Warum sind wir alle Sternenstaub, Anna Frebel? (UPDATE)
Shownotes
Warum sind wir alle Sternenstaub? Wann verschluckt unsere Sonne die Erde? Gibt es Aliens? Was ist vor dem Urknall passiert? Gibt es eine zweite Erde – und falls ja, wie kommen wir dahin?
All das haben wir Anna Frebel, Astronomin und Professorin am MIT gefragt. Und sie hat so großartig geantwortet, dass wir diesen Podcast allen empfehlen, die gerne in den Nachthimmel gucken – auch ohne Teleskop.
Anna war bereits mit Mitte Zwanzig an der Entdeckung einer der ältesten bekannten Sterne beteiligt und ist heute eine der weltweit führenden Wissenschaftlerin auf dem Gebiet der stellaren Archäologie. Sie versucht herauszufinden, wie die ersten Sterne entstanden, woher die chemischen Elemente kommen, aus denen auch wir bestehen – und ob sich eines Tages der Heilige Gral ihres Fachs finden lässt: ein noch heute existierender Stern aus der allerersten Generation des Universums. Oder, wie sie es selbst formuliert: „Meine Arbeit besteht daraus, die Lotterie zu gewinnen.“
Dazu geht's auch um irdische Fragen: Wie forscht man am MIT, während die US-Regierungen die Wissenschaft attackiert und Gelder einfriert? Wie funktioniert das Leben als Mutter, wenn man nachts vom Wohnzimmertisch ein Teleskop in Chile steuert und morgens die Kinder zur Schule bringt? Und ist es Zufall, dass Annas Initialen ALF sind?
Hört rein – viel Freude bei der galaktischen 158. Folge von Wunderbar Together.
ANNA FREBEL Mehr über Annas Forschung, ihre Arbeit am MIT und ihre Bücher findet ihr auf ihrer Website. Wem dieser Podcast nicht reicht, der möge sich bitte die XXL-Folge mit Anna bei Lex Fridman anhören.
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SENNHEISER Ihr fragt euch, warum Felix und ich in diesem Podcast so gut klingen? Die Antwort ist ganz einfach: Wir nutzen ein ganz neues Sennheiser-Mikrofon. Trommelwirbel: Sennheiser ist unser neuer Partner, der uns dabei hilft, das nächste Level für Wunderbar Together zu erreichen. Vielleicht kennt ihr Sennheiser von Stadionkonzerten, Broadway-Shows oder den Oscars. Oder aus Hörsälen oder Meetings. Oder aus dem Auto (z.B. im ganz neuen smart). Sennheiser kommt aus Hannover und liefert heute in Amerika und rund um die Welt den Sound unseres Alltags. Wir sind sehr stolz, dass wir diesen Podcast nun mithilfe von Sennheiser-Produkten aufnehmen und produzieren können.
PAULANER SUNSET Ein bisschen Heimat für Anna Frebel in Boston: Natürlich bekommt auch Anna nach der Aufnahme ein Paket Paulaner Sunset nach Hause geschickt – die amerikanische Version der legendären Paulaner Spezi.
RADIO.DE Wunderbar Together gibt es auch bei radio.de – zum Streamen, Folgen und Weiterempfehlen.
SHARING IS CARING** Wenn euch die Folge gefällt, schickt sie gerne an eure besten Freunde oder an eure Familienmitglieder. Folgt uns auf Spotify und Apple Podcasts – und verpasst in Zukunft keine Folge mehr. Vielen Dank!
MITARBEIT Redaktion: Felix Zeltner, Katalina Farkas und Olli Nermerich Visuals: Vivian Schmidt Schnitt: Heiner D’Alquen
Transkript anzeigen
00:00:03: Wenn man sich den Sternenhimmel anguckt, dann ... na ja.
00:00:06: Es ist wie so eine Pforte gewisserweise.
00:00:09: Eine Einladung, sich vorzustellen was es alles da draußen gibt und wie weit das vielleicht geht.
00:00:16: Viele können sich zumindest noch vorstellen dass okay diese kleinen Lichter im Himmel die haben nicht alle die gleiche Distanz zu uns.
00:00:22: Die sind verschiedenweit entfernt.
00:00:24: Und wenn man anfängt da ein bisschen drüber nachzudenken wird's von zwei D. Also dann irgendwie räumlich, drei D. Und ja ... Irgendwie haben mich meine Fantasie da immer noch weiter rausgetragen und wollte halt einfach mal wissen was ist denn eigentlich das mit den Sternen?
00:00:42: Es hat ja auch geklappt!
00:00:50: Hallo herzlich willkommen bei Wunderbar Together.
00:00:52: hier ist Felix und auf der Reise zu dem coolsten deutschen Amerika bitte ich euch jetzt mal kurz in den Himmel zu gucken.
00:00:59: vielleicht wenn es gerade geht seid ihr im Büro oder draußen in der Natur und ihr könnt mal kurz hochgucken.
00:01:06: Vielleicht ist es sogar abend, hier sieht da was funkeln.
00:01:09: Darum geht's heute bei uns im Podcast.
00:01:12: Was ist das alles eigentlich da draußen?
00:01:15: Wie alt ist das?
00:01:16: Wo kommt das her?
00:01:17: Wo kommen wir hin?
00:01:20: Warum bestehen wir alle aus Sternenstaub?
00:01:22: Gibt es eigentlich Aliens da draußen?
00:01:23: gibt es eine zweite Erde?
00:01:25: einfache Fragen Die alle haben wir gestellt, Olli und ich an unseren Gast heute.
00:01:30: Sie ist Astronomen, sie ist Professorin am MIT in Cambridge... ...und sie ist eine der weltweit führenden Expertinnen für die ältesten Sterne unseres Universums.
00:01:41: Crazy Job oder?
00:01:43: Wahnsinn!
00:01:43: Anna Frebel Ich bin so froh, dass ihr heute Anna hören könnt, denn so ein Podcast-Gast das kriegt man selten Mehr.
00:01:54: gleich dazwischen noch eine ganz kurze Werbeunterbrechung.
00:01:58: Denn wir sind so froh, dass wir gut klingen für solche wichtigen Gespräche!
00:02:03: Unser Podcast wird seit neuestem präsentiert von Senheiser.
00:02:07: Seit über achtzig Jahren der familiengeführte Pionier für professionellen Sound auf den größten Konzertbühnen in den besten Studios der Welt, in Konferenzräumen und seit neusten auch als Innovationspartner.
00:02:26: Wisst ihr, was das heißt?
00:02:27: Ihr hört wunderbar zusammen.
00:02:29: Immersiv mit Sennheiser!
00:02:32: Diese Folge wird auch präsentiert von Miles & More – US Residence können mit der Miles and More World Elite Mastercard aktuell bis zu siebzig tausend Malen als Weltkombonus einsammeln.
00:02:43: Siebzig Tausend Meilen.
00:02:44: Ich habe das mal umgerechnet ist ungefähr ein Viertel der Strecke von hier zum Mond.
00:02:50: Nicht schlecht
00:02:51: oder?!
00:02:52: Dazu gibt's zwei Lufthansa Business Launch Gutscheine, ein jährliches Companenticket und auch vieles anderes bei anderen Airlines.
00:03:00: Also schaut mal rein mehr unter milesandmore.com slash credit cards term supply.
00:03:08: Jetzt aber ab ins Weltall.
00:03:10: schnallt euch an.
00:03:11: Viel Spaß!
00:03:12: Und vielleicht geht es euch wie mir?
00:03:14: Und ihr guckt nach diesem Podcast anders in die Sterne als vorher Herzlich willkommen weil wunderbar Together Anna Frebel, Anna so schön dass du den Weg zu uns in den Podcast gefunden hast.
00:03:36: aus den Sternen sag ich mal.
00:03:40: Ja ich freu mich auch.
00:03:43: Anna es ist bei uns in Deutschland heute abends.
00:03:48: also wir haben jetzt hier so diesen Sommer Nacht Himmel.
00:03:52: schaust Du auch gerade in der Nacht himmel oder wo bist Du?
00:03:55: Noch nicht ganz, das kommt erst in ein paar Stunden.
00:03:58: Ich bin hier in Cambridge und Massachusetts an der Ostküste in den USA.
00:04:04: Ich wohne hier und bei uns ist jetzt Nachmittags.
00:04:08: Ich glaube ich ... In ein paar Tagen gehen wir campen.
00:04:12: Da werde ich meine Jungs auch mal auf den Strand mitnehmen und dann gucken wir auch mal!
00:04:16: wieder in den Himmel.
00:04:18: Denn hier in der Stadt ist es natürlich viel zu hell nachts, da sind die Wolken und der Himmel eher
00:04:24: orange.".
00:04:46: Astronomen, Mama mit denen?
00:04:50: Wir machen ganz normale Sachen.
00:04:51: Ich bin ja auch zuerst Mensch und dann Astronomin.
00:04:56: Wir gehen irgendwie hin oder kaufen Bubble Tea oder Eis oder sowas.
00:05:01: hier kann man eigentlich nicht so viel in den Himmel schauen.
00:05:04: ab und zu sieht man natürlich den Mond.
00:05:06: das ist ganz nett.
00:05:10: Das sehen sie dann auch und zeigen da auch mal drauf und sagen Mama, da ist der Mond.
00:05:16: Zum Glück haben wir in meiner Gegend ziemlich viele Bäume.
00:05:20: Das ist schön grün, aber dadurch ist die Sicht natürlich auch verringert ... Aber zumindest für einen guten Zweck!
00:05:27: Ich hab mir jetzt natürlich romantisch vorgestellt, dass beim Campen ihr liegt draußen vom Zelt auf der Wiese und dann erklärst du den Himmel?
00:05:39: Ja also ich hoffe das war dieses Mal dazu kommen.
00:05:42: Wie gesagt, es muss natürlich ... wollten los sein.
00:05:45: Der Campingspot, wo wir da hingehen ist auch zum Glück voller Bäume, sonst würde es etwas heiß werden.
00:05:51: aber wir werden wahrscheinlich abends mal irgendwo hinfahren, wo es weniger Bäume hat um genau das zu machen.
00:05:57: Ich habe gerade einen neuen Schlafsack bestellt,
00:05:59: d.h.,
00:05:59: können wir auch mitnehmen, wenigstens zum drauflegen, um genau dass zu machen!
00:06:05: Das muss man schon jeden Sommer gemacht haben.
00:06:06: ich hab das früher als Teenager selber gemacht im Sommer Und ich hab auch gerade darüber geschrieben, ich arbeite an einem neuen Buch.
00:06:14: Das ist in der Anfang von einem der Kapitel ... wie ich da liege und die Sterne angucke.
00:06:21: Wenn man's ein bisschen länger als für ein paar Minuten macht, dann merkt man gleich, oh, die sind ja doch nicht alle gleich!
00:06:28: Manche sind blauisch, manche sind rötlich... Da gibt es einiges zu gucken, wenn man sich drauf einlässt.
00:06:35: Du hast mal gesagt, die meisten Sterne sehen ziemlich langweilig aus?
00:06:40: Sagst du das auch deinen Kindern?
00:06:44: Ja, also hab ich bestimmt schon.
00:06:49: Da gibt's nicht viel zu verheimlichen.
00:06:51: Aber irgendwann musst dich das doch gepackt haben.
00:06:53: Kannste dich noch an den Moment erinnern und dann den Reason why ... Auch wenn die langweilig aussehen, irgendwas muss sich ja mal in der Kindheit gepacktt haben daran.
00:07:04: Das Langweilige sein hat ein bisschen anderen Heatergrund.
00:07:10: Wenn man sich den Sternenhimmel anguckt, dann ... na ja.
00:07:13: Es ist wie so eine Pforte gewissermaßen.
00:07:16: Eine Einladung, sich vorzustellen was es alles da draußen gibt und wie weit das vielleicht geht.
00:07:25: Viele können sich mindestens noch vorstellen dass diese kleinen Lichter im Himmel die haben nicht alle die gleiche Distanz zu uns.
00:07:30: Die sind verschiedenweit entfernt.
00:07:32: Und wenn man anfängt da ein bisschen drüber nachzudenken, dann wird's von two to thee?
00:07:38: Also dann irgendwie räumlich, drei D. Und ja, irgendwie haben mich meine Fantasie da immer noch weiter rausgetragen und dann wollte ich halt einfach mal wissen was ist denn eigentlich das mit den Sternen?
