat nur Wasserstoff und Helium.

00:45:56: Nichts anderes!

00:45:57: Okay also die Urelemente...

00:46:01: Und das würde beweisen?

00:46:03: Was würde das zeigen?

00:46:04: oder was würde das dir erklären?

00:46:06: Naja das würde erklären dass also die erste Generation von Sternen tatsächlich existiert hat denn bisher ist es im Prinzip nur eine Theorie Also eine physikalische Theorie.

00:46:19: Irgendwie müssen ja die ersten Sterne sich gebildet haben, denn wir haben Sterne am Sternenhimmel heute.

00:46:25: Die Frage ist wie hat das am Anfang geklappt?

00:46:27: Und die Theorie sagt halt okay aus Wasserstoff und Helium-Gas kannst du nur dicke Sterne machen und die müssen aber aufgrund ihrer enormen Masse sofort wieder explodieren.

00:46:37: Das heißt sie können wir nicht direkt beobachten.

00:46:41: Ihr habt recht!

00:46:42: Das ist der Teil der Geschichte den habe ich noch nicht erzählt.

00:46:46: Das Einzige, was sie hinterlassen sind diese schwereren Elemente, die Sie im Innern erzeugt haben und die dann in die nächste Stern-Generation mit reingebacken werden.

00:46:56: Und die ich dann in meinen alten Sternen beobachte.

00:47:02: Aber das ist immer noch ... das beweist immer noch nicht hundert Prozent, dass es diese allerersten Sterne auch tatsächlich gab.

00:47:12: Wenn wir jetzt aber so einen kleinen Stern, ein kleines Fragment irgendwie von so einem dicken ersten Stern hätten, der das übrig geblieben ist und dann zu einem langlebigen Stern geworden ist.

00:47:26: Den könnten wir heute noch beobachten.

00:47:31: Dann hätten wir tatsächlich einen beobachteten Beweis dafür, dass es diese allererste Generationen von Sternen tatsächlich

00:47:38: gab.".

00:47:39: Das ist um eine Minute mit Betafa zu bemühen?

00:47:41: Das wäre ein bisschen wie Darwin ... sozusagen Evolutionen beweisen.

00:47:46: Du hättest einen Zwischenschritt gefunden, den es vorher nicht

00:47:48: ... Ja also der allerersten quasi ne?

00:47:50: Weil wir sehen den Anstieg von allen Elementen mit der Zeit und das ist Evolution.

00:47:58: mehr Eisen, mehr Strontium, mehr Calcium

00:48:01: usw.,

00:48:02: aber das Interessante ist halt wie hat es alles angefangen?

00:48:05: und uns fehlt halt noch so dass das der aller erste Schritt.

00:48:09: Also wenn ich vor den ältesten Sternen rede red' ich immer von den Zweiten.

00:48:13: Das fängt an mit der zweiten Generation, weil die Erste können wir nicht erreichen.

00:48:20: Ich hätte jetzt irgendwie gedacht, dass du vielleicht so was sagst wie ... Der heilige Graal ist die zweite Erde?

00:48:29: Ja das auch einer!

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