00:07:51: Es hat ja auch geklappt!
00:07:53: Die meisten Kinder wollen irgendwie Doktor oder Polizist oder irgendwas werden und es klappt meistens nicht in meinem Fall halt irgendwie hingehauen Obwohl ich wollte auch mal Astronautin werden, aber das ist okay.
00:08:06: Dass es nicht geklappt
00:08:07: hat.
00:08:08: Das wäre ja noch naheliegender, weil wenn du sagst, ich wollte da hin... Ich wollte irgendwie da näher hin zu diesen funkelnden Dingern ... Astronautin eigentlich das nahe links.
00:08:20: Hast du das versucht?
00:08:21: Nee, weil ich mich auch dann irgendwann als Teenager mal so eine Doku-Serie von dem Star City da in Kasastan gesehen hab und da haben sie die Leute also die Astronauten in den Zentrifuge gepackt.
00:08:32: Da wurde mir ziemlich schnell klar... Ich mag nicht mehr auf die Kürbis da gehen.
00:08:39: Also Zentrifug wird bei mir nicht viel.
00:08:43: Da habe ich das sehr schnell abgegeben.
00:08:45: Aber es ist natürlich ja auch so ... Einer von unseren Doktoranten hier am MIT in meiner Abteilung, der ist gerade auf der International Space Station als Astronaut für acht Monate gewesen.
00:08:58: Gestern haben wir das Post-Mission-Interview mit bei NASA auf YouTube geschaut.
00:09:04: Da hat er natürlich erzählt wie man die Erde gesehen hat und sich jeden Tag bewussten paar Minuten genommen habe einfach nur von außen auf die Erde zu starren um das wirklich ins Gehirn zu brennen.
00:09:15: Und das ist natürlich eine ganz wahnsinnige Erfahrung.
00:09:18: Die würde ich auch super gerne machen, aber von den anderen Sternen kriegst du dann nichts mit.
00:09:25: Die sind immer noch super weit weg quasi genauso weit weg wie wenn du auf der Erde wärst und viel näher an einen Stern dran zu kommen als wo wir jetzt sind.
00:09:35: Auf der Umlaufbahn der Erde ist wahrscheinlich nicht im Sehenswert, weil Wurzeln ziemlich schnell heiß werden.
00:09:41: Also dass Astronauten sein hat natürlich auf jeden Fall was ist, aber auch in meinem Fall eher so ein Wunschtraum gewesen.
00:09:49: Eigentlich wäre ich lieber Captain Picard gewesen ... der mit dem Raumschiff durch die gesamte Galaxis düst und wirklich etwas zu sehen kriegt.
00:09:58: Aber davon sind wir ja nur noch ein bisschen entfernt.
00:10:04: Und sag mal, was ist denn eigentlich dein Selbstverständnis von dir?
00:10:10: Also wenn man dich jetzt in einer Bar fragt, was machst du da eigentlich?
00:10:15: Das weiß ich auch manchmal nicht so genau.
00:10:17: Ich würde gerne mal ausprobieren zu sagen, ich bin Kindergärtnerin und gucken was passiert ...
00:10:23: Ja, bist du auch?
00:10:24: Ja, manchmal bin ich das auch.
00:10:25: ja, das stimmt!
00:10:26: Ich gehe manchmal in die Schule von meinen Kindern und erzähle da über Astronomie oder über Penguido und die Antarktes und alles Mögliche.
00:10:35: Die mehrere Kinder bezeichnen mich jetzt als The Lady with the Blue Eyes weil ich mal blaues Eis mitgebracht habe um denen zu erklären, wie ein Gletscher funktioniert.
00:10:45: Mit dem Salzwasser und dem Süßwasser und so.
00:10:49: Ja sehr cool!
00:10:49: Ich dachte jetzt Kindergärtnerin vor neun Uhr nach acht Uhr?
00:10:52: Das ist das natürlich auch.
00:10:55: Im Wirtöln Studio... Das teilen wir ja alle, dass wir irgendwie versuchen auch noch Kinder groß zu ziehen neben der Arbeit.
00:11:02: Und du machst das mit Bravour und schon seit mehreren Jahren, du hast zwei Jungs die bald mit dir campen gehen dürfen, das finde ich großartig!
00:11:10: Und deine Jobbezeichnung?
00:11:11: Ich habe wirklich ernsthaft gefragt weil es gäbe so viele Möglichkeiten.
00:11:15: man könnte sagen Anna die Astronomen, Anna die Professorin für Sterne, Anna Weiß ich nicht, alte Planeten sucht.
00:11:25: Wie beschreibst du dich denn selber?
00:11:27: Planeten surre ich noch nicht!
00:11:28: Aber Sterne suche ich... Ja das kommt ein bisschen auf den Kontext drauf an ist aber letztendlich für mich auch gar nicht so wichtig.
00:11:37: Ein Titel haben ist quasi eine Sache, ein wirkliches Gespräch über was zu haben.
00:11:44: Wo sich zwei Leute mit Interesse irgendwie gemeinsam die Welt ein bisschen erkunden, ist ja etwas völlig anderes und oft ist es so wenn man quasi... Also wenn ich sage, ich bin Astronomin dann die meisten Leute sagen das ist toll!
00:11:57: Ich wollte das auch mal werden hat aber nicht geklappt.
00:12:01: Das ist so eine Standardantwort.
00:12:03: Da weiß ich dann immer gar nicht mehr, was soll ich denn jetzt dazu sagen?
00:12:06: Tut mir leid, dass es nicht geklappt hat.
00:12:08: oder hast du keine Mathe studiert und nicht genug gelernt in der Schule.
00:12:12: Also irgendwie kommt da für mich gar nicht viel Gutes frei rum.
00:12:16: Und es schließt das Tor etwas um eigentlich ne Unterhaltung über die Sache zu haben.
00:12:24: Das ist ja viel interessanter!
00:12:28: Nur schlimmer, wenn ich sage, Physikprofessorin, dann redet eigentlich gar keiner mehr mit mir.
00:12:32: Weil sie gar nicht mal wissen, was sie sagen sollen!
00:12:35: Also das ist auch nicht hilfreich.
00:12:38: Eigentlich fange ich immer erst mal mit wie man ... ja, ich bin Wissenschaftlerin.
00:12:42: Das ist so total neutral und da wissen auch viele nicht, was die sagen sollen.
00:12:48: Aber wenn Sie ein bisschen Mut haben können, Sie haben dieses Fragen um, was denn für ein Feld?
00:12:52: Und dann geht es eher um die Sache anstatt, was bei mir an der Büro-Tür steht.
00:12:59: Und dann sagst du?
00:13:00: Ja.
00:13:02: Entweder ich bin Astronomin oder ich arbeite im Bereich, dem Gebiet der Astronomie und ich suche nach den ältesten Sternen und dann kommt man langsam ins Gespräch.
00:13:15: Dann kann man das machen!
00:13:17: Es gibt auch manche Leute die nenn dich Stellararchäologien.
00:13:22: Stellare Archäologin
00:13:26: Steller heißt ja auch super.
00:13:28: Ja, genau!
00:13:29: Ich habe mal so eine Live-Radioshow vor vielen Jahren gemacht und da wurde das Publikum gefragt oder es gab so ein riesige Leinwand und da stand nur stillare Archäologie und dann musste das Publikum rausfinden was das eigentlich bedeutet.
00:13:48: Das war ganz lustig und genau da kamen alle mögliche Witze über irgendwas gigantisches aus Stillar sei.
00:13:57: Wir geben so viel Liebe, soviel Herzblut in diesem Podcast und unsere Zuhörer.
00:14:07: Die das merken die das spüren.
00:14:09: Die haben die ganz einfache Möglichkeit diesen Podcast zu abonnieren Und dann kriegen sie noch mehr Episoden von uns ausgespielt.
00:14:18: also der große...die große Bitte die wir heute haben ist drückt auf folgen bei Spotify oder diese Glocke bei Spotify.
00:14:28: Bei Apple könnt ihr uns folgen.
00:14:29: Ihr könnt uns auch herzen bei radio.de, bei der App und damit könnt ihr sicherstellen dass ihr keine Folge verpasst das sie euch immer angezeigt wird Und wenn ihr sogar noch ein bisschen übermütig seid dann könnt ihr es sogar bewerten.
00:14:45: die Podcasten bei Spotify und Apple.
00:14:50: Das führt dazu dass wir nochmal ausgespielt werden Im Algorithmus und würde uns sehr sehr freuen weil wir geben tatsächlich sehr viel Mühe und sehr, sehr viel Liebe in diesem Podcast.
00:15:03: Und wir werden ab sofort auch Ratings hier vorlesen zum Beispiel wie das von Helga Love.
00:15:08: Every Episode hat Helga geschrieben und zwar im amerikanischen App Store denn wir sind ja nicht nur Im deutschen App Store oder im deutschen Spotify sondern wir sind überall und ihr könnt uns Oli ist gerade in Portugal auch ein portugiesischem App Store bewerten.
00:15:22: macht doch mal Olli da geht noch was.
00:15:25: oder im Portugiesischen App store.
00:15:26: also wenn ihr Egal auf der Welt, wo ihr uns zuhört.
00:15:30: Wir haben Hörerinnen und Hörern zwischen auf allen Kontinenten.
00:15:34: Schaut doch mal vorbei und lasst uns eine Bewertung da!
00:15:37: Wir freuen uns und wir werden das in Zukunft auch vorlesen – laut!
00:15:41: Und mehr Leute werden uns zuhören.
00:15:43: Also ein Stern, der dein Name direkt Last für den Stern war.
00:15:54: Was ich gelernt habe ist dass du Astreines Hochdeutsch sprichst, zumindest behauptest Astreiness Hochdeutsch zu sprechen als jemand, der aus Niedersachsen stammt.
00:16:05: Aber du lebst ja und forscht ja nun schon seit mehreren Jahren sehr erfolgreich in den USA.
00:16:11: Wie ist es eigentlich dazu gekommen?
00:16:13: Warum bist du in den US gelandet?
00:16:16: Wie bist du da gelandelt?
00:16:17: Und warum ist das vielleicht auch genau der richtige Ort für was du tust?
00:16:22: Alte Sternejagen
00:16:23: ... Ja, das ist eine relativ lange Reise inzwischen.
00:16:27: Ich wohne jetzt länger außerhalb von Deutschland als Innerhalb.
00:16:33: Die Kretze habe ich jetzt schon seit einiger Zeit überschritten, ich bin damals nach dem Studium nach Australien gegangen und ich brauchte einen Tapetenwechsel und wollte also wirkliches Englisch lernen.
00:16:45: Und dann über Ecken und Kanten bin ich in Australien gelandet und hab dort meine Doktorarbeit gemacht und das war super!
00:16:52: Da musste ich natürlich den Aussie-Action Erst mal lernen und verstehen, das war was.
00:16:58: Aber es war eine total coole Zeit!
00:17:01: Und dann habe ich also meine Doktorbeiter fertig gemacht und dann hab' ich mich für Fellowships, Postdoctoral-Fellowships, also Postdoktoranden Jobs in den USA beworben und hab' dann auch etwas bekommen.
00:17:14: Naja, man braucht ja einen Job.
00:17:18: Ich hab mich nicht in Deutschland oder in Europa beworben sondern dort weil halt gesagt würde okay die besten Stellen gibt's in den USA versuchst doch und dann habe ich auch tatsächlich was gekriegt.
00:17:28: Dann war ich erst in Texas in Austin Und das war auch total schön.
00:17:33: Also Austin ist ein bisschen anders als der Rest von Texas Nicht so wie man sich Texas vorstellt Total liberal offen also wirklich spaßig lustig Total heiß, was mir auch gut gefallen hat.
00:17:47: Ich mag den Winter nicht so sehr zweieinhalb Jahre ungefähr und dann habe ich das gleiche Spielchen halt nochmal gespielt mich wieder auf verschiedene Jobs Fellowships beworben und hab dann etwas bei Harvard bekommen.
00:18:00: Und so bin ich hier in Massachusetts gelandet Drei Jahre.
00:18:07: Und dann wollte ... Schon vorher wollte MIT, dass ich mich bei Ideen bewerbe.
00:18:12: Aber es ist halt hier ein Physikdepartment und kein Astronomie-Departement.
00:18:16: Dann hab ich den erst mal geschrieben, nee eigentlich will ich gar nicht zu euch kommen, weil ihr sein Physik-DEPARTMENT lasst mir in Ruhe!
00:18:23: Aber wie das Leben so spielt?
00:18:27: Es war ein bisschen blauäugig.
00:18:30: Weil irgendwie hatte ich's nicht auf dem Schirm.
00:18:32: Ich weiß immer noch nicht genau warum.
00:18:36: Hier am MIT gibt es Zugang zu dem margillaren Teleskop in Chile.
00:18:41: Das gleiche Teleskop, zu dem hatte ich auch schon Zugangen bei Harvard – das kannte ich also und das ist eines der besten für meine Art von Arbeit!
00:18:50: Irgendwann klackerte es dann irgendwie bei mir und meinte, oh man, MIT hat ein Teleskop vielleicht hätte ich mich da doch bewerben sollen oder den zumindest nicht sagen sollen, dass sie mich in Ruhe lassen sollen?
00:19:05: Naja, neun Monate später waren dann irgendwie die nächste Bewerbungsfrist.
00:19:10: Und da habe ich meinen Namen mal in den Hut geschmissen und mein Bewerbunggespräch, also da muss man ja immer so einen Vortrag geben, fing eigentlich nur damit an ein riesiges Bild von dem Teleskop mit mir davor unter einem Sternennibbel.
00:19:29: Ich möchte gern das Teleskop benutzen, damit es mal klar ist.
00:19:33: Und ich erzähle euch jetzt in der nächsten Stunde was ich da mit machen will und ich glaube das ist das Einzige an was sich alle erinnern und ich glaub dass es auch der Grund warum's dann geklappt hat oder einst
00:19:43: die Gründe... Was hast du denn dann gesagt?
00:19:46: Was hast du denn, wie hast Du die dann heiß gemacht?
00:19:48: Ja genau.
00:19:50: Also es ist immer so dass die Universität hat natürlich Zugang zu verschiedenen Apparaturen und Geräten und sonst was und die wollen immer jemanden haben der das dann auch wirklich benutzt.
00:19:59: ne weil wenn das nur rum steht und verstaubt hat keiner was davon also muss man ist hilmer hilfreich wirklich da ein bisschen reinzubottern.
00:20:07: Und da ich das Teleskop schon kannte hat das halt geklappt.
00:20:14: Der Clue ist alt.
00:20:15: Da gibt es einen Spektrografen, der ist besonders gut und ich bin eine Spektroskopikerin.
00:20:21: also wir machen quasi... Also wir nehmen das Sternlicht auf und schwalten das auf in den Regenbogen quasi.
00:20:30: jetzt muss sich kurz ein bisschen ausholen.
00:20:32: Ein Regenburger hat ja alle Farben aber dass was wir messen sind die Farben in Schwarz-Weiß gekoded.
00:20:40: aber es fehlen halt eigentlich verschiedene Farben Und jede Farbe ist ja letztendlich eine Wellenlänge, beziehungsweise eine Energie.
00:20:49: Das ist alles mehr oder weniger das Gleiche.
00:20:51: also man kann es alles umrechnen eins zu eins da so verschiedene Energien und Wellen Längen fehlen.
00:20:57: Und das ist genau ein Zeichen dafür was für welche Atome sich in der außen äußeren Hülle des Sterns befinden und die absorbieren also das Licht.
00:21:07: sprich diese Fressen diese bestimmten Farben halt auf, dann ist weniger übrig.
00:21:13: Und bei uns kommt dann halt weniger an und genau diese Art von Spektroskopie mache ich halt.
00:21:19: mit den Spektrografen klappt das sehr gut.
00:21:24: Ich hatte halt Erfahrung damit und konnte dann wirklich genau sagen, ich will genau das machen.
00:21:30: Sprich, ich möchte damit Kandidaten für alte Sterne beobachten, und zwar viele Kandidate um dann einige der ältesten Sterne da aus dem galaktischen Heuhaufen zu fischen.
00:21:43: Und das fanden die irgendwie ganz gut!
00:21:46: Ja, das glaube ich... Du hast ihn ja auch gefunden oder?
00:21:52: Ich habe einiges gefunden inzwischen.
00:21:56: Ein ganz kurzer Hinweis von mir Wir sind mit wunderbar together jetzt auf RadioD verfügbar.
00:22:03: RadioD ist eine kleine feine App Podcast zu hören, Radiosender zu hören.
00:22:09: Ja wir nutzen das selbst auch Felix, Katalina und ich Und wir würden uns natürlich freuen wenn ihr mal rein hört und unseren Podcast weiter empfiehlt.
00:22:15: und ja viel Spaß damit.
00:22:18: Radio.de.
00:22:20: Erzähl'n's doch erstmal was sind alte Sterne?
00:22:22: Was bedeutet es überhaupt?
00:22:24: Also das Universum hat Dreizehn Komma Acht Milliarden Jahre mit dem Urknall angefangen Das ist unsere unsere Benchmark quasi und dann hat ein paar hundert Milliarden jahre gedauert sorry, ein paar Hundert Millionen Jahre bis die Eier aus den Sternen sich gebildet haben.
00:22:44: Und dann wahrscheinlich noch mal paar hundert Millionen Jahren bis dann die nächste Generation von Sternen hat.
00:22:51: Das Interessante an der Geschichte ist quasi genau wie bei uns Menschen wir geben unsere DNA und unsere Kinder weiter und die gehen sie wieder in ihre Kinder weiter.
00:23:01: genauso ist das mit den Elementen im Universum also Wasserstoff und Helium.
00:23:07: Das Universum ist hauptsächlich aus Wasserstoff- und Heliom, aber das Salz in der Suppe macht es schmackhaft.
00:23:15: Ich bin interessiert an den Elementen, die schwerer als Wasserstoff oder Helium sind.
00:23:20: Eisen, Kohlenstoff, Magnesium, Calcium ... Aber auch Exoten wie Strontium, Barium, Europium und auch Thorium und Uran.
00:23:29: Da können wir auch noch drüber sprechen, wie wir radioaktives Materialhand haben!
00:23:38: Ich arbeite regelmäßig mit Uran, aber es strahlt nicht.
00:23:43: Es ist nur in meinem Spektrum zu finden und wir messen wie viel übrig ist und können dann so halb ruck schließen, wie alter Stern eventuell ist.
00:23:55: Das ist relativ ungefährlich.
00:23:57: Und das wollte ich ja gerade von dir wissen?
00:23:59: Genau!
00:24:01: Die ältesten Sterne, die wir suchen können, fehlt noch ein Bauteil in der Geschichte.
00:24:06: Ein keileines Kapitel und zwar die dicken Sterne.
00:24:09: Die sagen wir mal acht oder zehnmal so massreich sind wie die Sonne.
00:24:14: Sie explodieren als Supernovae und je kleiner ein Stern ist, desto länger ist seine Lebenszeit.
00:24:22: Die Sonne hat eine Lebenszeit von zehn Milliarden Jahren.
00:24:25: Das solltet ihr heute Abend euren Kindern erzählen beim ... beim Abendessen oder morgen.
00:24:32: Morgen beim Frühstück, ja?
00:24:33: Zehn
00:24:33: Milliarden Jahre – das ist wirklich eine gute einfache Zeit zum Merken!
00:24:37: Und Sterne die weniger massereich sind als die Sonne haben dann eine längere Lebenszeit.
00:24:43: Das heißt wenn wir uns jetzt überlegen ... Sterne mit ungefähr Nullkommar sechs bis Nullkommer acht Sonnenmassen haben eine Lebenszeit von fünfzehn bis zwanzig Milliarden Jahren.
00:24:54: Das heisst wenn ihr so ein Stern nimmst und sagt okay Wenn ich den jetzt in der Frühzeit des Universums backen kann, dann überlebt er bis heute und noch länger.
00:25:08: Und das ist genau das was wir machen!
00:25:10: Die allererste Generation von Stern war total dick und fett und puffy wie so ein Creampuff, weil das Gas war ja nur Wasserstoff in Helium und das klumpt einfach schlecht.
00:25:23: Da kannst du nichts Kleines draus machen.
00:25:25: also Groß- und Puffy.
00:25:26: aber diese ersten Sterne haben halt Zwecksenergieerzeugung in ihrem Innern.
00:25:33: alle Elemente bis Eisen zusammengeköchelt sind dann relativ schnell innerhalb von paar Millionen Jahre explodiert und haben dann diese schweren Elemente also verstreut überall in das lokale Gas.
00:25:45: Das heißt, die Gasphysik hat sich verändert.
00:25:47: Jetzt konnte man was klumpen und kleine Sterne machen.
00:25:52: Die haben dann diese lange Lebensdauer.
00:25:54: Das sind die alten Sterne, die heute noch da sind!
00:25:59: Ich werde oft gefragt, sind sie nicht total weit weg?
00:26:03: Ich habe von diesen Galaxien gelesen mit dem James Webb Space Telescope
00:26:08: usw.,
00:26:09: ja das stimmt schon alles ist aber ein total komplementärer Ansatz.
00:26:14: Es gibt natürlich diese hochrot verschiebenen Galaxien, wo das Licht Milliarden von Jahren gebraucht hat um uns herzukommen.
00:26:23: Dann sehen wir die Galaxie heute so wie sie damals aussah.
00:26:27: Das Bild ist quasi gereist zu uns und die Galaxis sind wirklich weit weg.
00:26:34: Das ist völlig anders.
00:26:36: also unsere Sterne sind heute da.
00:26:40: Ich sag immer, es ist das Gleiche wie wenn du deinen Ur-Opa oder deine Ur-Ohma interviewen würdest und das kannst du mir mal aus deiner Kindheit erzählen.
00:26:47: Wie war das denn damals?
00:26:48: Nö... ...Ninzehnhundert, Achtzehn-Hundert oder was auch immer in unserem Fall.
00:26:52: Ich frage dich halt, wie war das dann vor dreizehn Komma fünf Milliarden
00:26:56: Jahren?!
00:26:57: Und das ist auch genau die Antwort, die ich dann kriege!
00:27:00: Weil das ist das letzte kleine Kapitel in der Geschichte.
00:27:05: Diese kleinen Sterne sind unheimlich effizient.
00:27:08: Die verbrennen also immer noch Wasserstoff zu Helium, alle Sterne machen das für neunzig Prozent ihres Lebens und die Sonne auch fleißig.
00:27:17: Das heißt, die Häufigkeit des gesamten Sterns ist nach wie vor genau die gleiche wie die Gaswolke aus der sie sich gebildet haben.
00:27:29: Das heisst dieses.
00:27:30: Wie war das denn damals?
00:27:32: Wir beantworten die einfach direkt, weil jeder Stern genau die Zusammensetzung dieser Geburtsgaswolke widerspiegelt.
00:27:40: Also wir haben den direkte Kanal in die Vergangenheit, wenn wir diese alten Sterne finden und analysieren.
00:27:49: Das ist alt!
00:27:51: Ich hoffe es ist alt genug.
00:27:53: Du hast jetzt ... Darf ich eine Klammer mal aufmachen?
00:27:57: Du hast gesagt... also wir wissen, die Sonne ist ein Stern.
00:28:02: Jetzt muss ich fragen, ist das ein kleiner Stern?
00:28:04: Weil du sagst er lebt noch.
00:28:06: Wir wissen dass der zehn Milliarden
00:28:08: Jahre lebt.
00:28:09: Der ist klein!
00:28:10: Ist nicht super klein aber klein genug.
00:28:13: und dann verpufft er auch oder dehnt sich auch aus und explodiert irgendwann.
00:28:17: Ja
00:28:17: ja ja das eine coole Klammer.
00:28:19: also alle Sterne puffen sich auf und werden groß und roten Riesen zu rotem Riesen.
00:28:26: Aber nicht alle Sterner explodieren nur die großen Masse reichen explodieren.
00:28:33: Die Sonne gehört nicht dazu, bei Weitem nicht.
00:28:35: Sie wird aber trotzdem ein roter Riese werden und irgendwann so groß werden wie die Umlaufbahn von Mars.
00:28:42: das heißt der Erde würde sowieso irgendwann gefressen dauert aber noch ein paar Milliarden Jahre keine Eile.
00:28:49: Und dann wird sich einfach die äußere Gas.
00:28:52: danach wird sich dann die äussere Schicht quasi ablösen und das ganze wird in einem planetarischer Nebel.
00:28:58: also die Sonne geht durch diese planetarische Nebelphase, stößt alle äußeren Schichten ab.
00:29:05: Die werden dann ganz wunderbar schön leuchtend in verschiedenen Farben, weil da auch diese Elemente ... die paar Elemente, die die Sonne zusammenköcheln kann, kommen richtig zum Vorschein.
00:29:15: sofort wörtlich und irgendwann ist nur noch der heißen Kern mit Helium- und Kohlenstoff übrig.
00:29:23: Und er wird dann einfach nur noch irgendwann abkühlen im Universum rum.
00:29:28: rumfloten.
00:29:30: Für immer!
00:29:32: Felix, die Anna erzählt das so locker flockig.
00:29:34: war dir das klar?
00:29:35: Dass irgendwann unsere Erde nicht mehr so existiert wie sie mal existieren wird?
00:29:41: Wie war das nicht klar?
00:29:42: Es ist ein...
00:29:44: Ja ich sag mal so.
00:29:46: Ich denke jetzt nicht an jeden Mittwochabend darüber nach was mir aber eingefallen ist.
00:29:52: Die erste Person, die in der Hinsicht etwas zu mir gesagt hat, was mir glaube ich nie mehr aus dem Kopf gehen wird Michelle Thaler, die hat ganz lange als Kommunikatorin bei der NASA gearbeitet und war für mich eine absolute Trauminterview-Partnerin.
00:30:06: Weil ich immer fand, dass sie alles was man im Kopf hatte irgendwie aufgelöst und neu zusammengesetzt hat.
00:30:11: Und jetzt habe ich das zum ersten Mal gehört, jetzt mir gesagt Felix du bist Sternenstaub eigentlich und alle die gerade zuhören und Ich und mein Hund so... Das ist natürlich im erster Moment so ein Satz den muss man erst mal weil eigene Forschungsvermögen irgendwie übersteigt.
00:30:30: Ist das was, was du auch sagst?
00:30:32: Ist es auch ein Satz den du benutzt?
00:30:34: Ja ja, regelmäßig!
00:30:36: Also ich suche ja eigentlich oder meine Arbeit dreht sich um die Ursprünge der chemischen Elemente wie und wann und wo das also alles genau klappt weil wir tatsächlich immer noch nicht genau wissen wie alle Elemente des Periodensystems tatsächlich genau entstehen und wo Und in welchen Mengen?
00:30:54: Also da gibt es noch einige Fragezeichen.
00:31:00: Die Antworten darauf sind halt das, was es interessant macht ist... Schwere alles zu erklären!
00:31:12: Aber mit dem Aufkommen der ersten Sterne oder den ersten Sternegeneration im Universum hat ja die sogenannte chemische Entwicklung des Universums begonnen.
00:31:24: Also jeder Stern und jede Generation produziert, also für bestimmte Elemente und in bestimmten Häufigkeiten.
00:31:34: nicht jeder Stern macht genau das Gleiche aber alle zusammen produzieren halt alle Elemente, die wir kennen und die es gibt Und mit der Zeit wird er seit immer mehr und mehr.
00:31:47: Und mit meinen alten Sternen versuche ich rauszufinden, wie das alles angefangen hat und wie es im Einzelnen läuft.
00:31:55: Wie wird Strontium produziert?
00:31:58: Wo ist das mit dem Eisen?
00:32:01: Und wie oft klappt das alles um dann letztendlich diese chemische Entwicklung nachzuvollziehen?
00:32:07: Das Coole daran ist halt wenn man sich die biologische Entwicklung auf der Erde anguckt zu der wir ja auch gehören.
00:32:17: Das ist alles nur möglich, weil die chemische Entwicklung dafür gesorgt hat, dass überhaupt genug Elementenzeugs überhaupt existiert.
00:32:25: Erst im Universum dünn verstreut in den Gaswolken dann irgendwann etwas verdichtet in diesem präsolare Nebel aus dem sich die Sonne und das Sonnensystem gebildet hat... Und dann irgendwie – das wissen wir auch nicht so genau!
00:32:41: Das ist das Zeug kristallisiert oder zusammengebacken und dann in die verschiedenen Planeten gegangen.
00:32:47: Und heute haben wir die Erde, wir sitzen hier und sprechen aufgrund dieser chemischen Entwicklung plus diverse andere Prozesse natürlich was genau den Kohlenstoff bereitgestellt hat um überhaupt Leben irgendwann zu kreieren.
00:33:05: also dass es schon Ein ziemlich spannendes Gedankenspielchen, was man da treiben kann.
00:33:14: Veranschaulicht aber halt wirklich ... Wir sind Sternenstaub zusammengebacken in die Erde und dann quasi wieder auferstanden.
00:33:25: Ist ganz cool!
00:33:29: Und
00:33:30: irgendwann gehen wir auch wieder zum Universum zurück?
00:33:33: Alles nur ein Haufen Atoma.
00:33:35: Darf ich diese Klammer einmal kurz schließen und fragen, weil du das so eben so ganz beiläufig gesagt hast.
00:33:41: Das ist aber schon sicher.
00:33:50: Du hast es so gesagt als ob das safe ist.
00:33:52: Aber das ist klar...
00:33:55: Was jetzt?
00:33:55: Dass die Sonne sich ausdehnt oder...?
00:33:57: Ja, genau.
00:33:58: Dass die Sonne ausseht und dann ... Wie hast du das schön formuliert?
00:34:01: Die Erde ist eher eine Geschichte oder ist eh platt?
00:34:04: Ja, ja, das ist total sicher!
00:34:06: Das ist unvermeidlich.
00:34:07: Okay...
00:34:09: Wie lange noch?
00:34:10: Also ich ... Die Sonne ist ja vier Komma sechs Milliarden Jahre alt also fast die Hälfte der Lebenszeit.
00:34:20: Dann die letzten zehn Prozent also ungefähr Vier-Einhalb fünf Milliarden Jahre fängt es da an zu zu rummeln.
00:34:31: Wenn wir da jetzt noch ins Detail gehen wollen, schon lange bevor wir aufgefressen werden wird es unangenehm warm werden.
00:34:38: Also die Sonne hat ja relativ viel dynamische Prozesse an der Oberfläche, sondern diese Protuberanzen und Ausstöße
00:34:44: usw.,
00:34:45: sieht man ja manchmal echt super auf Fotos.
00:34:48: Die sind Kilometer hoch usw.. Das beeinflusst unser Klima jetzt noch nicht direkt, aber es beeinflußt den Sonnenwind natürlich und dementsprechend auch die Typulanlichter.
00:34:59: Also das ist nicht so dass wir's gar nicht merken würden, aber das Klimaan für sich kommt ja hauptsächlich von der, sagt man... Dass unsere Achse halt etwas gekippt ist.
00:35:11: Da kommen ja die Jahreszeiten her und natürlich dann den ganzen Krams, denen wir Menschen dazu beitragen.
00:35:18: Aber wenn sich jetzt in der Sonne ein klein bisschen nur was ändern würde, also ein bisschen größer oder einen riesigen Ausstoß.
00:35:27: Die Sonne ist nicht so weit weg von uns!
00:35:30: Das würden wir schon merken und deswegen können wir eigentlich froh sein dass die Sonne so klein und langweilig ist und nichts tut weil es würde uns nicht so gut bekommen.
00:35:45: Ich versuche mal... Also das ist für mich eine absolut spannende Erkenntnis, mit der ich jetzt versuche nochmal...
00:35:52: Schlaf gut heute Abend!
00:35:54: Und
00:35:56: Olli?
00:35:57: Olli ist so ein braver Rheinländer.
00:35:58: Weißt du, er ist katholisch und da denkt man ne komm das ist doch ewig.
00:36:05: Aber ich bleib trotzdem bei der Sternenkunde.
00:36:07: Ich versuch dennoch das Thema einmal zu wechseln weil was total spannend ist.. Du hast ja einen der ältesten, bekanntesten Sterne entdeckt.
00:36:20: Und wir würden gerne mal wissen wie war das in dem Moment?
00:36:24: War dir klar in dem moment und vielleicht bekannst du die Situation beschreiben dass du irgendwie auf was ganz besonderes gestoßen bist.
00:36:30: also ist ja fast schon so wie heiliger grahl hast du glaube ich auch mal erzählt
00:36:35: Ja... Das ist eigentlich nie so ein Ping-Moment sondern eigentlich eher so eine ganze Serie von Sachen.
00:36:45: Weil wir suchen ja, ich sage immer I'm in the business of winning the lottery.
00:36:51: Meine Arbeit besteht daraus die Lotterie zu gewinnen und wenn man dann denkt oh Mann vielleicht habe ich es da muss man natürlich alles Mögliche erstmal absichern um die Einbildung der Bildung zu trennen sonst ist es schlecht.
00:37:07: So war das bei allen meinen Entdeckungen gewesen.
00:37:11: Man hat Kandidaten, die bringt man zum Teleskop und dann guckt man sich die Daten an.
00:37:15: Und da sagt man oh okay cool das könnte was sein.
00:37:19: aber man musste natürlich erst mal ein bisschen so grob analysieren um zu gucken.
00:37:25: sind die Zahlen auch so wie das was ich mir gerade in meinem Gehirn dazusammengesponnen habe.
00:37:31: Wenn ich jetzt mehr so einen Spektrum von einem Stern angucke kann ich natürlich relativ gut Ohne irgendwelche Zahlen sagen, ja das ist was oder das ist nix.
00:37:40: Auch damals schon relativ viele Spektren gesehen.
00:37:44: aber letztendlich müssen die Zahlen entscheiden was geht.
00:37:47: und dann ist es oft so und das war im Jahr zwei tausend vier haben wir den Stern beobachtet.
00:37:53: Zwei Tausend fünf wurde es dann publiziert.
00:37:57: Wir hatten einen Spektrum und das sah gut aus aber da war völlig klar.
00:38:01: also war sofort völlig klar dass das is irgendwas cooles.
00:38:06: Aber wir brauchen mehr Daten, um das wirklich zu beweisen.
00:38:10: Und wir hatten Glück damals weil der Kollege von dem japanischen Teleskop, der hatte uns also da ein Spektrum besorgt.
00:38:18: Der war gerade an dem Teleskop.
00:38:20: Das war auch ein totaler Zufall.
00:38:21: aber so geht es halt manchmal und dann hatte er irgendwie zwei Wochen später auch noch mal Teleskopzeit.
00:38:28: Und wenn wir also den Stern jetzt erst in diesen zweiten Run da gefunden hätten, hätte man denn ja warten müssen.
00:38:34: In dem Fall musste man nur zwei Wochen warten.
00:38:36: Also das war ein super Zufall und dann haben wir natürlich dann... Also erst haben wir die Daten benutzt, die wir hatten um vorläufige Zahlen zu kriegen und dann habe bessere Daten gekriegt und dann hat sich das alles bestätigt.
00:38:51: Das ist auch immer gut weil halt der Welt was großartiges Neues mitteilen will, muss man natürlich dementsprechend auch wirklich die Beweise alle Dinge fest haben.
00:39:03: Und das ist immer so dieser Prozess.
00:39:05: aber es ist sehr aufregend natürlich und weil man nie so genau weiß... Wenn ich jetzt den Stern noch mal beobachte, kommt dann wieder das Gleiche raus.
00:39:15: Oder wenn mein Kollege das analysiert ohne meine Ergebnisse zu wissen, kommt da das Gleichebahraus?
00:39:21: Es gibt ja die Lösung nicht hinten im Buch, sondern man muss halt alle möglichen Tests machen um festzuzuhren irgendwie damit alles hinhaut und damit an die Öffentlichkeit gehen kann.
00:39:36: Sehr viel Adrenalin, schlaflose Nächte, Kaffee und Spaß auch.
00:39:42: Die Namen von deinem ersten Fund haben eigene Wikipedia-Einträge,
00:39:49: diese
00:39:50: Sterne?
00:39:52: Hast du die dann am Unterarm tätowiert oder wie ...
00:39:56: Nee, aber das ist ja eine Idee nicht für mich!
00:40:01: Die Sternennamen kamen von der Durchmusterung, wo die rausgefischt wurden.
00:40:07: In dem Fall ist es
00:40:08: H.E.,
00:40:09: Hamburg-Esu Survey ... Das war eigentlich mal ein Quasarensurvey.
00:40:13: Weit entfernte Galaxien sollten damit aufgenommen werden.
00:40:17: Letztendlich wurde diese Durchmesterung dann bekannter für die metallarmen Sterne, die halt einfach in den Daten dazwischen saßen zwischen den Galaxieren und klappt auch!
00:40:29: Ja, also hii.
00:40:33: Ich bin einer der wenigen die den Namen auswendig kann.
00:40:38: Ist okay.
00:40:38: Lässig!
00:40:38: Da gibt es auch noch andere
00:40:41: Namen über Auswendigkeit.
00:40:42: Mein anderes Baby von der Zeit von zwei tausend sieben ist Hii-Fünfzehn, Dreiundzwanzig, Minus Null, Neun, Null Eins.
00:40:49: Das war eigentlich immer noch der Stern mit der besten Urlandediktion.
00:40:54: Also das war schon ziemlich cool.
00:40:58: Lässig, wenn man das einfach so sagen kann.
00:41:00: Ich hab gesehen der erste ... Dieser erste, den du gerade erwähnt hast ist im System Wasserschlange.
00:41:08: Im Sternbild Wassers Schlange?
00:41:09: Das kannte ich noch nicht mal!
00:41:11: Also ist es was... Du auch nicht okay.
00:41:14: Das ist also jetzt nichts, wo du beim Camping bist mit deinen Söhnen, wo ihr sagen kannst guck mal hier oben Da ist irgendwo der Stern.
00:41:21: Leider nicht, weil nämlich diese beiden Sterne haben den Minuszeichen in ihrem Namen und dass ... Diese Sternen sind eine verkürzte Form von Koordinaten.
00:41:32: Und das Minus in der Mitte bedeutet, dass es in der südlichen Hemisphäre ist.
00:41:38: Die ersten vier Zahlen sagen, wann es im Jahr beobachtbar ist.
00:41:42: Um dreizehn ist mit Mai und im Juni auf so einer ... Vierundzwanzigstunden-Skala quasi.
00:41:50: Also, man kann's im Mai in der südlichen Hemisphäre beobachten.
00:41:54: Und der andere Stern ist ähnlich.
00:41:55: Der ist Fünfzehn, fünfzehntreinzwanzig und dann minus Null, neun, neuneins ... Ist auch in der Südlichen-Hemisphere.
00:42:04: Deswegen ist das ja beim Camping hier in Nordamerika leider nicht sichtbar.
00:42:11: Aber wenn ihr jetzt, sagen wir mal, ihr werdet irgendwie ein Ecuador oder so in den Anden?
00:42:17: Da könnte es schon sein... Dass du dann Hochzeichen
00:42:21: findest?
00:42:21: Nein, also der erste Stern ist jetzt für unsere Verhältnisse schwach aber nicht mit bloßem Auge sichtbar.
00:42:32: Der andere Stern, der mit den Muranen, der fifteen, dreinzwanzig, der ist relativ hell... Also der ist noch mal heller und ein Amateur Astrophotograf hat mir auch vor vielen Jahren mal ein Bild davon geschickt, was er gemacht hat.
00:42:49: Also mit einem kleineren Teleskop kann man dadurch aus den Sehen aber ich kann es gar nicht empfehlen die anzugucken weil alle Sterne abgesehen von der Farbe sehen doch einfach wie ein ganz normaler Rundepunkt aus, und es sind überhaupt nicht spannend.
00:43:11: Es steht kein Label dran interessant oder langweilig oder irgendwas anderes.
00:43:18: Dafür braucht's halt die Spektroskopie.
00:43:20: Man muss sich die Zusammensetzung angucken weil sie erklärt und erzählt einem dann halt wo ist der Stern hergekommen?
00:43:29: Wo ist er vielleicht entstanden?
00:43:31: Was ist da alles vorher passiert?
00:43:35: Könntest du den finden am Himmel, wenn wir jetzt zur richtigen Zeit an der richtigen Stelle?
00:43:40: Nee.
00:43:40: Weil wie gesagt mit plusen Auge ist nichts zu sehen und beim Teleskop musst du die Koordinaten dann eingeben.
00:43:49: Und ja es ist also in die Richtung des Sternbildes Wasserschlange was im südlichen Hemisphäre ist.
00:43:55: Wenn man in der nördlichen Hämisfere aufgewachsen ist sind einem die meisten südliche Sternbilder eher fremd.
00:43:59: Also mir auch.
00:44:01: ich hab's mir irgendwann mal angeguckt aber Weiß ich auch nicht mehr zu.
00:44:07: Gibt es soweit was ... Oder gibt es einen Fund, nach dem du suchst oder trachtest?
00:44:14: Oder wo du dann sagen würdest... Ach, okay!
00:44:17: Das muss ich noch finden in meiner Lebenszeit.
00:44:20: So etwas wie den Heiligen Graal.
00:44:23: Ja, das gibt's schon.
00:44:25: Was ist das denn?
00:44:26: Und das wäre natürlich um nochmal auf diese allerersten Sterne zurückzukommen.
00:44:32: Die Theorie besagt dass Man von Wasserstoff und Heliumgas nur dicke, große aufgepuffte Sterne machen kann.
00:44:41: Also wie so Popcorn quasi!
00:44:44: Aber wer weiß was passiert?
00:44:46: Wie gesagt ich bin ja dabei die Lotterie zu gewinnen oder zumindest Versuchung... Es gibt ein paar Simulationen, die zeigen vielleicht könnte sich im Zuge der Bildung eines dieser Riesensterne auch irgendwie so eine kleinere Gasmasse abspalten.
00:45:10: Und dann einen kleinen Stern machen.
00:45:13: Ein kleiner Stern, der keine schweren Elemente enthält und der hätte natürlich aufgrund der Masse und der Ergiebigkeit die Chance bis heute zu überleben.
00:45:24: also... der heilige Graal dieses Feldes, es wäre tatsächlich einen solchen Stern zu finden was deren Existenz nachweisen würde.
00:45:33: Und wir wissen halt nicht existieren sie oder nicht?
00:45:36: bisher ist uns nichts untergekommen aber das ist immer so dass wo wir noch nach suchen
00:45:43: Was würde das denn erklären und zeigen?
00:45:45: Also ein Stern der volle Masse hat oder viele Elemente in sich trägt und kleines
00:45:52: Ich hab's auch nicht ganz geschickt.
00:45:53: Nee, nee, der hat nur Wasserstoff und Helium.
00:45:56: Nichts anderes!
00:45:57: Okay also die Urelemente...
00:46:01: Und das würde beweisen?
00:46:03: Was würde das zeigen?
00:46:04: oder was würde das dir erklären?
00:46:06: Naja das würde erklären dass also die erste Generation von Sternen tatsächlich existiert hat denn bisher ist es im Prinzip nur eine Theorie Also eine physikalische Theorie.
00:46:19: Irgendwie müssen ja die ersten Sterne sich gebildet haben, denn wir haben Sterne am Sternenhimmel heute.
00:46:25: Die Frage ist wie hat das am Anfang geklappt?
00:46:27: Und die Theorie sagt halt okay aus Wasserstoff und Helium-Gas kannst du nur dicke Sterne machen und die müssen aber aufgrund ihrer enormen Masse sofort wieder explodieren.
00:46:37: Das heißt sie können wir nicht direkt beobachten.
00:46:41: Ihr habt recht!
00:46:42: Das ist der Teil der Geschichte.
00:46:44: den habe ich noch nicht erzählt.
00:46:46: Das Einzige, was sie hinterlassen sind diese schwereren Elemente, die Sie im Innern erzeugt haben und die dann in die nächste Stern-Generation mit reingebacken werden.
00:46:56: Und die ich dann in meinen alten Sternen beobachte.
00:47:02: Aber das ist immer noch ... das beweist immer noch nicht hundert Prozent, dass es diese allerersten Sterne auch tatsächlich gab.
00:47:12: Wenn wir jetzt aber so einen kleinen Stern, ein kleines Fragment irgendwie von so einem dicken ersten Stern hätten, der das übrig geblieben ist und dann zu einem langlebigen Stern geworden ist.
00:47:26: Den könnten wir heute noch beobachten.
00:47:31: Dann hätten wir tatsächlich einen beobachteten Beweis dafür, dass es diese allererste Generationen von Sternen tatsächlich
00:47:38: gab.".
00:47:39: Das ist um eine Minute mit Betafa zu bemühen?
00:47:41: Das wäre ein bisschen wie Darwin ... sozusagen Evolutionen beweisen.
00:47:46: Du hättest einen Zwischenschritt gefunden, den es vorher nicht
00:47:48: ... Ja also der allerersten quasi ne?
00:47:50: Weil wir sehen den Anstieg von allen Elementen mit der Zeit und das ist Evolution mehr Eisen, mehr Strontium, mehr Calcium
00:48:01: usw.,
00:48:02: aber das Interessante ist halt wie hat es alles angefangen?
00:48:05: und uns fehlt halt noch so dass das der aller erste Schritt.
00:48:09: Also wenn ich vor den ältesten Sternen rede red' ich immer von den Zweiten.
00:48:13: Das fängt an mit der zweiten Generation.
00:48:16: Weil die Erste können wir nicht erreichen.
00:48:20: Ich hätte ja jetzt irgendwie gedacht, dass du vielleicht so was sagst wie ... Der heilige Graal ist die zweite Erde.
00:48:29: Ja das auch einer!
00:48:31: Aber das ist natürlich Planetenforschung... Ist nicht dein Gesicht
00:48:35: ganz im Biet?
00:48:36: ...ist nicht das, was ich liefern kann.
00:48:39: Wenn ich natürlich spannend bin, eine Frage, die genau dazwischen steht, ist allerdings auch nicht uninteressant.
00:48:45: Wie ich schon vorhin meinte, die chemische Entwicklung hat ja dazu geführt oder führt nach wie vor dazu das mehr von allen Elementen produziert wird.
00:48:54: Und die Frage, wann gab es denn eigentlich genug von allen elementen um überhaupt mal den ersten Planeten zu erzeugen?
00:49:02: Die ist auch noch nicht beantwortet.
00:49:04: Also, wir wissen auf jeden Fall war vor vier ... ja, vier Komma sechs Milliarden Jahren genug da.
00:49:11: Weil das ist das Alter der Sonne und des Sonnensystems.
00:49:15: Aber von dreizehn Komma acht bis vier Kommas sechs, da ist noch ein bisschen Zeit dazwischen.
00:49:21: Und wann es die ersten Planeten gegeben hat?
00:49:24: Es ist unklar!
00:49:25: Die lassen sich auch mit anderen vielleicht anderen Teleskopen über ähnliche Mechanismen, ähnlichen Methoden identifizieren und bemessen, oder?
00:49:37: Genau.
00:49:39: Und einige Leute haben das auch schon versucht aber das ist extrem schwierig.
00:49:45: Dazu habe ich eine kleine Geschichte.
00:49:47: Ich hab mir es vergangenes Jahr ein Wissenschaftler begegnet der arbeitet in Cambridge heißt Nico Madoussoudan.
00:49:54: Ich habe gerade nochmal seinen Namen nachgeguckt und er stand auf der Bühne bei einer Konferenz wo und hat gesagt, ja, das mit der zweiten Erde wird klappen.
00:50:04: Wir werden es finden.
00:50:04: Und wir haben jetzt so einen ersten Beweis dafür gefunden.
00:50:06: Da ist er auch dafür vergangenes Jahr durch sehr viele wenige gegangen.
00:50:10: Ich hab dann gesehen dieser Herr, dieser Wissenschaftler auf wahnsinnig vielen Konferenzbühnen ... Der in wahnsinnigen Podcasts und Interviews macht einen unglaublichen Menge an Kommunikationen die ungewöhnlich ist für Wissenschaftler.
00:50:25: Dann bin ich hin zu ihm hingegangen und habe gesagt, sag mal warum?
00:50:28: Machst du das?
00:50:29: Warum bist du dauernd auf der Bühne und redest über diese vielleicht zweite Erde, die wir dir irgendwann finden?
00:50:36: Sind ja immer noch weit entfernt davon.
00:50:37: Brauchst Du Funding?
00:50:39: Hat er gesagt ich habe mehr Geld als ich jemals ausgeben kann.
00:50:41: Braucht Du Angestellte in deinem Team?
00:50:43: Suchst Du die?
00:50:44: Alles gut!
00:50:45: Ich hab super Leute.
00:50:45: Er hat gesagt was ist es denn an?
00:50:46: Dann hat er gesagt I want you to be prepared.
00:50:50: Für
00:50:50: Was?!
00:50:52: Das ist ja meine Antwort.
00:50:54: Er hat mir dann erklärt, wenn irgendwann eine zweite Erde entdeckt werden würde.
00:50:59: Wäre das für die Leute auf der Erde so krass?
00:51:03: Dass man als Wissenschaftler, der an diesem Heiligen Graal arbeitet viel früher schon anfangen muss, andauernd darüber zu reden und möglichst viele Leute mit diesem Thema zu erreichen um dann sozusagen keinen Schock auszulesen.
00:51:17: Fand ich super interessant!
00:51:19: Was sagst du dazu?
00:51:21: Ich sehe das ein bisschen gelassener.
00:51:24: Inzwischen ist glaube ich relativ klar, dass es also schon vor Jahren hieß es mindestens jeder zweite Stern hat mindestens einen Planeten.
00:51:39: Und in unserer Galaxie gibt es zweihundert bis vierhundert Milliarden Sterne das heißt es gibt ungefähr zweihundert bis bierhundert Millionen Planeten so grob.
00:51:52: Und natürlich muss es da nicht nur eine zweite Erde irgendwie geben.
00:51:56: Das rein statistisch können wir das gar nie ausschließen, also... Aber man muss sich natürlich dann mal überlegen, also wären ja Planeten sowieso nur durch indirekte Methoden identifiziert?
00:52:10: Das klappt!
00:52:11: Das stimmt auch.
00:52:13: aber wir sehen nie wie diese Planeten überhaupt aussehen.
00:52:16: Also man kann natürlich Masse und Dichte usw.. Wenn man genug Daten hat und das richtige System ist, kann man da einiges rausfinden.
00:52:26: Und dann gibt es ja auch viele künstlerische Darstellungen von den Planeten, die sind sich nicht so komplett krotten falsch.
00:52:32: Obwohl sie natürlich immer etwas mehr farbig sind als wahrscheinlich tatsächlich ... Aber dann muss man sich überlegen, okay?
00:52:41: Da gibt's irgendwas, aber dann wie weit weg ist das eigentlich?
00:52:44: Also wir werden nie die Chance haben da irgendwie hinzufliegen.
00:52:48: Wir werden nie diese Chance haben, da ein echtes Foto von zu machen und deswegen bin ich da eigentlich total nüchtern!
00:53:00: Also er hat gesagt... Das was er gefunden hat habe ich nochmal nachgeguckt.
00:53:03: Seventhundert Trillion Miles von der Erde.
00:53:07: Sevenhunderte Trillion, das ist dann auf Deutsch.
00:53:10: Was sind das?
00:53:10: Billiarden oder so
00:53:11: was.
00:53:11: Ich weiß es gar nicht.
00:53:12: Ja, ja genau.
00:53:13: Nee, Billionen!
00:53:14: Billionen... Also du sagst selbst wenn der Haar den ich da getroffen habe, was findet Das ist für die Menschen soweit weg.
00:53:23: Selbst wenn wir wissen, dass daraus etwas aussieht über uns.
00:53:26: Das ist soweite weg und so unerreichbar.
00:53:29: Und wie gesagt Es muss es ja geben ist es für mich persönlich eigentlich gar nicht schock oder nicht, sondern ich warte eigentlich darauf, dass es gezeigt wird.
00:53:38: Dass es das gibt?
00:53:42: Das ist sicher nur eine Frage der Zeit aber es wird uns eigentlich nicht besonders betreffen.
00:53:49: Ich meine emotional vielleicht schon, dass man denkt okay, vielleicht gibt's irgendwo noch ne andere Erde und wenn man jetzt überlegt wir verheizen gerade unseren eigenen Planeten cool Was machen wir dann?
00:54:02: Vielleicht gibt es noch Leben auf dem anderen Planeten, sodass wir uns nicht selber in den nächsten paar Hundert Jahren auslöschen.
00:54:09: Und danach hat sich's mit Leben im Universum.
00:54:11: Das wäre blöd!
00:54:12: Also das fände ich auch nicht so toll.
00:54:14: Aber da kann man eigentlich nur hoffen, dass es auf irgendeinem anderen Planete auch noch irgendwas gibt.
00:54:19: Weil... Es gibt kein Planeten B. Wenn es hier zu heiß wird auf den Mars auswandern, ist nicht wirklich die Lösung.
00:54:31: Es schaffen vielleicht zehn Leute aber... ...es wird unangenehm auf dem Mars oder so.
00:54:37: Wir sollten lieber auf unsere Erde aufpassen und da Vorträge drüber halten weil wir können nicht siebenhundertfünfzig Trillionen Jahre da irgendwo mit Lichtgeschwindigkeit hinfliegen.
00:54:50: also das wird auch in ein paar jährchen noch nicht klappen.
00:54:56: Ist es natürlich jetzt vielleicht ein bisschen pessimistisch alles?
00:54:58: Nein, nein.
00:54:58: Aber ich möchte noch eine Sache fragen, weil jetzt bin ich einmal sehr nah dran und das ist eine Frage die beschäftigt mich schon seit sehr langer Zeit.
00:55:08: Man hört immer wieder...
00:55:09: Jetzt kommt's!
00:55:10: ...
00:55:11: ganz viel.
00:55:12: man sieht Dokumentationen, man liest immer wieder mal eine Headline dazu.
00:55:16: Es wurde UFO gesehen, es wurde Genes gesehen.
00:55:20: auch du hast das bestimmt beigehen.
00:55:23: Oh, jetzt komm's.
00:55:24: Wie nimmst du so Nachrichten?
00:55:27: Glaubst du daran oder ist das so ... glaubst du, dass es ... ja, Publicity, was anderes, oder?
00:55:35: Gibt es Aliens an der Frebel?
00:55:37: Ja, ich meine gut!
00:55:38: Meine Initialen sind ja ALF.
00:55:41: also eigentlich bin ich eine Alien-Liveform und ihr solltet euch fragen mit weh wir hier gerade reden.
00:55:52: Ja, kommst du nicht aus Göttingen?
00:55:54: Wer weiß.
00:55:55: Aber ich mein, ich krieg oft E-Mails dazu oder irgendwelche Leute schicken mir ihre Theorien zum Ursprung vom Universum.
00:56:05: Ich find's gut wenn die Leute sich mit sowas generell beschäftigen aber man muss natürlich unterscheiden ist es was reproduzierbares?
00:56:15: und das ist etwas was man irgendwie mit Formeln oder mit Simulationen die auf Physik und Mathematik basieren nachweisen oder zumindest wie gesagt reproduzieren kann.
00:56:27: Und die, ich würde mal sagen eigentlich alle diese Sachen sind leider nicht reproduzierbar.
00:56:35: das ist aber der Standard den wir in der Wissenschaft als Community angenommen haben und dass natürlich auch ein ganz wahnsinnig wichtiger sonst könnte ja jeder daherkommen sagt oh ich Gravitation funktioniert bei mir aber anders.
00:56:51: Heute bin ich schwerer, morgen bin ich leichter.
00:56:55: Das ist schlecht!
00:56:57: Aber es ist ja auch mit Messungen einfach zu widerlegen die Basis für Mathematik und Physik und natürlich Chemie alle Naturwissenschaften, die Reproduzierbarkeit sind.
00:57:08: Da können wir nichts dran ändern ob wir wollen oder nicht.
00:57:12: Also du meinst damit wenn jetzt irgendjemand von Silberscheiben redet?
00:57:15: Oder unerklärlichen Phänomen oder so da.
00:57:19: Naja, ich hab da nicht so viel Meinung dazu.
00:57:22: Weil ... Da geht's ja eigentlich auch nicht um ne Meinung!
00:57:26: Ich kann vielleicht auch gerne mal einen Alien treffen, aber solange ich den nicht treffe und dann noch mal treffe, ist da nix.
00:57:38: Also das ist schade.
00:57:40: Ja?
00:57:41: Okay vom ersten
00:57:42: Date.
00:57:42: Genau.
00:57:43: Und natürlich gibt es manchmal ... komische Dinge, die einem wiederfahren.
00:57:49: Aber meistens gibt's dafür mehr als eine Erklärung und wir wissen ja auch, dass meistens die einfachste Erklärungen die richtige ist.
00:57:59: Und das jetzt die Aliens gerade heute, im Jahr zwanzig, hier zu uns irgendwo hingekommen sind um mich genau ausgesucht haben von allen anderen Leuten auf der Erde.
00:58:13: Das ist nicht so besonders wahrscheinlich!
00:58:15: sagt die Frau, die immer das Lotterie gewinnen will.
00:58:21: Es gibt wahrscheinlich eine einfache Erklärung.
00:58:24: Ich weiß auch nicht warum ich meine Brille verlege aber es liegt an mir und nicht dass der Klappautermann bei mir wohnt und sie immer wegnimmt.
00:58:35: Aber genau das liebe Anna wollte ich dich als nächstes fragen.
00:58:38: Ich wollte wieder zu den Irgendagen zurückkommen also... Entschuldige bitte, dass ich das jetzt einfach annehme.
00:58:45: Aber ich stelle mir es unglaublich schwer vor deinen Job zu haben und sich noch mit irdischen nervigen Kleinigkeiten.
00:58:53: Rumschlagen zu müssen oder also ich stell mir es irgendwie schwer war weil du arbeitest dann an mit Zeitfenstern Und mit Dingen die so viel größer sind als unser Alltag.
00:59:04: wie bringst du das denn?
00:59:05: Wie bringst du das denn zusammen?
00:59:07: Oder wie schafft man es, nicht verrückt zu
00:59:09: werden?
00:59:09: Es ist letztendlich nicht wirklich wie jeder andere Job.
00:59:11: Die Leute, die um fünf den Stift fallen lassen und nach Hause gehen, denken dann auch an was anderes.
00:59:19: Mehr oder weniger mache ich das auch, wie ich schon am Anfang gesagt habe.
00:59:23: Ich bin erst Mensch und dann Astronomen!
00:59:26: Das wird sich so schnell nicht ändern.
00:59:30: Natürlich gibt's, hab' ich genau alle gleich Probleme als alle anderen auch... Ich würde es eigentlich andersrum formulieren, dadurch dass ich einen Beruf habe wo ich so ganz groß und weit denken darf.
00:59:45: Habe ich eine Möglichkeit dem Alltag oft auch ein bisschen zu inflihen?
00:59:49: Und die ganzen dödeligen Menschen Sachen hinter mir zu lassen Rechnung mit Zahlen essen kochen Termine machen und einfach mal so die Gedanken schweifen lassen kann.
01:00:03: Wenn ich jetzt einen anderen Job hätte, hätte ich die Möglichkeit Wahrscheinlich eher nicht, sondern noch andere nervige Sachen an der Backe.
01:00:11: Also insofern ist es eigentlich ein Plus.
01:00:14: Ja, irgendwie
01:00:15: wird es aber
01:00:16: schon... Ich meine heutzutage ... ich mach das jetzt ja nur schon fast fünfundzwanzig Jahre.
01:00:23: Na ja, so dreiundzwanzigen halb oder so?
01:00:26: Aber das ist schon eine relativ lange Zeit!
01:00:30: Ich mache gar nicht mehr so viel Wissenschaft selber.
01:00:33: Ich habe natürlich meine Studenten und meinen Ich hab momentan einen Doktoranden nur, ein Postdoc.
01:00:40: Mit denen arbeite ich natürlich aber ich mach gar nicht mehr so viele Sachen selber.
01:00:43: Ich schreibe dafür Geldanträge oder ich mache Social Media-Posts weil der Rest ... Als Wissenschaftler ist man nicht nur ein Datenanalysierer oder beziehungsweise finde ich das total wichtig, nicht nur dass zu sein.
01:01:05: Man muss eigentlich ganz viele Sachen machen und ich denke in gewisser Weise schulden wir es auch unserer Gesellschaft ein bisschen.
01:01:13: also nicht so als quid pro quo aber sondern so ein bisschen ethisch moralisch weil wir von wem sollen denn die anderen Leute sonst über den Kosmos und das Universum und alles lernen, wenn nicht von den Wissenschaftlern.
01:01:30: Wir sind ja diejenigen, die das ganze neue Material und die neuen Einsichten erlangen also müssen wir es doch auch irgendwie mitteilen.
01:01:39: Sharing is caring!
01:01:42: Wenn man's teilt ist es gut und da nehme ich mir inzwischen etwas mehr Zeit für... Also ich habe schon immer relativ viel gemacht, inzwischen noch ein bisschen mehr Weil dann können die jüngeren Leute mehr das... Die Grundarbeit machen und auch lernen, wie das alles funktioniert.
01:02:01: Und ich rede halt zum Beispiel mit euch hier im Podcast heute darüber um auch wieder was zurückzugeben.
01:02:08: Und den Rest der Leute einfach darüber zu informieren, was wir denn eigentlich machen?
01:02:12: Wie spannend das ist!
01:02:14: Das Teilen macht mir viel Spaß und das inspiriert ja auch viele Leute Und ich finde das total wichtig, denn wir brauchen ja auch Doktor und Polizisten.
01:02:24: Und Anwälte und Lehrer die vielleicht nicht so einen tollen Job manchmal haben und die müssen noch irgendwie inspiriert werden dass es noch mehr gibt als nur die tägliche Arbeit.
01:02:35: Deswegen ist mir das total richtig.
01:02:38: Aber das erlaubt auch die Frage Anna wie das eigentlich gerade geht wenn in der Zeit wo andere Menschen, nicht das All und nicht die Sonne.
01:02:48: Und nicht der Space mit seinem Wetter sondern die Politik mit ihrem Wetter so vieles verdirbt von dem was du und deine Kollegen machen.
01:02:56: es gab ja wirklich in den vergangenen Zwölf Monaten leuten, denen sind quasi die Petrischalen
01:03:02: unter
01:03:02: den Mikroskop weggezogen worden und der Stuhl unter ihrem Hintern.
01:03:05: Und es hieß sorry Leute dein Labor ist ab sofort geschlossen.
01:03:09: und das war nicht nur in einer Uni so sondern an vielen und In den Schlagzeilen können wir alle lesen wie dieser Kampf der Regierung gegen die Wissenschaft weitergeht, immer neue Blüten treibt.
01:03:21: Was kriegst du denn davon mit?
01:03:23: Beziehungsweise wie geht das eigentlich?
01:03:26: Ja doch!
01:03:26: Also mein Antrag ist gerade abgelehnt worden obwohl er sehr gute Ratings bekommen hatte aber ich denke sie hatten einfach viel weniger Geld zum austeilen und haben dann wahrscheinlich jüngere Leute priorisiert.
01:03:37: Das ist jetzt meine Interpretation dessen.
01:03:40: Aber so ganz fern von der Wahrheit wird es nicht sein hier am MIT.
01:03:46: Entschuldige, dass ich unterbreche.
01:03:48: Antrag bedeutet ein Projekt, das du in deiner eigenen
01:03:52: Linie gerne
01:03:53: gemacht hättest?
01:03:54: Forschungsgelder von der National Science Foundation.
01:03:57: Das ist das gleiche als equivalent zur deutschen Forschungsgesellschaft.
01:04:04: Es ist ganz normal, dass Wissenschaftler sich für Drittmittel versuchen einzuberben Für bestimmte Projekte Um dann Leute anzustellen um die Arbeit zu machen.
01:04:15: Und du sagst, super Idee.
01:04:17: Du hast krasse Referenzen.
01:04:20: Da übersprechen wir ja gerade und trotzdem kommt da nein!
01:04:22: Und du kannst hier sozusagen an Fingern abzählen...
01:04:27: Also ich denke immer schon weil ich auch auf Facebook in so einer Gruppe von Astronomen gelesen habe das also vielen ging es ähnlich die hat irgendwer irgendwas bekommen?
01:04:38: Hier am MIT ist das Forschungsvolumen generell schon zwanzig Prozent geschrumpft ordentlich eng geschnallt.
01:04:46: Also das merkt man schon, jetzt nicht unbedingt so von einen Tag auf den anderen aber wir haben einfach weniger Möglichkeiten.
01:04:56: Wir stellen im Moment niemanden an.
01:04:57: es gibt keinerlei Behaltserhöhungen die sind alle gestrichen worden.
01:05:03: Projekte werden eingestampft Stellen werden nicht wieder besetzt.
01:05:07: also wir sind schon ganz schön geschrumpft und wir sind ja nur quasi am oberen Ende der der Food Chain in den USA.
01:05:16: MIT ist ja eine Top-Union mit relativ gut situierte Unionen, will ich mal sagen ... Aber das tut uns schon ordentlich weh!
01:05:28: Wir machen natürlich gute Miene zum bösen Spiel aber...
01:05:30: Das ist einzig und alleine der Regierung.
01:05:35: Das hat wirklich ... Das ist ne direkte Konsequenz von
01:05:38: den Menschen gerade?
01:05:38: Genau weil halt diese ganzen Forschungsgelder alle irgendwie gestrichen wurden oder Also auch bewilligte Gelder wurden viel einfach gar nicht ausgezahlt oder gestrichen.
01:05:50: Ich habe meine letzten Gelder gerade noch bekommen gehabt, also die waren schon hier auf dem internen Bankkont, wo.
01:05:56: deswegen konnte ich die noch benutzen.
01:05:59: weil jede große Uni lebt von diesen Drittmitteln.
01:06:04: Das heißt lebt einen großen Anteil der Forschung wird durch diese Drittmittel bezahlt Weil das zahlt dann die Studenten, also die Doktoranden und die Post-Doktoranden usw.
01:06:16: Das zahlt nicht mein Gehalt, sondern die Uni.
01:06:19: Aber die Forschung, die ich mit meinen anderen Nasen mache ist meistens von solchen Drittmitteln bezahlt.
01:06:25: Das ist ein bisschen komisch das System aber so ist es.
01:06:29: Und wenn du da den Hahn abdrehst, dann drehst du die Forschungen erst mal ab.
01:06:36: Aber jetzt bist du ... Du bist in einem extrem schwierigen Umfeld politisch mit deiner Forschung, die langfristiges Geld braucht.
01:06:45: Das wissen ja auch zwei Kids bis alleine ziehende Mutter.
01:06:48: Du bist auch Deutsche?
01:06:49: Ist da nicht dann eine logische Reaktion, dass man irgendwie auf die Landkarte guckt ... Die irdische Landkart und sagt, hm!
01:06:57: Meine Zukunft könnte vielleicht
01:06:58: auch anders sein.
01:06:59: Ja das fragen mich natürlich alle.
01:07:00: Ich sage da immer erst mal also ich hab hier einen Job den ich gut finde Und ich habe nirgends woanders ein Job.
01:07:10: Denn gute Jobs, die man mag sind meistens schwer zu finden – auch in Deutschland!
01:07:18: Da gibt es im Moment nicht Zickangebote, weil es gibt in Deutschland genug Astronomen und da werde ich nicht unbedingt gebraucht.
01:07:26: Aber ja natürlich ist das irgendwie schlecht aber das Leben geht weiter.
01:07:32: Und bei jeder Kleinigkeit zu sagen, ich gehe jetzt woanders hin.
01:07:35: Da kommt man ja auch irgendwie nicht hin.
01:07:37: Manchmal regnet es und manchmal scheint die Sonne.
01:07:40: Es ändert sich immer wieder.
01:07:42: Wann und wie es sich hier ändert ist natürlich total unklar im Moment.
01:07:46: Selbst wenn sich die Regierung hier ändern würde ... Es wird Jahrzehnte dauern bis das alles wieder aufgebaut hat.
01:07:53: Das ist völlig klar, ne?
01:07:55: Weil man den Wald abholst mit der Axt.
01:07:59: die neuen Saatlinge brauchen Jahrzehnte, bis sie wieder zu neuen Bäumen geworden sind.
01:08:04: Also das ist völlig klar!
01:08:07: Ich habe halt irgendwie ein bisschen Glück, denn ich bin jetzt in der zweiten Hälfte meiner Karriere.
01:08:12: Ich bin hier fest angestellt und auch Abteilungsleiterin hier.
01:08:17: Das ... Ich hab ja schon gesagt, ich mache gar nicht mehr so viel Forschung.
01:08:21: Ein Teil meiner Zeit verbringe ich damit zum Beispiel hier mitzuhelfen, Sachen irgendwie positiv zu verändern.
01:08:29: Damit das Arbeitsklima hier gut bleibt ist sehr gut hier.
01:08:32: aber man muss halt immer auch dabei bleiben verschiedene Veränderungen und Vereinfachung irgendwie anzusticheln damit wir uns das Leben nicht schwerer sondern vielleicht leichter machen.
01:08:43: und da gibt es immer jede Menge zu tun ganz egal wo man arbeitet dass die lokale Ebene irgendwie so um einen herum, also quasi zu Hause und auf der Arbeit.
01:08:56: Wenn's da gut läuft dann kann man mit relativ viel Stuss aus den Ruhmen gut klarkommen.
01:09:03: Natürlich ist es blöd.
01:09:04: ich hätte gerne noch mehr Doktoranden aber wenn ich sie nicht habe ist auch nicht so schlimm.
01:09:11: Wie gesagt Blöd aber stirbt keiner dran.
01:09:15: Ich kann meine Zeit auch mit was anderem verbringen.
01:09:17: Ich mache ja inzwischen auch ziemlich viel Training für STEM Leadership für die Doktoranden, für die Post-Doktoranden.
01:09:23: Manchmal auch für Faculty also Professoren und auch im Sommer für Professionals hier in der Gegend.
01:09:32: Und das macht mir auch total viel Spaß.
01:09:34: Also ich bringe den Wissenschaftlern quasi bei wie sie auch wieder Menschen sein dürfen nicht nur Roboter.
01:09:44: Wenn du dir das überlegst... Die Leute kommen hinterher zu mir sagen, mein Leben hat sich echt verändert oder ich höre nach ein, zwei, drei Jahren von denen dass sie jetzt doch einen tollen Job gekriegt haben und dass die so happy sind, meine Vorlesung ihr Leben verändert hat.
01:09:58: Dann denke ich mir schon ... Ich glaub das war die richtige Entscheidung weil noch ein weiteres Paper zu einem alten Stern hätte die Welt nicht wirklich verändert!
01:10:07: Das darf ich irgendwie nicht richtig laut sagen.
01:10:09: aber ich glaube das ist auch die Aufgabe der Wissenschaftler in der zweiten Hälfte.
01:10:15: Die Jüngeren sollten die Papers schreiben und Namen für sich machen.
01:10:19: Es ist nicht, dass ich mich darauf ausruhe.
01:10:22: Ich benutze das als Steppingstone um die jüngeren Leute zu motivieren und den Skills und Fähigkeiten und strategische Ansätze beizubringen wie sie deren Leben leichter machen kann und wird.
01:10:40: Denn gerade in solchen schwierigen Zeiten ... glaube ich, das Einzige was man tun kann.
01:10:46: Weil wenn alle Wissenschaftler sagen hier hab kein Bock mehr es ist alles so schmutzig nix klappt dann wird's ja alles nur noch schlimmer.
01:10:56: aber wenn man irgendwie ein bisschen Optimismus verbreiten kann für die Sache selber und die Leute an der Stange halten kann und auch ein bisschen anfeuern kann du schaffst das!
01:11:07: Es ist zwar jetzt schlecht aber mach dass und das und dann klappts bestimmt besser und dann tut's das oft halt auch.
01:11:13: Das ist einfach wahnsinnig spannend.
01:11:16: Wow!
01:11:17: Olli,
01:11:18: ich könnte irgendwie achtzehn Stunden mit einer Podcastin ... Weil jetzt könnten wir auch noch fragen, aha, Leadership Skills?
01:11:25: Spannend.
01:11:26: Jetzt könnten wir noch fragen wie geht es weiter in deinem Fach?
01:11:28: Wir können fragen, wie geht's weiter im Leben deiner Kids?
01:11:31: Willst du auch das die Astronomen werden?
01:11:33: Aber wir haben keine Zeit mehr.
01:11:35: deswegen, Olli...
01:11:36: Ich hab genau so viele Fragen wie du und bitte korrigier mich.
01:11:41: Du hast eben gesagt, die Jahre ist unser Universum.
01:11:46: Ungefähr alt.
01:11:47: Ja?
01:11:50: Und es war dieser Urknall der das in Gang gesetzt hat.
01:11:54: und jetzt hast du davon gesprochen, dass gibt noch so viele Dinge, die man erforschen kann.
01:11:59: Glaubst du, dass wir jemals rausfinden was vor dem Urknaller eigentlich war?
01:12:04: Ist das irgendwie ... Ich weiß, das ist eine große Frage aber das ist schon... Das beschäftigt mich schon seitdem wir ... Nein, das ist noch keine Schlusswarte.
01:12:14: Die Schlusswarten kommen erst.
01:12:15: Da ist es aber die ganze Zeit.
01:12:18: Also wenn ich schon jemand da hab wie Anna dann will ich, dass sie mich da auf eine Pferde bringt?
01:12:27: Ja also nach der Ufo-Frage war's ja klar, dass das auch noch kommt.
01:12:34: Ich habe da halt auch ne Standardantwort drauf, die ist sogar mehr Standard als zu den Ufos.
01:12:41: Der Urknall war der Anfang von Raum und Zeit, so wie unser Gehirn das verstehen kann.
01:12:47: Weil wir sind ja ein Produkt unseres Universums, chemische Entwicklung, biologische Entwicklung genau angepasst auf das was ist.
01:12:57: also Wir können das verstehen was nach dem urknall passiert ist.
01:13:00: vorher ist schlecht Alles ist irgendwie anders.
01:13:03: dafür ist unser gehör nicht gemacht.
01:13:05: Und dass es das der coole unterschied zwischen der mathe unter physik.
01:13:09: die physik ist daran gebunden, was es ist.
01:13:13: Stein oder Apfel?
01:13:15: Ich lass den Fallen plopp Gravitation!
01:13:18: Das ist Physik.
01:13:19: Mathematik hat das nicht.
01:13:21: Matematik ist wie Nebel oder Rauch oder irgendwas.
01:13:27: Es fließt überall rum und hat keinen Halt.
01:13:31: Das kannst du für alles Mögliche verwenden inklusive rauszufinden.
01:13:37: vielleicht vor dem Urknall passiert ist.
01:13:39: Und es gibt natürlich viele Leute, die daran arbeiten.
01:13:42: auch hier am MIT sind einige mit verschiedenen Theorien String-Tiori und Quantum Loop Gravity und allen möglichen Krams.
01:13:52: Die versuchen halt mithilfe der Mathematik irgendwie da so durchzutunneln um zu fragen was ist denn vorher passiert?
01:14:04: Das Gute oder das Schlimme rausfinden, ob es stimmt.
01:14:09: Weil wir können's nicht angucken, wir können nichts zurückfliegen in der Zeit und unser Gehirn wie gesagt ist nicht dafür gemacht um das nachvollziehen zu können.
01:14:18: Ist es mathematisch und theoretisch spannend herauszufinden was man da finden könnte?
01:14:23: Total!
01:14:25: Also da haben ja diese zwei entgegensetzten Sachen total theoretisch, total spannend.
01:14:30: aber genau wie mit den Planeten im Prinzip Wir können... Es ist nicht greifbar Und damit müssen wir leben.
01:14:41: Ich lebe damit ganz gut!
01:14:43: Olli,
01:14:44: das ist ... Musst
01:14:45: du jetzt leben, Olli?
01:14:46: Vollkommen verständlich.
01:14:47: Ich hab zwei allerletze Fragen an dich.
01:14:49: Ist das okay?
01:14:49: Darf ich die stellen?
01:14:51: Klar.
01:14:52: In deinem eigenen Leben fernab von deinen Erforschungen der Sterne... Was möchtest du in den nächsten Jahren entdecken?
01:15:03: Jetzt wissenschaftlich gesehen.
01:15:06: Privatwissenschaftlich.
01:15:09: Ich glaube,
01:15:11: Uni meinte privat.
01:15:13: Gute Frage!
01:15:15: Naja also wie gesagt ich habe ja meine Entdeckung irgendwie gemacht.
01:15:19: insofern mache mir da nicht mehr so viele Sorgen drüber und in gewisser Weise genieße sich das auch und hab mich auch wie gesagt ein bisschen umgesattelt in Richtung Leadership und andere Leute in ihren Sachen zu unterstützen möchte ich gerne noch weitermachen.
01:15:37: Also da gibt es noch ziemlich viel Raum, in dem man treten kann.
01:15:41: auch wir als gesamte Scientific Community Wissenschaftler werden ja oft so ein bisschen als Dröge und im Elfenbeinturm dargestellt Und das stimmt auch.
01:15:54: Ich würde gerne dazu beitragen die Leute da ein bisschen raus zu holen aber auch den Rest der Gesellschaft ein bisschen aufzurütteln man den Wissenschaftlern durchaus doch auch vielleicht manchmal zuhören sollte.
01:16:07: Also da muss auf beiden Seiten einen Schritt in die richtige Richtung gemacht werden.
01:16:13: und nee, aber es gibt noch genug Leute hier in den USA, die das eher so sehen wie ich.
01:16:26: Die USA hat drei Hundert Millionen Leute.
01:16:28: also hier gibts jede Menge Leute, gibts für jeden was.
01:16:34: Also es wird nicht alles über einen Kamm geschert und so sollte man's auch nicht sehen.
01:16:38: Und das ist ja auch, was uns weitermachen lässt.
01:16:43: Ja ich meine andererseits freue mich dann darauf irgendwann rauszufinden, was meine Kinder mal machen wollen.
01:16:51: Die müssen keine Astronomen werden, oh Gott nicht!
01:16:55: Die kriegen's ja von mir alles mit also... Das ist okay, wenn sie jetzt unbedingt wollen klar aber die dürfen auch etwas anderes werden Und in der Zwischenzeit werden wir wahrscheinlich noch viel Eis essen und Sterne gucken, andere coole Sachen machen.
01:17:10: Wir reisen ja auch gerne zusammen.
01:17:14: Nimmst du die auch mal mit zu so einem ... zu so einem Teleskop.
01:17:19: Da hab ich mal von dir gelesen, ja, da denken wir immer, das sei romantisch.
01:17:24: Eigentlich schläft man aber den ganzen Tag dann arbeitet die ganze Nacht durch besonnen Aufgang ist total fertig weiß überhaupt nicht ob man irgendwas rauskriegt weil irgendwelche Wolken aufziehen könnten und es ist eigentlich nur ein einziger
01:17:35: Kampf.
01:17:36: Seit der Pandemie müssen wir nicht mehr nach Chile fliegen was für mich sehr angenehm ist, weil natürlich wenn man Kinder hat immer dahin und herfliegen.
01:17:46: Ist ein bisschen schwierig.
01:17:47: also es inzwischen alles remote.
01:17:49: ich mach das vom Wohnzimmertisch aus nachts und bring dann die Kinder morgens zur Schule.
01:17:54: Das ist immer noch hart genug
01:17:58: Jetzt ohne wird zu hängst nachts nur
01:18:01: ungefähr fünf bis zehn Nächte pro Jahr.
01:18:04: Aber trotzdem, ich merke das inzwischen.
01:18:08: Die All-Nighters fallen mir nicht mehr ganz so leicht wie früher.
01:18:12: Aber das Gute bei dem Remote ist dann ... Ich hab zum Beispiel den Kollegen aus Jordanien und der ist ja dann in einer anderen Zeitzone, der hilft dann mit und hilft dann oft morgens mit.
01:18:21: Also Chile und Boston sind mehr oder weniger in der gleichen Zeitzone.
01:18:26: Dann kann ich auch mal zwischendurch eine Stunde pennen.
01:18:30: Das ist schon echt ein Vorteil!
01:18:32: Und dann geht's halt weiter Mit dem Leben, also das wird einfach knallhart integriert und fertig aus.
01:18:39: Ich gehe dann halt ... Wenn ich die zur Schule gebracht habe, lege ich mich noch mal paar Stunden hin.
01:18:43: Fertigbums aus!
01:18:45: Weil... Das Leben geht weiter.
01:18:49: Olli, deine letzte Schlussfrage?
01:18:54: Was ist der Sinn des Ganzenes?
01:18:58: Warum sind wir hier?
01:19:00: Damit wir diesen wunderbaren Podcast zusammen machen können?
01:19:04: Das ist doch klar.
01:19:09: Der Sinn des
01:19:09: Lebens ist wunderbar
01:19:10: together.
01:19:11: In gewisser Weise ist ja schon irgendwas dran, ne?
01:19:13: Denn ich meine wenn wir jetzt alleine auf dem Planeten wären wäre es ziemlich langweilig und wir Menschen sind dazu gemacht eigentlich zusammen zu leben auch wenn wir uns jeden Tag erzählen Ich muss alles alleine schaffen!
01:19:27: Es ist eine Lüge.
01:19:28: Wir sind aber sehr gut dabei Und ja, ich meine das Universum ist eigentlich... Jetzt fehlt mir gerade im letzten oder in der letzten Minute ein paar deutsche Wörter.
01:19:41: Aber es is too amazing.
01:19:43: ums eigentlich nicht... Irgendwer muss es doch mal wertschätzen und es mal... Ist zu schön
01:19:50: um wahrzusehen?
01:19:52: Ja!
01:19:53: Es ist so faszinierend alles und wenn wir Menschen uns nicht irgendwie daran erfreuen davon lernen und einfach nur begeistern, wer denn dann?
01:20:05: Ich meine ja vielleicht gibt es den anderen Planeten mit noch anderem Leben.
01:20:08: Mit irgendwelchen Arme möben die da rumkriegen.
01:20:13: Die können aber gar nichts bewundern.
01:20:15: Die haben eigentlich also da...die verpassen was!
01:20:19: Die verpassen etwas.
01:20:22: Alles um uns herum.
01:20:23: Die gesamte Natur ist so wahnsinnig spannend Und wir ignorieren das meiste davon.
01:20:32: Ich finde, wir sollten ab und zu mal eine kleine Verschnaufpause einlegen und mal fünf Minuten in den Himmel gucken oder in die grünen Blätter oder die Steine am Wegesrand!
01:20:45: Da ist so viel Geologie dabei, da sind nicht einfach nur Steine.
01:20:49: Man findet überall was und schon dessen starren wir alle auf unsere Smartphones auch die Kinder natürlich... Es ist nicht gut, es ist nicht für uns.
01:20:58: Und es geht eigentlich nicht in eine gute Richtung.
01:21:02: und da muss man sich dann schon wirklich fragen, warum sind wir denn noch hier?
01:21:07: Um auf unser Smartphone zu gucken?
01:21:10: Vielleicht hören wir da einfach auf!
01:21:12: Also die Frage muss ich wirklich jeder selber stellen.
01:21:15: Ich auch.
01:21:17: Aber das ist eigentlich nicht der Sinn der Sache.
01:21:20: Lieber
01:21:20: alte Sterne als neue Screens.
01:21:23: Vielen Dank
01:21:25: Anna.
01:21:26: zu schön um wahrzusein, ist es auch dich im Podcast zu haben und das meine ich ganz ernst.
01:21:31: Und falls es irgendwann das Rummeln anfängt... Das ist ja ein neues Wort was ich heute gelernt habe Olli.
01:21:36: Anna hat das beschrieben.
01:21:37: also wenn die Sonne anfängt quasi uns hier alle aufzulösen dann wird es rummeln ne?
01:21:43: Aber wenn jetzt hier das Rummel anfängt Dann hoffe ich Ja dann hoffe ich auf jeden Fall dass wir nochmal alles noch mal alle zuhören dir und deinen Kollegen und dass wir niemals aufhören mit so tollen Menschen wie dir, Wissenschaft zu erleben und dass auch viele mehr Wissenschaftlerinnen zu so tollen Kommunikatoren werden.
01:22:05: Das wird ich mir sehr wünschen!
01:22:06: Wir können so viel lernen und haben jetzt in der Stunde mit dir so viel gelernt... Ich weiß auch nicht, wie ich es anders sagen soll als das.
01:22:16: auch zu schön um wahrzusehen.
01:22:17: Lieber Anna, gibt's da noch irgendwas was du losfernen möchtest?
01:22:21: Wir haben ja ziemlich viel.
01:22:22: Wir haben die alle wichtigen Fragen abgegrast.
01:22:27: Hat doch wunderbar funktioniert und da hat mir wirklich sehr viel Spaß gemacht, danke für die Einladung!
01:22:33: Vielen vielen Dank!
01:22:35: Danke dir liebe Anna.
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